Das Iran-Abkommen: Wende oder Hebel

Die nach dem Verhandlungsmarathon in Lausanne vorgestern gemeinsam verabredeten Parameter fĂŒr ein endgĂŒltiges Abkommen mit dem Iran im Juni 2015 reprĂ€sentieren eine fundamentale VerĂ€nderung in der Weltpolitik, zum Besseren. Doch reprĂ€sentiert dieses vorlĂ€ufige Rahmenabkommen (noch) keinen strategischen Bruch der mit dem ĂŒber dreizehnjĂ€hrigen Krieg auf dem Planeten gewachsenen Kriegslobby und ihrer Machtarchitektur in der Weltordnung.
Denn neben allen Chancen birgt das in Lausanne ausgearbeitete Rahmenabkommen auch die Gefahr – entsprechend dem 1992 vom Spieltheoretiker und Neocon-Vordenker Samuel Huntington beschworenen Verschwinden von Staaten auf der Erde und deren Ersatz durch sich bekĂ€mpfende Blöcke von âZivilisationenâ – als Hebel des „Davos-Menschen“ zur von oben nach unten organisierten EntsouverĂ€nisierung der Staaten und Demokratien der Welt (bis hin zur Zerschlagung in Kriegsgebieten), fĂŒr eine zugleich totaler und archaischer werdende Ordnung auf dem Planeten benutzt zu werden.
Es ist jedem noch verbliebenen aktiven zivilen Teilnehmer der Ăffentlichen Meinung in der Republik zu empfehlen sich die Zeit zu nehmen und dieses kleine Buch gut durchzulesen.
1. Die Sanktionen
Im Rahmenabkommen ist festgehalten, dass alle von den AtommĂ€chten im U.N.-Sicherheitsrat gegen den Iran verhĂ€ngten Sanktionen „mit der VervollstĂ€ndigung / vollstĂ€ndigen Umsetzung, durch den Iran, von nuklear-bezogenen Handlungen betreffend alle SchlĂŒsselfragen“ („with the completion, by Iran, of nuclear-related actions addressing all key concerns“) aufgehoben werden. Ich bleibe hier haarscharf an der Originalformulierung und ihrer Ăbersetzung, da um jedes Wort mĂŒhsam ĂŒber Tage, Wochen und Monate mĂŒhsam gerungen wurde. Des weiteren sagen die Vereinigten Staaten von Amerika, sowie die nicht vereinigten Staaten der „EuropĂ€ischen Union“, eine „Erleichterung der Sanktionen („sanctions relief“) zu, falls der Iran „ĂŒberprĂŒfbar bei seinen Verpflichtungen bleibt“.
Aber welche Sanktionen?
Der Text des vorlĂ€ufigen Abkommens spricht von „nuklear-bezogenen Sanktionen“ („nuclear-related sanctions“). Sind das Sanktionen in Bezug auf Atomtechnologie? Oder die, in Bezug auf die potentiell irgendwann mögliche Entwicklung einer Atombombe durch den Iran, gegen den Iran verhĂ€ngten Wirtschaftssanktionen? So genau steht das da nicht. Dieser Text ist auslegbar. Und was auslegbar ist wird ausgelegt. Das zeigt die U.S.-Politik der letzten, nun, ein-, zweihundert Jahre.
Vor der letzten Verhandlungsrunde in Lausanne planten die AtommĂ€chte selbst im Falle eines endgĂŒltigen „Atomdeals“ mit dem Iran Sanktionen gegen den Iran bis zu zehn Jahre in Kraft zu lassen. Aus meiner Sicht ist diese Frage nicht vollumfĂ€nglich und abschlieĂend geklĂ€rt.
Vielmehr wird hinsichtlich des „eingefrorenen“ Guthabens („asset freezes“) des Iran in allen möglichen Banken auf eine kommende U.N.-Resolution verwiesen.
Womit wir zu Punkt 2 kommen.
2. Die kommende Resolution der AtommÀchte im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen
Wir berichteten bereits mehrfach ĂŒber das entscheidende Kapitel VII in der am 26. Juni 1945 beschlossenen Charta der Vereinten Nationen. Wörtlich heiĂt es in Artikel 39 Kapitel VII U.N.-Charta:
âDer Sicherheitsrat soll die Existenz irgendeiner Bedrohung des Friedens, eines Friedensbruchs oder Aktes der Aggression feststellen und soll Empfehlungen aussprechen, oder entscheiden, welche MaĂnahmen unternommen werden sollen, in Ăbereinstimmung mit Artikel 41 (Anm.: nichtmilitĂ€rische MaĂnahmen, wie Abschaltung der Kommunikations-Infrastruktur) und 42 (Anm.: militĂ€rische MaĂnahmen), um internationalen Frieden und Sicherheit zu erhalten oder wieder herzustellen.â
Im Falle des Irak drohte am 10.November 2002 Resolution 1441 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen, ohne Veto Russlands oder Chinas, unter zynischer Berufung auf Kapitel VII der U.N.-Charta dem Irak „ernsthafte Konsequenzen“ („serious consequences“) bei behaupteten Verletzungen dieser Resolution an. Seinerzeit ging es um die Behauptung, der Irak verfĂŒge ĂŒber Massenvernichtungswaffen, also Atomwaffen, Bio-Waffen oder Chemiewaffen.
