Schach dem Neoconopticon
Zusammenfassung: Bereits vor 20 Jahren beschlossen die RĂ€te von E.U./E.G. den Einbau von Abhöreinrichtungen in Telekommunikationshardware und die „Installation eines Netzwerks von Abhörzentren quer ĂŒber Europa“, die „ĂŒber alle nationalen Grenzen hinweg operieren“ und den „Zugang zu jeder Art von Kommunikation zur VerfĂŒgung stellen“ sollten, „eingeschlossen den zum Netz und zu Satelliten“. E.U./ E.G. folgten damit den Vorgaben der U.S.-Bundespolizei F.B.I.. AnschlieĂend wurde zur Jahrtausendwende die Ăberwachung der Telekommunikation innerhalb eines E.U.-Staates durch Stellen eines anderen E.U.-Staates, auch „ohne technische Hilfe“ des betroffenen Staates, durch das E.U.-Rechtshilfeabkommen festgelegt.
Anzunehmen ist, dass der „Untersuchungsausschuss“ des Bundestages zu AktivitĂ€ten von National Security Agency und Bundesnachrichtendienst, sowie die seit Juli 2013 begonnenen diesbezĂŒglichen „Snowden-EnthĂŒllungen“, sich als Farce und Ablenkungsmanöver entpuppen werden, die der Beförderung und weiteren ErmĂ€chtigung des Neoconopticon dienen sollen.
In bald zwei Jahren „Snowden-EnthĂŒllungen“ ist nichts besser geworden. Stattdessen wurde unsere Republik auĂer Funktion gesetzt. In der nun anstehenden Arie von weiteren „EnthĂŒllungen“ gibt es ein paar Dinge, die alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in der Republik Deutschland nicht aus den Augen lassen sollten, keine Sekunde lang.
1. Alle in staatlicher Funktion, ob in Regierung, Parlament, Justiz, hinab auf die Ebenen der BundeslĂ€nder und sogar Kommunen – wie der nicht unwichtigen Stadt Berlin – haben entsprechend ihrer Vorschriften und Pflichten des Grundgesetzes versagt oder ihre eigene Aufgabe und Arbeit sabotiert. DafĂŒr gibt es weder eine Entschuldigung, noch ist das ein Grund ihnen zu trauen.
2. WĂ€hrend derzeit durch Veröffentlichungen in „Bild“ und „Spiegel“, von denen sich jeder fragen sollte woher diese stammen, taktisch versucht wird die Aufmerksamtkeit auf Geheimdienstzentren wie in Bad Waibling zu lenken, die primĂ€r zur „AusspĂ€hung“ von Satellitenkommunikation dienen, wird die in 2002 begonnene „strategische Ăberwachung der Telekommunikation“ auch âvom und in das Auslandâ (Wortlaut: Bundesverfassungsgericht, Beschluss 1 BvL 7/08) ĂŒber die Telekommunikations-Konsortien durch Staat und Staatsdiener ignoriert. SpĂ€testens seitdem die Bundesregierung das Parlament im Mai 2012 explizit ĂŒber das (bereits ab 2005 begonnene) Kopieren der Telekommunikation am Frankfurter Netzknoten DE-CIX informierte, und der Bundestag passiv blieb, war das Parlament an der flĂ€chendeckenden AusspĂ€hung nicht nur der Bevölkerung in Deutschland, sondern weit darĂŒber hinaus, beteiligt und mitverantwortlich.
3. Seit Beginn der Snowden-AffĂ€re wurde stets darauf geachtet, keine aktuellen, sondern stets Jahre zurĂŒckliegende VorgĂ€nge zum Thema zu machen.
4. Als am 27. April die Kanzlerkandidatur von Sigmar Gabriel in 2017 an die Presse lanciert wurde, schrieb einer der wenigen klugen Twitter-Nutzer mit klassischer sozialdemokratischer, also nicht S.P.D.-Ausrichtung:
„Falls dies stimmt, werden wir eine Eskalation der BND-AffĂ€re erleben“
Die derzeitige Forderungen nach RĂŒcktritt von Innenminister Thomas de Maiziere, die zuerst von FunktionĂ€ren aus „Die Linke“ und dann S.P.D. wegen „Wirtschaftsspionage“ (!) erhoben wurden, aus der Boulevard-Presse massiv unterstĂŒtzt werden und sich ausgerechnet um den Kriegskonzern „European Aeronautic Defence and Space Company“ (heute Airbus Gruppe) als Symbol „deutscher Interessen“ (!?) drehen, sind in diesem Zusammenhang zu sehen.
