Italien schickt wieder Botschafter nach Somalia – Unruhen in Mogadischu halten weiterhin an
Als erstes westliches Land wird Italien seine Botschaft in Somalia wieder eröffnen. damit soll eine UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ăbergangsregierung unter PrĂ€sident Sharif Sheikh Ahmed signalisiert werden.
„Es war eine Entscheidung ĂŒber die Wiederaufnahme der italienischen Botschaft in Mogadischu und das ist sehr wichtig“ sagte der UN-Sonderbeauftragten fĂŒr Somalia, Ahmedou Ould-Abdallah am Mittwoch in Rom auf der Zusammenkunft der Internationalen Kontaktgruppe fĂŒr Somalia mit Delegierten aus 33 LĂ€ndern und internationalen Organisationen. „Die Afrikanische Union hat beschlossen, dem Beispiel zu folgen.“
Ould-Abdallah sagte, dass nur Libyen, Jemen und Kenia ihre Botschaften in Somalias zerfallender Hauptstadt Mogadischu, zerstört von 18 Jahren BĂŒrgerkrieg, wĂ€hrend dieser Zeit offengehalten hĂ€tten. (1)
Der Machtkampf um Somalia zwischen der prowestlichen Regierung und islamistischen Gruppen, die die Ăbergangsregierung nicht anerkennen, hĂ€lt weiter an.
FĂŒnf Soldaten der somalischen Regierungstruppen wurden in der Hauptstadt Mogadischu am sĂŒdlichen Stadtrand an einem Checkpoint bei einem Angriff getötet, auf den Justizminister Sheikh Abdirahman Janakow wurde ein Bombenattentat verĂŒbt, das ihn verfehlte, hunderte Menschen demonstrierten auf der StraĂe zwischen Mogadischu und Afgoye, ein Bezirk, 30 km sĂŒdlich der Hauptstadt gegen die anhaltende Gewalt in der Region. (2)
FĂŒr neue Unruhen sorgt auch das erneute Eindringen hochbewaffneter Ă€thiopischen Soldaten, die am Freitag die Grenze ĂŒberschritten und bis zu der Stadt Balanbale in der Region Galgadud, 30 km (19 Meilen) im Landesinneren Somalias, vordrangen, berichtete der Einwohner Hassan Abdi „Sie kamen mit Schlacht-und Lastkraftwagen, alle Wagen voller Soldaten und Waffen.“
„Ăthiopien hat nicht die Absicht, nach Somalia zurĂŒckzugehen. Dies ist der Standpunkt der Regierung“ heisst es aus Ă€thiopischen Regierungskreisen. Es handelt sich um AufklĂ€rungsmissionen. Im Jahr 2006 hatte Ăthiopien Tausende von Soldaten nach Somalia gesandt um die islamistische Bewegung zu bekĂ€mpfen. (3)
wikipedia:
In Somalia werden Erdölvorkommen vermutet, namentlich in den nördlichen Gebieten Somaliland und Puntland (Guban und Nugaal-Tal) sowie in der Banaadir-Region, in Galguduud und Mudug einschlieĂlich Offshore-Vorkommen bei Hobyo. Die Regierung Siad Barres hatte an verschiedene US-amerikanische Erdölkonzerne Konzessionen vergeben. Die politische Situation erschwert aber die nĂ€here Untersuchung oder Förderung dieser VorrĂ€te.
Die Bundeswehr steht schon vor der KĂŒste in den Startlöchern, um mit ihren VerbĂŒndeten endlich an Land gehen zu dĂŒrfen.
Quellen:
(1) http://www.garoweonline.com/artman2/publish/World_23/Italy_first_in_West_to_reopen_embassy_in_Somalia.shtml
(2) http://www.garoweonline.com/artman2/publish/Somalia_27/Somalia_5_soldiers_killed_in_battle_among_government_forces.shtml
(3) http://www.garoweonline.com/artman2/publish/Africa_22/Ethiopian_troops_cross_deeper_into_Somalia_residents.shtml