Aus einer Charta, einst beschlossen um Angriffskriege zu verhindern, wurde so die Rechtfertigung konstruiert einen zu fĂŒhren.
Resolution 1441Â machte alle weiteren Resolutionen und Verhandlungen faktisch irrelevant, da U.N.-Resolution 1441 unter Bezug auf Kapitel VII der 1945 beschlossenen Charta der Vereinten Nationen entsprechend der Auslegung der Formulierung „serious consequences“ bereits eine umfassende Kriegsvollmacht gegen den Irak darstellte.
Die Folgen dieser faktischen Zustimmung Russlands und Chinas zur Irak-Invasion in 2003, sowie zur zynischen Interpretation der nach dem 2. Weltkrieg beschlossenen Charta, dĂŒrften einigermaĂen klar sein. Wer mit seiner Erinnerung Probleme hat, schalte die aktuellen Nachrichten an.
Am 10. MĂ€rz 2015 nun meldete die aserbaidschanische Zeitung „Trend“ Hochbrisantes: Der iranische AuĂenminister Javad Zarif strebe im Zuge eines Abkommens mit der Gruppe der AtommĂ€chte plus der Merkel-Steinmeier-Regierung (Gruppe 5+1) eine Resolution des U.N.-Sicherheitsrates unter Bezug auf Kapitel VII der U.N.-Charta an. (10.03.2015, Totale Weltordnung: U.N.-Resolution soll Angriffskrieg gegen Iran legitimieren)
Dies passte haargenau zum Bruch der Weltordnung seit dem Zweiten Weltkrieg durch die AtommĂ€chte im U.N.-Sicherheitsrat am 24. September 2014, die sich durch Resolution 2178 unter Bezug auf Kapitel VII der U.N. Charta faktisch zu einer Weltregierung bzw einem WeltpolitbĂŒro erklĂ€rten und die Umsetzung ihres Beschlusses in der Gesetzgebung („domestic law“) aller souverĂ€nen Staaten auf dem Planeten einforderten. (Wollt Ihr die Totale Weltordnung?).
Ohne dass dies die deutsche Ăffentlichkeit insgesamt bislang begriffen oder gar thematisiert hĂ€tte, beruft sich die Merkel-Steinmeier-Regierung eben auf jene U.N.-Resolution 2178, um ihre neuen verfassungswidrigen âAnti-Terrorgesetzeâ durch die Parlamentskammern zu jagen (die „Opposition“ in Bundestag und Bundesrat spielt dabei ihre ĂŒbliche Rolle: die des angeblich hilflosen, Klagelaute und Interviews absondernden Placebos).
Auch der bislang weithin ignorierte Krieg Saudi-Arabiens gegen das „zweite Somalia“ Jemen, mitsamt einer internationalen Kriegskoalition, ist im Zuge dieses Bruchs der Weltordnung und des Völkerrechts durch die AtommĂ€chte vom 24. September 2014 zu sehen.
Dazu der Hinweis: gestĂŒtzt wird die saudische Kriegskoalition nicht nur vom (wiederum von Russland gestĂŒtzten) MilitĂ€rdiktator von Ăgypten, al Sisi, sondern auch vom Autokrat der TĂŒrkei, Erdogan, mit dem der Kreml im Zuge neuer Pipeline-Projekte ebenfalls eine bizarre Verbindung pflegt, trotz dessen unleugbarer Verwicklung in den blutigen, barbarischen Krieg in Syrien und der von tĂŒrkischer Staatsanwaltschaft und Polizei aufgedeckten Waffenlieferungen des Geheimdienstes M.I.T. an Milizen unter „Al Kaida“-Flagge (hier die Original-Dokumente).
Gerade angesichts der heutigen Situation im zerfallenen Libyen, das China und Russland mit ihrer Enthaltung zu U.N.-Resolution 1973 am 17. MĂ€rz 2011 fĂŒr den Westblock zum Abschuss freigaben, sowie der Situation im kurz danach angegriffenen Syrien, dem beide MilitĂ€rmĂ€chte nie entscheidend zu Hilfe kamen, so dass dort bis heute ein militĂ€risches Patt mit bereits Hunderttausenden von Toten herrscht und Todesschwadronen unter allen möglichen Flaggen ungehemmt Massenmorde begehen (und gleichzeitig den „Sicherheitsbehörden“ in den kriegsfĂŒhrenden LĂ€ndern ein Alibi verschaffen um im Hinterland weiter ihre Demokratien zu zersetzen), sowie angesichts von vorsichtig geschĂ€tzt 1,3 Millionen Toten allein in die Kriegszonen Afghanistan, Irak und Pakistan seit Ausbruch des Terrorkrieges in 2001, kann die Weltbevölkerung von den AtommĂ€chten nichts oder noch weniger erwarten, auch von China und Russland.