Ăbrigens versuchte bereits zu Beginn der AffĂ€re der Geheimdienst, Seit an Seit mit seinem alten, nun, Vertrauensmann Frank-Walter Steinmeier, den möglichen Kanzlerkandidaten De Maiziere mit hinein zu ziehen. (9.August 2013, Spionage-AffĂ€re: B.N.D. versucht indirekt ex-Kanzleramtsminister de Maiziere ins Spiel zu bringen)
TatsĂ€chliche oder fiktive VorgĂ€nge, die in regelmĂ€Ăigen Veröffentlichungen von „Bild“ und „Spiegel“ beschrieben werden, sich allesamt aus Angaben aus dem B.N.D. oder / und Apparat selbst stĂŒtzen und faktisch unĂŒberprĂŒfbar sind, da die gesamte Gewaltenteilung fĂŒr den Spionage-Apparat schon vor Jahren ausgeknipst wurde, der Generalbundesanwalt des S.P.D.-Justizministeriums nur auf seinen HĂ€nden sitzt und das „Parlamentarische Kontrollgremium“ schon vor Jahren von einem Mitglied als „Placebo“ beschrieben wurde, werden fĂŒr machtpolitische Zwecke eingesetzt um einen möglichen Kanzler De Maiziere zu verhindern und als Kandidat bereits im Vorfeld abzuschieĂen. Wie im Falle des damaligen BundesprĂ€sidenten Christian Wulff (in 2010 noch mit Bild ohne Krach eingesetzter Surrogat-König im Zuge einer Rochade zum Schutze der Ewigen Kanzlerin), sehe ich hier eine klassische, zielgerichtete HyĂ€nen-Kampagne, die weder der Republik, noch ihren Menschen nutzt.
Dabei darf keiner vergessen, dass wir den jetzigen elektronischen Polizeistaat vor allem der „Sozialdemokratischen Partei Deutschlands“ zu verdanken haben. Kein einziges der Vorhaben und Agenden des Spionage- und Kontrollapparates, des Tiefen Staates, welche schon vor Kriegsausbruch in 2001 vonstatten gingen und danach in bald vierzehn Jahren immer weiter eskaliert voran getrieben wurden, wĂ€re ohne die Kollaboration der S.P.D. denkbar gewesen. Derweil haben „Die Linke“ und BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen zu keinem Zeitpunkt eine tatsĂ€chliche Opposition reprĂ€sentiert, sondern folgten stets der Kriegslogik, gerade auch im Inneren. Eine gemeinsame Regierung dieser drei Parteien wĂŒrde, nach aller Erfahrung ĂŒber die letzten Jahrzehnte, nichts besser, sondern alles nur noch schlimmer machen.
5. Aufregung, Ărger, temporĂ€re Empörung und Abreagieren an diesem oder jenem Sandsack, den die Bevölkerung von Staat, Parteien oder Boulevard-Presse vor die Nase gesetzt bekommt – sei es „Der Russe“, „der Islam“, „der Araber“, „der BND“, „der Ami“ oder „die NSA“ – sind weder Ersatz, noch Hilfe fĂŒr die vom Grundgesetz zwingend vorgeschriebene parlamentarische Demokratie und Gewaltenteilung. Solche Schlagworte und Propagandamechanismen sind Spiele, bei immer weniger Brot. Alle im Volk sollten einmal darĂŒber nachdenken, ob ihnen das reicht.
6. Eine Methode, die eigene Demokratie und Republik von oben zu sabotieren, ist gerade die Tolerierung, ja die (Be)Förderung von WillkĂŒr, Dekadenz, grenzenloser SelbstgefĂ€lligkeit, spieltheoretisch-ideologisch rechtfertigter Selbstsucht und Skrupellosigkeit der eigenen Untergebenen, sowie im Inneren der staatlich-administrativen Strukturen im eigenen Verantwortungsbereich insgesamt.
