Wer hat den Invasoren Syriens, wieder mal, den denkbar größten Gefallen getan?

Fünf Tage nachdem die neue U.S.-Regierung nach sechs Jahren und Hunderttausenden von Toten den Umsturzversuch in Syrien aufgibt und damit die Invasionsmächte in der "Europäischen Union", Großbritannien, Frankreich und Deutschland mit dem Eingeständnis der offenen, epischen Niederlage in der Syrien-Invasion konfrontiert, einen Tag nach einem blutigen und heimtückischen Attentat in der U-Bahn von St. Petersburg, nach welchem der F.S.B. blitzartig den schon zuvor beobachteten Kopf eines 22-jährigen zentralasiatischen Einzelgängers aus der Tasche des "Selbstmordattentats" und die Aufmerksamkeit der russischen Öffentlichkeit und russischen Präsidenten und Oberbefehlshabers auf sich zieht, und am selben Tag, an dem in Brüssel die von "Europäischer Union" und "Vereinten Nationen" getragene Syrien-Konferenz der Invasionsmächte Deutschland, Kuwait, Norwegen, Katar und Großbritannien (mit insg. 70 Staaten) beginnt, greift nach Angaben von "Aktivisten", der berüchtigten Ein-Mann-"Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" in London von Osama Suleiman, von 2851 "Weißen Helmen" unter Chef Raed Al Saleh, sowie Augenzeugen der "Bild"-Zeitung ein russischer Jet die syrische Stadt Khan Sheikhoun (Ḫān Šayḫūn, Chan Schaichun) an und bombardiert diese demnach mit Giftgas.

24 Stunden lang schweigt der russische Generalstab. Dann verkündet dieser über Youtube (?!) und über Facebook (?!) nicht nur den allerdümmsten denkbaren Schwachsinn, sondern auch noch eine für die bekannten bellizistischen Medien in den Invasionsmächten leicht zu widerlegende Lüge: es sei die syrische Luftwaffe gewesen, die die Stadt bombardierte, und diese habe "unbeabsichtigt" (!) ein Chemiewaffen-Labor der "Rebellen" getroffen, die von da aus wiederum schon Giftgas in den Irak geliefert hätten.

Ein Auszug aus dem entsprechenden Artikel von "RT", der die Youtube-Militärs der Russischen Föderation spiegelt:

"Russische Militärquellen behaupten, dass alle Opfer der Giftgasattacke in Syrien auf einen Luftangriff zurückzuführen sind, der unbeabsichtigt auch ein C-Waffen-Lager der so genannten Rebellen traf. Es seien ein großes Munitionslager der Terroristen und eine Ansammlung von Militärgerät bombardiert worden. "Auf dem Gelände des Depots waren Werkstätten, in denen chemische Munition hergestellt wurde", erklärte ein russischer Militärsprecher am Mittwoch über YouTube."

Obwohl also die russische Aufklärung über solche Erkenntnisse verfügte, wurde das Lager dann ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt unbeabsichtigt angegriffen...

Was sich der russische Generalstab unter Valeri Gerassimow hier wieder einmal leistet, ist ein Albtraum der Falschheit; und Wladimir Putin, so man ihm konstatiert die Interessen der Russischen Föderation zu vertreten und nicht die Lobby des fünfzehnjährigen Terrorkrieges, desaströse Schwäche und Versagen.

(...)

Artikel zum Thema:
12.12.2016 Palmyra: Verrat in Damaskus und Moskau
Der gesamte Ablauf der erneuten Eroberung von Palmyra (im Arabischen: Tadmur) durch die Milizen des „Islamischen Staat“ deutet darauf hin, dass die Stadt seitens der Militärs und Geheimdienste von Syrien und Russland genauso organisiert übergeben wurde, wie anschließend das eigene Militärgerät.

07.08.2016 Söldnerarmeen des „Westens“ siegen bei Aleppo, Präsident der Türkei besucht Russland
Kurz vor dem Besuch des türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan in Moskau erleidet Syrien bei Aleppo gegen die Invasionsmächte eine schwere, eine seltsame Niederlage.

24.11.2015 Abschuss über Syrien: Wieder mal schlechtes Wetter im russischen Verteidigungsministerium?
Komme jetzt keiner der Weltöffentlichkeit mit irgendwelchem Schwachsinn wie dem Wetter, Landemanöver bei Luftwaffenstützpunkten und ähnlichem. Der Bevölkerung im U.S.-Einflussbereich wird schon von der hiesigen Propaganda-Maschinerie die sich „Presse“ schimpft die Hucke vollgelogen. Da brauchen wir nicht auch eine russische.

13.12.2012 Syrien-Krieg: Ist Russland ein Lakai der N.A.T.O.? Will es noch ein Blutbad in Asien?
Man kann sich nicht, man muss sich fragen, wer das russische Außenministerium kontrolliert. Das Gleiche gilt für das syrische Außenministerium von Walid al Muallem (Walid al-Moallem), dessen Sprecher Jihad Makdissi am 23. Juni um die Bombardierung bettelte, um dann Anfang Dezember als Überläufer sehnlichst in Washington bzw der U.S.-Botschaft in London erwartet zu werden, dort aber angeblich nie ankam.

14.10.2012 Wer kontrolliert das syrische Außenministerium?
Eines ist sicher: ein Gehirn ist es nicht. Und wenn, dann ist es nicht aus Syrien.

23.07.2012 Verrückte in Damaskus: Syrien-Regime bettelt um die Bombardierung
Die offizielle regimetreue Nachrichtenagentur „Syrian Arab News Agency“ meldet soeben unter Bezug auf eine Pressekonferenz des Sprecher vom syrischen Außenministerium, Jihad Makdissi: „Syrien wird jedwede chemischen Waffen, wenn diese existieren, während der internen Krise in Syrien nicht einsetzen"

22.03.2011 Libyen-Krieg: Neue Sitzung der Schwachmächte im UNO-Sicherheitsrat
Die Weltschwächlinge China und Russland beschweren sich bei den USA, Großbritannien und Frankreich über einen Krieg gegen Libyen, den sie selbst erst ermöglicht haben. Auch die Atomschwachmacht Indien, dessen Regierung sich am 17.März in New York ebenfalls der Stimme enthalten hatte, entdeckt mittlerweile zu was sie sich eigentlich enthalten hat.

Artikel am 06.04.2017 um 12.44 Uhr im ersten Satz ergänzt und bezüglich der Leitung von "Syrischer Beobachtungsstelle für Menschenrechte" in London (Osama Suleiman) und von "Weißen Helmen" (Raed Al Saleh) korrigiert. Ein Rechtschreibfehler am 06.04.2017 um 14.09 Uhr korrigiert.

Ein Rechtschreibfehler am 27.06.2017 korrigiert.