AuffĂ€llig war nun an jenem 10. MĂ€rz 2015 nicht nur was die aserbaidschanische Zeitung „Trend“ meldete. Bezeichnend war auch, dass irgendein langer Arm dafĂŒr sorgte, dass sie ihren Bericht im Nachhinein entscheidend verĂ€nderte.
Trend.az am 10. MĂ€rz (Ausschnitt zu lesen im Tagesarchiv der Nachrichtenagentur Radio Utopie):
„Jede unter Kapitel VII U.N. Charta beschlossene Resolution ist legal bindend und authorisiert Bestrafung, diplomatische Sanktionen oder sogar eine militĂ€rische Option. Die Resolution wird zudem Israel autorisieren militĂ€rische Aktionen gegen den Iran durchzufĂŒhren oder westliche MĂ€chte zu provozieren das Land anzugreifen.“
Der Abschnitt des „Trend“-Artikels heute:
„Jede unter Kapitel VII U.N. Charta beschlossene Resolution ist legal bindend und autorisiert Bestrafung, diplomatische Sanktionen oder sogar eine militĂ€rische Option. Die Resolution wird zudem Israel daran hindern militĂ€rische Aktionen gegen den Iran durchzufĂŒhren oder westliche MĂ€chte zu provozieren das Land anzugreifen.“
Wie obenstehend erwĂ€hnt, veröffentlichten wir am 10. MĂ€rz zu diesem Thema einen Artikel mit der völlig unverfĂ€nglichen Ăberschrift „Totale Weltordnung: U.N.-Resolution soll Angriffskrieg gegen Iran legitimieren„.
Man muss dazu wissen: weltweit sind FunktionstrÀgerInnen oft schlicht zu dumm die Zeitung zu lesen. Ganz zu schweigen von ihren Myriaden von SekretÀrInnen, HöflingInnen, MitarbeiterInnen, GeneralInnen, usw, usw. Und lassen wir mal das VerstÀndnis von Recht der Vereinten Nationen, von irgendwelchen Resolutionen, oder sogar das schlichte Eins und Eins völlig beiseite.
Am 23. MĂ€rz meldete der britische „Telegraph“, dass sich in der iranischen Zeitung Kayhan Abgeordnete des iranischen Majlis ĂŒber die Verhandlungsstrategie von AuĂenminister Zarif beschwerten und bezĂŒglich einer von Zarif angestrebten Resolution nach Kapitel VII der U.N.-Charta als einer „Falle“ sprachen. Auch der eine oder andere Generalissimus, wie ĂŒberall ReprĂ€sentant der örtlichen Hochkultur, befand – gerade noch rechtzeitig – es sei vielleicht doch keine so gute Idee sich mit der Zustimmung zu einer Kapitel VII-Resolution auch noch selbst als GefĂ€hrdung des Weltfriedens zu bezeichnen, nur weil man Atomkraftwerke und medizinische Anlagen samt Forschung dazu betreibt.
Im nun vorgestern am 2. April in Lausanne von den Regierungen der Vereinigten Staaten von Amerika, des Vereinigten Königreichs, der Russischen Föderation, von China, Frankreich und Deutschland gemeinsam mit Iran beschlossenen und veröffentlichten Abkommen ist von einer „neuen Resolution des Sicherheitsrates“ die Rede, die das Abkommen bzw dessen „Joint Comprehensive Plan of Action“ (JCPOA) „unterstĂŒtzen“ und auf dessen vollstĂ€ndige Umsetzung „drĂ€ngen“ soll.
Frage: Nach Kapitel VII U.N.-Charta? Bei „ernsthaften Konsequenzen“ fĂŒr den Iran, wegen erklĂ€rter GefĂ€hrdung von „internationalen Frieden und Sicherheit,“ wegen behaupteter oder tatsĂ€chlicher Vertragsverletzungen?
2.1. Die „Frachtkontrollen“
Im gestrigen Rahmenabkommen ist im Zuge der kommenden U.N.-Resolution auch von „Frachtkontrollen“ („cargo inspections“) die Rede – also dem Stopp von Schiffen des Iran und deren Durchsuchung durch auslĂ€ndische MarineverbĂ€nde, wie der U.S. Navy, zum Beispiel.
Man könnte so etwas auch Kapern nennen.