Die Regierungen Kohl, Schröder und Merkel – drei Kanzler in 32 Jahren, bei seit 25 Jahren immer gleichen Parlamentsparteien – haben mehr und mehr Behörden und Apparat freien Lauf gelassen, mehr und mehr das Grundgesetz ignoriert, mehr und mehr die Taktik der Sabotage von oben gefahren, ganze Ministerien zum Stillstand gebracht, nur um international abgestimmte PlĂ€ne voran zu treiben.
Als ein Beispiel sei hier das fĂŒr das Asylrecht zustĂ€ndige Innenministerium unter Wolfgang SchĂ€uble und Rudolf Seiters Anfang der 90er Jahre und das Finanzministerium ab 1999 unter dem unsĂ€glichen Hans Eichel benannt.
SchĂ€uble und Seiters lieĂen seinerzeit bereits kurz nach dem Mauerfall die Bearbeitung von AsylantrĂ€gen einfach kalt sabotieren, begannen gleichzeitig die „Asylanten“-Kampagne, sahen in aller Ruhe zu wie das Problem immer gröĂer wurde, lieĂen ihre faschistischen FuĂtruppen auf die FlĂŒchtlinge los und anschlieĂend kassierte die Regierung zugunsten ihrer 1992 neu geschaffenen „EuropĂ€ischen Union“ im Zuge einer ganzen Welle von VerfassungsĂ€nderungen nicht nur das tatsĂ€chliche Asylrecht fĂŒr politisch Verfolgte in Artikel 16, sondern bauten groĂe Teile der beginnenden Berliner Republik bereits im Ansatz ab.
Die Kommerzialisierung („Privatisierung“) von Bundesbahn, Bundespost (heute „Telekom AG“), die desaströsen Regelungen der „konkurrierenden Gesetzgebung“, etc, etc, es lieĂe sich endlos aufzĂ€hlen, wie sehr die damaligen VerfassungsĂ€nderungen das Leben der Menschen bis heute verschlechterten und verschlimmerten. Innenminister Seiters trat 1993 ĂŒbrigens zurĂŒck, nachdem ein V-Mann vom Verfassungsschutz in der Roten Armee Fraktion aufgeflogen und u.a. ein GSG 9 Polizist unter sehr merkwĂŒrdigen UmstĂ€nden in Bad Kleinen erschossen worden war. Ich wette, darĂŒber redet heute auch keiner mehr.
Unter dem gelernten Volksschullehrer Hans Eichel, einem der gröĂten Trottel der jemals ein AmtsgebĂ€ude von innen sah, wurde das Finanzsystem mit Namen „Euro“ auf die Bevölkerung losgelassen. Mit einem Schlag halbierten sich damals die Löhne. Die Preise aber, die blieben oft gleich, oder wurden kurz gesenkt, wenn es zu sehr auffiel. Welche Enteignung den Menschen damals, mit viel Tamtam ĂŒber „Europa“, angetan wurde, haben die Meisten schon vergessen. Minister Eichel versaute und ruinierte von 1999 bis 2005 im Finanzministerium wirklich alles was er nur konnte bzw nicht konnte. Steuereinnahmen brachen weg, Eichel „atomisierte“ (Originalton Wolfgang Bosbach) die Körperschaftssteuer. Er machte irgendwann einfach nichts mehr, auĂer sich deswegen rauszureden. Das Regiment ĂŒberlieĂ er StaatssekretĂ€r Caio Koch-Weser, vorher Weltbank-Direktor und spĂ€ter Berater der Deutschen Bank, sowie ab 2003 seinem Ministerialdirektor Jörg Asmussen, der spĂ€ter zum StaatssekretĂ€r und dann in die „EuropĂ€ische Zentralbank“ aufstieg. In 2009 ĂŒbernahm die durch den Lissabon-Vertrag nun gewaltig ermĂ€chtigte E.Z.B. Erbe und ZĂŒgel der regierungsdeutschen Finanzpolitik, Seit an Seit mit dem neuen Finanzminister SchĂ€uble, der die gleiche Taktik wie Anfang der 90er als Innenminister des gerade vereinigten Deutschlands nun mit einem ganzen Kontinent ausprobierte: Kalte Sabotage von oben, zur Entstaatlichung der Staaten, der Zerschlagung von gleich Dutzenden von Demokratien im Staatenbund „EuropĂ€ische Union“.
