Euro-Linke in Griechenland: „Europa braucht neuen Plan um die europĂ€ische Integration zu vertiefen“

Einer der Vorsitzenden des Ablegers der 2004 maßgeblich durch die damalige PDS geschaffene „EuropĂ€ischen Linken“ in Deutschland, Bernd Riexinger, besucht Athen und reiht sich dort in die Demonstration des griechischen Ablegers SYRIZA ein. Deren Vorsitzender Alexis Tsipras wiederum wirbt – im Angesicht der Zerschlagung der eigenen Demokratie durch einen unter dem Siegel „pro-europĂ€isch“ agierenden und maßgeblich aus Deutschland heraus gelenkten brutalen Euro-Kapitalismus – im britischen „Guardian“ fĂŒr einen „neuen Plan die europĂ€ische Integration zu vertiefen“.

Banken-Kartell fordert Griechenlands staatliche GlÀubiger, E.Z.B., E.U. und I.W.F. zu Schuldenschnitt auf

Griechenland kann seine mit Hilfe der Systematik des Euro-Systems an den GeldmĂ€rkten erpressten Schulden nicht mehr bezahlen. Alle wissen das. Im Rattenrennen auf der Flucht vor dem unvermeidlichen Schuldenerlass – und diesmal einen echten – geht nun ausgerechnet das weltweite Banken-Kartell „Institute of International Finance“ in FĂŒhrung und fordert den „Internationalen WĂ€hrungsfonds“ (I.W.F.), die „EuropĂ€ische Union“ (E.U.), die Frankfurter Euro-Zentralbank E.Z.B und damit vor allem Deutschland auf, die Zinsen fĂŒr Griechenland zu senken.

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Analyse: Das Euro-System verliert die Kontrolle ĂŒber Spanien und Portugal

Spaniens Premierminister Rajoy sagt nicht Ja zur geforderten Unterschrift unter eine institutionalisierte Finanzdiktatur durch I.W.F., E.Z.B, E.U. und der Regierung Deutschlands und ihre internationale Organisation E.S.M., weil er es nicht mehr kann. Selbst die VerrĂ€termaschinen der etablierten Gewerkschaften CCOO (Arbeiterkommissionen) und UGT (Allgemeine Arbeiterunion), deren Kader noch am 6. September zusammen mit dem Vorsitzenden des deutschen und des internationalen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer, die „Ausstattung des ESM mit einer Banklizenz“ als „den einzig gangbaren Weg gegen die Übermacht der Spekulanten und FinanzmĂ€rkte“ bezeichneten, verlieren die Kontrolle und versuchen sich verzweifelt vor dem vom arbeitenden Volk geforderten Generalstreik zu drĂŒcken, indem sie sich ausgerechnet „mit der europĂ€ischen Gewerkschaftsbewegung“ abstimmen wollen – also auf den maßgeblich vom „Deutschen Gewerkschaftsbund“ beeinflussten „EuropĂ€ischen Gewerkschaftsbund“ heraus reden – und auf November vertrösten wollen.

Generalstreik in Griechenland: Livestream aus Athen

Athen: Die beiden grĂ¶ĂŸten GewerkschaftsverbĂ€nde der Republik Griechenland, die Dachorganisation der GewerkschaftsverbĂ€nde von Angestellten und Beamten des Öffentlichen Dienstes ADEDY, sowie die bereits 1918 im Königreich gegrĂŒndete Dachorganisation der Arbeitenden in den kommerziellen Betrieben GSEE, haben heute zum landesweiten Generalstreik aufgerufen. Alle RĂ€der stehen still.

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