Die Wenigsten wissen: das ist theoretisch seit Jahren möglich. Genau das beinhalteten nĂ€mlich u.a. die Sanktionen des U.N.-Sicherheitsrates. Nur sah man eben aus pragmatischen GrĂŒnden schlicht davon ab diese umzusetzen, genauso wie von „BeschrĂ€nkungen des Schiffs- und Luftverkehrs“, eine Seeblockade gegen den Iran, fĂŒr das StreitkrĂ€fte der N.A.T.O. in 2008 (unter Beteiligung der deutschen Marine) und E.U.-Staaten in 2009 bereits geĂŒbt hatten, darunter Kriegsschiffe der deutschen âEinsatzflottille 2âł (EF2), welche im Rahmen der âAtalantaâ-MilitĂ€rmission unter EU-Oberbefehl im Arabischen Meer und vor Ostafrika bereits in Stellung gegangen waren.
Aus dem Iran hatte es im Juni 2010 im Zuge der vierten Runde von Sanktionen ziemlich deutlich getönt was passieren wĂŒrde, sollte auch nur ein einziges iranisches Schiff tatsĂ€chlich (offiziell) durch Einheiten der AtommĂ€chte und ihrer Alliierten gekapert werden. Man wĂŒrde ebenfalls welche kapern.
Die Wenigsten sahen da irgendeinen Zusammenhang mit dem seit Herbst 2008 unter dem Deckmantel der „Piraten-BekĂ€mpfung“ erfolgten Flottenaufmarsch von U.S. und E.U.-VerbĂ€nden vor Ostfrika. Wir schon.
Durch den damals wie heute amtierenden AuĂenminister Frank-Walter Steinmeier und die damals wie heute amtierende Kanzlerin Angela Merkel sind seit 2008 deutsche FlottenverbĂ€nde an die strategisch wichtige Meerenge zwischen Somalia und Jemen verlegt worden. Und das Einsatzgebiet reicht vom Golf von Aden bis zum Golf von Oman, an der StraĂe von Hormus (am Persischen Golf) bis nach Madagaskar.
In der ĂŒblichen vernebelnden Legitimationskette bezieht sich das am 22. Mai 2014 durch den Bundestag abermals verlĂ€ngerte Mandat fĂŒr das deutsche MilitĂ€r immer noch auf U.N.-Resolution 1816 vom 2. Juni 2008, natĂŒrlich unter Berufung auf Kapitel VII U.N.-Charta.
Von Anfang an ging es der Regierung Merkel-Steinmeier dabei nicht nur um den Einsatz deutscher Einheiten in Somalia an Land, sondern auch in „angrenzenden RĂ€ume und Hoheitsgebieten anderer Staaten“ wie Jemen, was das kurz vor Weihnachten 2008 beschlossene erste Bundestagsmandat auch erlaubte.
Wie viele können sich heute noch daran erinnern, dass ihr damaliger Salami-Minister ohne Salami, Wolfgang SchĂ€uble, im Zuge des zeitgleich mit dem B.K.A.-Gesetz beschlossenen Flottenaufmarsches der Bundeswehr vor Jemen und Somalia allen Ernstes eine VerfassungsĂ€nderung verlangte? Wegen der geplatzten „Befreiung“ (durch die Bundespolizei-Truppe GSG 9) eines „von Piraten entfĂŒhrten“ Tankers namens „Hansa Stavanger“ in einem „Piraten-Hafen“ , der nie existiert hat und benannt wurde nach einer 18 Kilometer im somalischen Inland befindlichen Ortschaft? (Anm.: hier eine diesbezĂŒgliche Datei vom Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages. Auch die „Linksfraktion“ wusste von dieser unglaublichen AffĂ€re und unternahm nichts.)
Was heute ebenfalls fast keiner mehr wahrhaben oder sich erinnern will: bereits in 2006, im Schwung der Entsendung deutscher MarinestreitkrĂ€fte vor Libanon und Syrien, nach dem gescheiterten Einmarschversuch der israelischen Regierung im Libanon, verhandelte das AuswĂ€rtige Amt von Frank-Walter Steinmeier ĂŒber einen Einsatz deutscher Kriegsmarine in den HoheitsgewĂ€ssern von Jemen und Oman. Gleichzeitig hieĂ es, also die deutschen Soldaten im Kongo, die seien Weihnachten wieder zuhause.
Dass Regierung und Bundestag vor einem (offiziellen) Einsatz deutscher Marine-StreitkrĂ€fte im Jemen 2006 letztlich zurĂŒckschreckten, genauso wie vor einem 2009 geplanten Einsatz der deutschen Luftwaffe im Jemen, liegt am einzigen Hindernis, das Regierung und Parteien neben dem Grundgesetz tatsĂ€chlich fĂŒrchten: die Ăffentliche Meinung.
Die Bevölkerung in der Republik wird bewusst darĂŒber im Unklaren gelassen, gerade durch die „Opposition“ im Bundestag, dass ein Einsatz von deutschen Soldaten am Boden in Somalia seit Jahren vonstatten geht und dass die glorreiche „Ausbildung“ somalischer Regierungssoldaten (in einem lĂ€ngst zerfallenen Staat, dessen Existenzrecht noch keiner Regierung irgendetwas wert war) faktisch in eine versteckte Mobilisierung eben jener „Al Shabab“-Milizen gemĂŒndet ist, gegen die sie angeblich gerichtet ist. Ein „Die Linker“, der das fĂŒr Zufall hĂ€lt.