7. The Big Bild.
Was nun in der aktuellen AffĂ€re mit einzukalkulieren ist: nachdem B.N.D. und assoziierten KrĂ€fte von der Regierung jahrelang von der Leine gelassen wurden und selbstverstĂ€ndlich ein unkontrolliertes Eigenleben begonnen haben, könnte genau dieses Chaos, genau diese unkontrollierte WillkĂŒr des Apparats nun dafĂŒr benutzt um die seit dem Kaiserreich, Weimar, Faschismus, Westdeutschland und in der Berliner Republik hindurch nie substanziell hinterfragte, nie gebrochene Machtarchitektur des Spionage-Apparats ausgerechnet auf die paneuropĂ€ische Ebene und damit auf die „Monkeyshoulder“ („Affenschulter“) auch noch Dutzender anderer europĂ€ischer Staatsvölker und Demokratien zu transferieren – mit der aktuellen Geheimdienst-AffĂ€re als BegrĂŒndung, bei gleichzeitig echt „atlantischer“ Tauschbörse mit dem Imperium der Vereinigten Staaten von Amerika.
Nicht nur ist der Transfer von „gewonnenen“ Informationen (und damit Macht) der Spionagedienste, wie dem Bundesnachrichtendienst, an ein neues „European Counter-Terrorism Centre“ (E.C.T.C) bei Europol – einer faktischen Schwesterorganisation des „National Counterterrorism Center“ N.C.T.C., Vorbild fĂŒr die populĂ€ren „Jack Bauer“-„24“-Gruselgeschichten und seines „C.T.U.“ – Teil der aktuellen Agenda der „EuropĂ€ischen Union“ und ihrer Kommissare, ein Abkommen namens „Data Protection Umbrella Agreement“ mit den Vereinigten Staaten inklusive; es ist genau das, womit wir bei Radio Utopie seit Beginn der Snowden-AffĂ€re gerechnet haben. (24. Juni 2013, Snowden-AffĂ€re: âEuropĂ€ische Institutionen mĂŒssen die Kontrolle der Dateninfrastruktur ĂŒbernehmenâ)
Und es entspricht haarscharf den seit Jahrzehnten in engster Abstimmung und Kollaboration mit den U.S.-Stellen, namentlich dem F.B.I., vorangetriebenen Kontrollmechanismen und Agenden von „Enfopol“, dem Europol als Institution folgte.
Am 17. Januar 1995 legte der Rat der „EuropĂ€ischen Gemeinschaft“ in seiner „Enfopol“-Resolution (96/C 329/01) zum „gesetzlichen Abfangen von Telekommunikation“ (dt. Version: „ĂŒber die rechtmĂ€Ăige Ăberwachung des Fernmeldeverkehrs„) fest, dass staatlichen Stellen der Zugang zu jedweder transferierten oder ĂŒbertragenen Telekommunikation ermöglicht werden sollte, explizit durch die Telekommunikationsfirmen, Konzerne und Industrien, u.a. durch bereits in die Hardware eingebaute Spionage-Installationen gegen die ahnungslosen „Kunden“.
Zu diesem E.G.-Ratsbeschluss schrieb bereits am 29. April 1999 der „Guardian“ in „Intercepting the Internet („Abfangen des Internets“):
„In dieser Woche erlangte Dokumente der EuropĂ€ischen Kommission enthĂŒllen PlĂ€ne die Hersteller und Betreiber zu verpflichten ÂŽAbfangeinrichtungen` („interception interfaces“) fĂŒr das Internet und alle zukĂŒnftigen digitalen Kommunikationssysteme einzubauen. Die PlĂ€ne, vorgeschlagen von einer U.S.-gefĂŒhrten internationalen Organisaton von Polizei- und Sicherheitsagenturen (Anm.: dem („International Law Enforcement Telecommunications Seminar“), werden den E.U.-Ministern fĂŒr Justiz und Innere Angelegenheiten Ende Mai vorgeschlagen werden. Diese erscheinen in Enfopol 19, einem zurĂŒckgehaltenen („restricted“) Dokument, was an die in London basierte Foundation for Information Policy Research weitergegeben („leaked“) wurde.
