Uganda: Korruption des permanenten Kriegszustands

Einige europĂ€ische Staaten haben fĂŒr Entwicklungshilfe gezahlte Gelder zurĂŒckgefordert.

Die Schwedische Zentralbehörde fĂŒr internationale Entwicklungszusammenarbeit (Swedish International Development Agency – SIDA), eine Behörde des schwedischen Außenministeriums, teilte am 15. Februar 2013 mit, dass ein Teil der transferierten Summe in Höhe von 2,9 Millionen Euro zurĂŒckĂŒberwiesen wurde, nachdem bekannt wurde, dass die Hilfsgelder veruntreut wurden.

Das Geld war fĂŒr den Norden Ugandas im Rahmen des Peace, Recovery and Development Programme bestimmt. An dem Projekt beteiligten sich auch die Regierungen von DĂ€nemark, Irland und Norwegen. Eine Untersuchung im Jahr 2012 ergab, dass zehn Millionen Euro auf private Konten ugandischer Beamter des BĂŒros von Premierminister Amama Mbabazi in Kampala eingezahlt wurden. Mbabazi war zuvor Minister fĂŒr Sicherheit und vertrat das Land im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Dort warb er fĂŒr Gelder fĂŒr die Armee des Landes, der Uganda People‘s Defense Force (UPDF) fĂŒr den Kampf gegen die Lord‘s Resistance Army.

Generaldirektor Charlotte Petri Gornitzka sagte im Namen der SIDA, dass „Uganda angedeutet hat, dass die restliche Summe nicht veruntreut wurde und korrekt verwendet wird. Aber bevor wir auf unsere Forderung nach vollstĂ€ndiger RĂŒckzahlung verzichten, wollen wir eine grĂŒndliche ÜberprĂŒfung der verbleibenden Summe durchfĂŒhren.“

Irland und DĂ€nemark warten immer noch auf ihre RĂŒckzahlungen, aus Norwegen hieß es am vergangenen Mittwoch, dass die geleisteten BeitrĂ€ge aus Oslo in voller Höhe zurĂŒckĂŒberwiesen worden sind.

Im Bereich der Entwicklungshilfe sind Vetternwirtschaft an der Tagesordnung und eine gute Tarnung fĂŒr GeschĂ€fte und Rekrutierung von VerbĂŒndeten fĂŒr eigene Interessen in Industrie und Politik.

Im Jahr 2010 hat die schwedische Entwicklungsbehörde den eigenen Leiter, Anders Nordström, auf Druck der Regierung wegen Korruption und UnregelmĂ€ssigkeiten im Amt von seinem Posten entbunden. Zuvor war Nordström Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), einer weiteren Einrichtung der Lobbyisten zur Gewinnmaximierung der Konzerne und Kontrolle ĂŒber die Weltbevölkerung.

Ob das Geld, das fĂŒr das Friedens- und Entwicklungsprojekt oben genannter europĂ€ischen LĂ€nder in Ugandas Norden sinnvoll angewendet worden wĂ€re, ist eine andere Frage. Die einheimische Bevölkerung leidet dort unter dem VerdrĂ€ngungskampf von Musevenis Clique aus ihrer Heimat.

Die Regierung unter PrĂ€sident Yoweri Museveni gehört zu den verbrecherischsten in Afrika. Schon im Jahr 1986 wurde er von dem im Jahr 1935 in den U.S.A. gegrĂŒndetem evangelikalen Netzwerk Prayer Breakfast Movementals – bekannt auch als „The Family“ – als SchlĂŒsselfigur fĂŒr Afrika genannt. Die versuchte EinfĂŒhrung der Todesstrafe mit dem Anti-Homosexuellen Gesetz in Uganda ist ein Beispiel ihres Einflusses und fĂŒhrte zu weltweiten Protesten gegen das Regime.

Vor einem Jahr wurde das Propaganda-Video „Invisible Children“ produziert, um mit der Phantom-Jagd auf den Chef der LordÂŽs Resistance Army, Joseph Kony noch mehr RĂŒstungsgĂŒter und auslĂ€ndische MilitĂ€rs in das Land mit oder ohne Zustimmung der Parlamente zu bringen.

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Quellen:
http://www.icenews.is/2013/02/16/ugandan-aid-money-partially-returned-to-sweden/
http://www.newvision.co.ug/news/639677-uganda-reimburses-stolen-swedish-aid.html
http://www.svt.se/nyheter/sverige/regeringen-sparkar-sidas-chef