Ăber Resolution 1816 des U.N.-Sicherheitsrates, beschlossen auch durch China und Russland, schrieb Radio Utopie bereits seit 2008. Sowohl die StaatsfĂŒhrungen in Moskau und Peking billigten so den Aufmarsch internationaler FlottenverbĂ€nde, deren Einsatzmandat bis zum Persischen Golf reicht. Sie tun es bis heute.
WĂ€hrenddessen ignorierte die „Opposition“ im Bundestag Ende 2008, noch vor dem Beschluss von B.K.A.-Gesetz und Afrika-Einsatz in den Parlamentskammern, selbst die Entsendung des deutschen Kriegsschiffes „Karlsruhe“ nach Kuwait im Zuge eines N.A.T.O.-Manövers im Persischen Golf. SpĂ€testens zu diesem Zeitpunkt wurde deutlich, dass „Die Linke“ und „BĂŒndnis 90/die GrĂŒnen“ auĂenpolitisch falsche imperialistische Leichen, aber keine Parteien im Sinne des Grundgesetzes sind. Und schon gar keine „Opposition“.
Wenn also im gestrigen vorlĂ€ufigen Abkommen der AtommĂ€chte (plus Steinmeier / Merkel) mit dem Iran ĂŒber Kontrollen und Durchsuchungen iranischer Schiffe im Zuge einer neuen U.N.-Resolution die Rede ist, heiĂt es nur Eines:
Vorsicht.
 2.2. Die „ballistischen Raketen“
Im gestrigen Rahmenabkommen von Lausanne ist bezĂŒglich der kommenden U.N.-Resolution auch die Rede davon, dass diese „wichtige Restriktionen“ bezĂŒglich „ballistischer Raketen“ beinhalten werden.
Das klingt fĂŒr deutsche Ohren zunĂ€chst einmal völlig nachvollziehbar. „Ballistische Raketen“, das muss gefĂ€hrlich sein – wenn man jede ballistische Rakete als Transportmittel von Atomwaffen definiert und so z.B. das Satelliten-TrĂ€gersystems âAriane 5âł der EuropĂ€ischen Weltraumagentur als eine atomar bestĂŒckte Interkontinentalrakete interpretiert.
Es geht also um das iranische Weltraumprogramm. Anzunehmen ist, dass dieses in der weltweit berĂŒchtigten deutschen Presse als Teil des iranischen Atomwaffenprogramms die Runde machen wird, das zwar nicht existiert, was aber fĂŒr die Interpreten der hiesigen Paparazzi noch nie ein Problem dargestellt hat um ihren Schund als RealitĂ€t zu verkaufen.
Um es mal deutlich zu sagen: Es geht beim Völkerrecht nicht darum wer es in Anspruch nimmt. Es geht um dessen Existenz. Wer das Völkerrecht loswerden will, einfach weil es im 21. Jahrhundert der Aufrechterhaltung kapitalistischer und imperialer Ausbeutung im Wege ist, bzw seinen Massenmorden und wahnsinnigen Spieltheorien fĂŒr diese oder jene Weltordnung, war noch immer zu feige und zu schwach dies in aller Ăffentlichkeit zuzugeben, sondern ging stattdessen heimtĂŒckisch, verlogen und zynisch vor.
Trotz aller Sanktionen betrat am 3. Februar 2009 auch der Iran den nicht mehr exklusiven Club der WeltraummĂ€chte (eine Unzahl von Konsortien verfĂŒgt mittlerweile ĂŒber eigene Erdbeobachtungssysteme / Satelliten) und brachte einen im Land gebauten Satelliten in den Orbit. Prompt sahen die „Experten“ eine „Spionagegefahr“. Und das beileibe nicht nur im „Westen“.
Rund eine Woche nach dem iranischen Satellitenstart und rund eine Woche vor der Sitzung vom U.N.-Weltraumausschuss am 17. Februar 2009, auf der die „Internationale Fernmeldeunion“ nun auch beim Iran die Hand aufhielt um den genre-ĂŒblichen Wegzoll alias „Lizenzen“ fĂŒr den Start von Satelliten zu kassieren, raste am 11.Februar der russische Satellit Cosmos 2251 in den Satelliten âIridium 33âł des gleichnamigen US-Konsortiums Iridium Communication Inc. An diesem „Zusammenstoss“ der WeltraummĂ€chte war, abgesehen vom Zeitpunkt, noch anderes merkwĂŒrdig.