Die PlĂ€ne erfordern die Installation eines Netzwerks von Abhörzentren quer ĂŒber Europa, die fast augenblicklich ĂŒber alle nationalen Grenzen hinweg operieren, Zugang zu jeder Art von Kommunikation zur VerfĂŒgung stellen („providing“), eingeschlossen den zum Netz und zu Satelliten. Ein deutsches Abhörzentrum könnte Internet-Nachrichten in GroĂbritannien abfangen, oder ein britischer Detektiv könnte ein niederlĂ€ndisches TelefongesprĂ€ch abhören. Es könnten sogar mehrere Abhörzentren gleichzeitig hinein lauschen.“
Am 29. Mai 2000 beschloss der Rat der „EuropĂ€ischen Union“ das E.U.-Rechtshilfeabkommen („ĂŒber die Rechtshilfe in Strafsachen zwischen den Mitgliedstaaten der EuropĂ€ischen Union“), was in Artikel 20 ausdrĂŒcklich die „Ăberwachung des Telekommunikationsverkehrs ohne technische Hilfe eines anderen Mitgliedstaats“ regelt.
Im Klartext: Spione, Agenten, Geheimdienste, Behörden, Polizei, etc, bzw deren angestellten Detektive eines E.U.-Mitgliedstaates wurden nach diesem E.U.-Rechtshilfeabkommen befugt, Telefonate, Internet, Kommunikation in einem anderen E.U.-Mitgliedsstaat auszuspionieren, ohne dass dort ĂŒberhaupt jemand tĂ€tig werden musste.
Heise.de dazu einen Tag spÀter, am 30. Mai 2000:
„Das Parlament hatte die Streichung des Paragraphen 18, der die „Ăberwachung von Personen im Hoheitsgebiet anderer Mitgliedstaaten ohne deren technische Hilfe“ regelt, gefordert. Der Rat wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Menschenrechte und Grundfreiheiten, wie sie im Vertrag ĂŒber die EuropĂ€ische Union anerkannt wurden, gewahrt werden wĂŒrden. Auch distanzierte er sich von dem Vorwurf, ĂŒber einheitliche Ăberwachungsschnittstellen Wirtschaftsspionage zu ermöglichen.„
Die Sachlage bestĂ€tigt auch das zur Ăberwachung der Telekommunikation „vom und in das Ausland“ an den Netzknoten bzw „Auslandsköpfen“ (AKĂ) in Deutschland von uns zitierte Gutachten (hier gespiegelt) der Forschungsgruppe Kriminologie des Max-Planck-Instituts fĂŒr auslĂ€ndisches und internationales Strafrecht vom Juli 2006:
„Das genannte EU-RechtshilfeĂŒbereinkommen von 2000 sieht im ĂŒbrigen in dem schon erwĂ€hnten Art. 20 ausdrĂŒcklich die Möglichkeit der Ăberwachung des Telekommunikationsverkehrs durch einen anderen Staat ohne technische Hilfe â und das bedeutet faktisch: ohne Mitwirkung â des betroffenen Mitgliedsstaates vor. Danach ist die Ăberwachung des Telekommunikationsverkehrs auch dann möglich, „wenn der in der Ăberwachungsanordnung bezeichnete Telekommunikationsanschluss der Zielperson im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedsstaats genutzt wird“; der andere Mitgliedsstaat ist, sofern von diesem „fĂŒr die DurchfĂŒhrung der Ăberwachung keine technische Hilfe benötigt wird“, lediglich zu unterrichten.
Damit ist die technische Möglichkeit der AKĂ europarechtlich bereits antizipiert.“
Damit dĂŒrfte sich das ganze AusmaĂ an Heuchelei und Zynismus offenbaren, was praktisch die gesamte „politische Klasse“ und Presse dieser Republik, aber leider z.B. auch in Ăsterreich und Frankreich, derzeit an den Tag legt. Bestenfalls ist von Ignoranz und UnfĂ€higkeit in Sachen Politik, Journalismus, Justiz und Recht zu sprechen. Gemeinsames Interesse dieser Beteiligten – ob bewusst oder unbewusst, ob aktiv oder passiv – ist die Zerstörung des anvisierten Zielobjekts: die eigene Demokratie.
Der „Untersuchungsausschuss“, samt seiner nĂ€chsten AuffĂŒhrung am Donnerstag, kann kommen.
Mit den besten GrĂŒĂen vom Hunpower Media Complex.
(…)
Quellen hinzugefĂŒgt am 04.05.2015 und am 05.05.2015. Der Begleittext zu den Quellen wurde entsprechend leicht verĂ€ndert.