Der „Zusammenstoss“ ereignete sich ĂŒber dem polaren Norden Russlands (Koordinaten E97 N72) in einer Höhe von 490 Meilen (790 Kilometern) und nach Angaben des Iridium Konsortiums auf einer Angaben des Konzern auf einer âpolar-nahen Umlaufbahnâ, also offenbar auf einem âsonnensynchronen Orbitâ (SSO) ĂŒber die Polarkappen, den explizit Spionage-Satelliten in einer Flughöhe von 600 bis 800 Kilometern benutzen, da er ihnen mehrere Vorteile bietet, wie z.B. beim Flug entlang der DĂ€mmerungszone mit steten Sonneneinfall ohne Nacht-Tag-Zyklus, oder bei einer Bahnneigung von 96 bis 99 Grad das Ăberqueren immer des gleichen Ortes zur selben Tageszeit. RegulĂ€re Kommunikationssatelliten nutzen normalerweise einen âLow Earth Orbitâ (LEO), ungefĂ€hr entlang dem Ăquator und in Richtung der Erdrotation (Höhe 200 bis 1200 km).
Trotzdem sprangen sogleich die ĂŒblichen Experten in die Presse und beklagten einen mit Satelliten total ĂŒberlaufenen LEO. Seltsamerweise behauptete gerade das russische Verteidigungsministerium, was sich ja z.B. auch hĂ€tte aufregen können, der unglĂŒckliche „ZusammenstoĂ“ des russischen und des u.s.-kommerziellen Satelliten habe sich auf einem LEO ereignet. Dort mĂŒsse man heutzutage eben damit rechnen in „MĂŒll“ hineinzufliegen. Auch die Reaktion des Pentagon war bemerkenswert. âWir sahen diese Kollision nicht vorausâ, so Pentagon-Sprecher Bryan Whitman.
Mal abgesehen von der Frage, wozu das im Strategischen Kommando des Pentagon verschmolzene Weltraumkommando des Pentagon im 21. Jahrhundert sonst da sein sollte (auĂer zum Atomwaffen starten), wenn nicht die Flugbahn von Satelliten zumindest ĂŒber russischem Territorium zu beobachten: das Iridium Konsortium betreibt fĂŒr das Pentagon, U.S.-Regierungsbehörden und das MilitĂ€r, bis hin zu Sondereinheiten und Agenten im Kriegseinsatz, das verschlĂŒsselte Kommunikationssystem âEnhanced Mobile Satellite Services“ (E.M.S.S.) (der milliardenschwere Auftrag wurde in 2013 erneuert). Ein Nach-Hause-Telefonieren von Iridium Satelliten ĂŒber russischem Territorium sollte in diesem Deal inklusive sein, gerade wenn es sich um beim E.M.S.S. das erste weltumspannende kommerzielle Kommunikationsnetz seiner Art handelt.
Hinzu kam, dass die russische Raumfahrtagentur Roscosmos den Verlust eines eigenen Satelliten ânicht bestĂ€tigenâ konnte oder wollte. Roscocosmos (Roskokosmos) Sprecher Alexander Vorobyov am 12.02.2009 wörtlich:
âEs gibt keine registrierten Verluste in der Roscocosmos Satelliten-Gruppeâ
Felix Huber, vom Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum GSOC in Oberpfaffenhofen, nannte die Wahrscheinlichkeit eines solchen Zusammenstosses âextrem geringâ.
âDer Iridium-Satellit hĂ€tte ausweichen könnenâ,
so Huber.
Mit diesem „rĂ€tselhaften Zusammenstoss“ der etablierten WeltraummĂ€chte am 11. Februar 2009 begann in der (Alb)Traumfabrik der Medien, sowie im Filmsektor Hollywood (s. „Gravity“), der Aufstieg der vielfĂ€ltig einsetzbaren Marke „Weltraumschrott“ – mit dem Zweck, der seit Jahren der im Gewohnheitskoma vor sich hin dĂ€mmernden Weltbevölkerung still und leise ein Anfang 2001 getestetes und sukzessiv aufgebautes orbitales Ăberwachungs-, Spionage- und Kontrollsystem ĂŒberzuziehen, im Sinne der „full spectrum dominance“. Und entgegen der Darstellung der sich nach auĂenhin so gegnerisch aufplusternden Atom- und WeltraummĂ€chte im U.N.-Sicherheitsrat unter deren Kollaboration.
Die britische âTimesâ am 13.Februar 2009 wörtlich:
âWenn sich die orbitale Karambolage von Dienstagnacht im Kalten Krieg ereignet hĂ€tte, hĂ€tte sie vielleicht einen nuklearen Showdown ausgelöst. Stattdessen hat sie neue Rufe nach einem himmlischen Aquivalent zum Verkehrssystem im Luftraum der Welt laut werden lassen.â
Bereits das surreale „Verschwinden“ eines ganzen Verkehrsflugzeugs, Flug MH370, diente der politisch-staatlich-militĂ€risch-kommerziellen Nomenklatura der Welt und ihrer „Internationalen Zivilluftfahrt-Behörde“ I.C.A.O. dazu, dass vom Kriegskonzern Thales entwickelte planetare satellitengestĂŒtzte Tracking-System ADS-B voranzutreiben. Das „automatic dependent surveillance â broadcast“-System ist Teil des Plans der Transformation des gesamten Luftfahrtsystems in Nordamerika, sowie des „Masterplans“ der Agenda Single European Sky“, im Zuge eines seit Jahren durch Behörden und Parteien in Deutschland betriebenen systemischen Ausverkauf von Flugsicherung und Hoheit ĂŒber den deutschen Luftraum. (19. April 2010, DIE EU-AGENDA âSINGLE EUROPEAN SKYâ (II): Sesar, öffne Dich).
Genauso bizarr und skrupellos soll dem militĂ€risch-industriellen Komplex, abermals in einem zeitlich auffĂ€lligen Zusammenhang, der angebliche Selbstmord des Co-Piloten der Germanwings Flug 4U9525 Airbus-Maschine fĂŒr die Implementierung eines seit 2013 geplanten und nun vergebenen Milliarden-Auftrags fĂŒr die „europĂ€ische“ Entwicklung von militĂ€rischen bewaffneten Flugrobotern (Drohnen) dienen, die im Zuge von plötzlich bekannt gemachten GesetzesĂ€nderungsvorhaben auch noch in der zivilen Luftfahrt eingesetzt werden sollen. Der sattsam bekannte Kriegslobbyist Rainer Arnold verkĂŒndete bereits, man werde es noch erleben, dass „auch zivile Frachtflugzeuge ohne Piloten auskommen.“
Nicht nur Roboter bleiben da depressionsfrei. Vergeben wird der Milliardenauftrag zur Entwicklung der „europĂ€ischen“ Drohnen ausgerechnet an den Kriegskonzern E.A.D.S., EigentĂŒmer von Airbus, den der Flugzeugabsturz in den Alpen (ĂŒbrigens auf einer Flugroute ĂŒber Lausanne) nun nicht ganz so hart treffen wird, jetzt, wo der zunĂ€chst als „leer“ und dann „verschwundene“ Flugdatenschreiber der abgestĂŒrzten Airbus-Maschine plötzlich als „gefunden“ gemeldet wurde, nachdem am Tag nach dem Absturz noch berichtet wurde, dass aus dem Flugdatenschreiber der Airbus-Maschine die Memory Card „entfernt“ worden war.
Das diesbezĂŒgliche System „globaler Ăberwachung“, wie umschrieben wohl nicht „nur“ des Luftraums, ist bereits sehr weit fortgeschritten.
Was hier verdeutlicht werden soll: stört bei diesen ĂŒber Jahrzehnte betriebenen PlĂ€nen und Agenden nicht generell jeder souverĂ€ne, „unkontrollierbare“ Staat, so edel oder bizarr sein politisches System auch immer sein mag? Gerade ein Staat, der bereits die Epoche der Weltraumfahrt erreicht hat, wĂ€hrend andere zumindest die zivile bemannte Raumfahrt bizarrerweise wieder verlassen haben, also offenkundig zivilisatorisch verfallen?
Am 8. Juli 2011, den ich als „schrecklichen Tag“ fĂŒr die Menschheit insgesamt und besonders fĂŒr Amerika bezeichnete, verlieĂen die Vereinigten Staaten die Epoche der zivilen bemannten Raumfahrt, indem sie ihr Space Shuttle Programm einstellten. Genau dies, ein Ende der bemannten Raumfahrt, forderten die Parteien „Die Linke“ und „BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen schon 2009 auch in Europa, nach der handstreichartig erfolgten Ăbernahme der âEuropĂ€ischen Weltraumagenturâ (E.S.A.) durch den Apparat der „EuropĂ€ischen Union“ und seine Agenda zur „politisch gefĂŒhrten Erkundung des Weltraums“, von der bereits seit langem klar ist, dass sie auf eine Militarisierung des erdnahen Weltraums und vielmehr auf die Erkundung der zumeist ahnungslosen Erdbewohner hinaus lĂ€uft.
Bereits vor zehn Jahren vermeldete der E.U.-Abgeordnete Tobias PflĂŒger nach einem Besuch im Satellitenzentrum der „EuropĂ€ischen Union“ im spanischen Torrejon:
„Durch die immer wichtiger werdende satellitengestĂŒtzte FernaufklĂ€rung und KriegsfĂŒhrung spielt das Satellitenzentrum in Torrejon sowohl fĂŒr die zukĂŒnftige Kriege der EuropĂ€ischen Union, als auch deren Beteiligung an Kriegen der NATO eine zentrale Rolle. Das am 1. Januar 2002 in Betrieb genommene EU-Satelliten-Zentrum besitzt in der MilitĂ€rstrategie der Union eine zentrale Funktion. Schon heute werden Satellitenbilder z.B. von Nordkorea und dem Iran genau analysiert. Die MilitĂ€r- und PolizeieinsĂ€tze der EU in Bosnien, im Kongo und im Sudan werden âintensiv begleitetâ durch das Satellitenzentrum bei Madrid. Mit dem EU-Satellitenzentrum, wird der EU kĂŒnftig verstĂ€rkt die Rolle zukommen, im Bereich der AufklĂ€rung ihre FĂ€higkeiten zur Bildauswertung auch fĂŒr weitere Kriege der NATO anzubieten. Der Besuch im Satellitenzentrum hat gezeigt, wie weit die Militarisierung der EU schon fortgeschritten ist, eine Umkehr ist dringend erforderlich.“
Es ist anzunehmen, dass der exklusive Club der WeltraummĂ€chte (und ihrer nicht etwa von Existenzangst, sondern von Verlustangst hinsichtlich Macht und Privilegien geplagten kleinen BrĂŒder) gern unter sich bleiben will. Auch das dĂŒrfte ein essentielles Motiv fĂŒr die jahrzehntelange Kampagne gegen den Iran sein, und nicht irgendeine Luftnummer von „Atombombe“.
Fazit
Noch einmal: es geht nicht darum wer das Völkerrecht in Anspruch nimmt. Entweder es gibt eins, dann gilt es fĂŒr alle, oder es gibt keines. Dann aner kann man auch die U.N.-Resolutionen, diesen Witz mit dem „Sicherheitsrat“ und gleich die ganze Organisation der Vereinten Nationen sein lassen. Entweder, oder.
Der Iran hat keine LĂ€nder auf den Kontinenten Europa und Amerika ĂŒberfallen und ĂŒber eine Million Leichen hinterlassen. Der Iran hat sicherlich GeheimgefĂ€ngnisse, aber nicht weltweit. Der Iran ist nicht expansiv. Und vor allem spielt sich der Iran bzw dessen Regierung nicht ĂŒberall in der Welt als Boss auf.
Der Iran ist ein souverĂ€ner Staat. Es sollte sich jeder mal ĂŒberlegen wie er reagieren wĂŒrde, wenn hier die Regierung irgendeines asiatischer Staates hier antanzen und mit der atomaren Bombardierung Deutschlands drohen wĂŒrde, wenn wir nicht sofort dieses und jedes Atomkraftwerk stilllegen (worĂŒber sich unter normalen Menschen natĂŒrlich jederzeit reden lieĂe). Und auĂerdem wĂŒrden wir – alle 80 Millionen – die Existenz des Iran als Islamische Republik in Frage stellen. Was uns denn einfiele.
Bei dem vorgestern in Lausanne gemeinsam beschlossenen vorlĂ€ufigen Abkommen ist die Verhandlungsdelegation aus dem Iran den AtommĂ€chten und diesem unsĂ€glichen Steinmeier so weit entgegen gekommen wie sie nur konnte. Mehr geht nicht. Es gibt da schlieĂlich auch noch den Iran und nicht nur die Welt der schweizerischen Hotels. Jedes Abkommen muss im Iran den notwendigen RĂŒckhalt haben.
NatĂŒrlich gilt dies auch fĂŒr die U.S.As. mit seiner anstehenden urdemokratischen Wahl der Clinton- oder der Bush-Dynastie ins WeiĂe Haus in 2016.
Sicherlich hat auch die U.S.-Regierung, ach, lassen wir das drumherum Gerede, sicherlich hat auch CĂ€sar Barack Obama Mut bewiesen, indem er es nicht wie seine traditionellen VorgĂ€nger auf eine unbedingte Eroberung Persiens angelegt hat. John Kerry machte – aus meiner subjektiven Sicht – zum ersten Mal den Eindruck eines Diplomaten. Und das sind Leute, die sich gegen MilitĂ€rs und deren Interessen durchsetzen und nicht diesen folgen.
Der diplomatische Marathon bis zum GrĂŒndonnerstag 2015 hat so etwas wie einen Funkenflug in der schon halbtoten Weltpolitik ausgelöst. Allein schon dass die Lösung eines Problems wieder möglich erscheint, anstatt stĂ€ndig immer wieder neue zu produzieren und alle bisherigen noch schlimmer zu machen, gleicht einem unerhörten Tabubruch in der Regierungspolitik weltweit, auch in den Vereinigten Staaten. Kein Wunder, dass nun die Verfechter der „Null-Doktrin“ nervös werden.
Nichtsdestotrotz bleibt das fĂŒr Juni anvisierte endgĂŒltige Abkommen, die Frage der Sanktionen gegen den Iran, und vor allem die zu erwartende Resolution des Sicherheitsrates unter der fĂŒr die Weltöffentlichkeit gröĂtmöglichen Lupe im Auge zu behalten.
Das Beispiel, wie mit einem souverĂ€nen Staat umgegangen wird, der fĂŒr keinen anderen eine Bedrohung darstellt und Zeit seiner Existenz nie einen anderen angegriffen hat, ganz gleich was irgendjemand sich zusammenphantasiert, wird Beispiel fĂŒr die tatsĂ€chliche Ordnung auf diesem Planeten sein.
