Strategisches Ziel vom Gaza-Krieg Israels: Die Entsendung deutscher Soldaten in den Gazastreifen

Das strategische Ziel des Regimes in Jerusalem ist, unter dem von den Regierungen in Washington und Berlin gedeckten Propaganda-Terminus „Entmilitarisierung“ bzw „Demilitarisierung“ („demilitarization of Gaza“) die Entsendung einer internationalen Besatzungsstreitmacht, die die israelische Kolonie Gaza nun anstelle der eigentlichen Besatzungsmacht unterdrĂŒcken soll. Deutsche Soldaten, nach der Entsendung Spielmasse fĂŒr Attentate und strategisches Mittel um die tödlich beneidete Berliner Republik in die eigenen Machenschaften verwickelt zu halten, stehen dabei fĂŒr das Regime ganz oben auf der PrioritĂ€tenliste.

Geostrategischer Hintergrund dabei ist die Mittelmeerunion, die 2008 vom PrĂ€sidenten von Frankreich, Nicolas Sarkozy und der ewigen Kanzlerin der Einheitsregierung ĂŒber Deutschland, Angela Merkel, aus dem Hut gezogen wurde, nachdem zuvor offensichtliche Versuche Israel irgendwie in die „EuropĂ€ische Union“ zu bekommen wieder fallen gelassen worden waren und man sich entsprechend umorientiert und einen neue Strategie entwickelt hatte.

In vier Staaten der neuen Mittelmeerunion, auf dem Reißbrett des neuen Imperialismus, Kolonialismus und seines 2001 ausgebrochenen Terrorkrieges, gab es in den letzten Jahren UmstĂŒrze bzw Invasionen oder entsprechende Versuche, die aufeinander aufbauten und sich in schneller Abfolge abspielten: in Tunesien, Ägypten, Libyen und Syrien.

Der Revolution in Tunesien Ende 2010 – obgleich authentisch, doch blitzkriegartig in die imperialen Konzepte eingebaut – folgte die Revolution Ägypten Anfang 2011. Nach dem vom Imperium der Vereinigten Staaten von Amerika so nicht geplanten RĂŒcktritt vom Co-Vorsitzenden der Mittelmeerunion neben Angela Merkel, Diktator Hosni Mubarak,  – den explizit Merkel und die anderen Regierungen der „EuropĂ€ischen Union“ versucht hatten mit allen Mitteln im Amt zu halten – sowie seines Geheimdienstchefs Omar Suleiman am 11. Februar 2011, erfolgte am 17. Februar 2011 in Libyen der „Aufstand“ plötzlich von Diktator Gaddafi abgefallener MilitĂ€reinheiten, der in Benghazi seinen Anfang nahm.

Auffallend: der Ablauf glich auffallend einem Plan des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 fĂŒr einen MilitĂ€rputsch im MĂ€rz 1996 ĂŒbereinstimmt, der im Zuge eines Angriffs auf MilitĂ€ranlagen in Tarhuna, von orchestrierten Protesten in den StĂ€dten Benghazi, Misratah und Tripolis, einem durch MilitĂ€rs unter der Flagge von “Islamisten” durchgefĂŒhrten Attentat auf Gaddafi und der Installation einer Übergangsregierung vor Verhandlungen mit den StammesfĂŒhrern erfolgen sollte (hier ein Foto mĂ€ĂŸiger QualitĂ€t, aber lesbar, vom Original-Papier).

Bekannt wurde das MI6-Konzept in 2000 durch den ex-MI5-Agenten David Shayler. Seine damalige Partnerin Annie Machon dĂŒrfte dem einen oder anderen ein Begriff sein.

Zwei Tage vor Ausbruch des Putsches in Libyen am 17. Februar 2011 und der nachfolgenden Invasion Libyens waren Kriegsschiffe der Bundeswehr “Richtung Mittelmeer” aus Wilhelmshaven ausgelaufen – wie sich heraus stellte nach Libyen: der Einsatzgruppenversorger A 1411 Berlin, die Fregatte F 209 Rheinland-Pfalz und die Fregatte F 123 Brandenburg. Bereits unmittelbar nach Ausbruch des Putsches waren Luftlandeeinheiten der Bundeswehr in Libyen im Einsatz.

Am 24. Februar 2011 verwies ich dezent auf das MI6-Papier. Obwohl alle Staatsparteien, MilitĂ€r und Informationsindustrie die Vorbereitungen zum Angriffskrieg von deutschem Boden aus gegen Libyen deckten, entschied sich die Einheitsregierung Merkel dann, aus leuter Ehrerbietung gegenĂŒber unserer Verfassung, sich bei der Abstimmung ĂŒber die Invasion im U.N.O.-Sicherheitsrat am 17. MĂ€rz 2011 der Stimme zu enthalten. Der damalige Verteidigungsminister Thomas de Maiziere, der gerade den Ehrendoktor zu Guttenberg abgelöst hatte, ĂŒbernahm den Oberbefehl ĂŒber deutsche Kriegsschiffe in N.A.T.O.-VerbĂ€nden und zog die Bundeswehr aus dem Kriegsgebiet und auch aus den A.W.A.C.S.-EinsĂ€tzen heraus. Ich schrieb nie den zweiten Teil der Artikelserie.

Wer jetzt schon weint, weil er unfĂ€hig ist zu denken: die CybertĂŒr ist offen. Hauen Sie doch ab, wenn Sie wollen. Ist ein freies Land.

Nach offizieller Darstellung begann der „BĂŒrgerkrieg“ in Syrien im MĂ€rz 2011, die heute, drei Jahre und Hunderttausende von Toten spĂ€ter, von manchen als Invasion begriffen wird. Doch erobert wurde Syrien nicht. In Moskau hatte man lesen gelernt.

Die Lage in PalĂ€stina stellt sich nun so da: Die Hamas hat schon vor Jahren mehrfach erklĂ€rt, dass sie eine Zwei-Staaten-Lösung und damit auch Israel anerkennen wĂŒrde (1, 2, 3), im Rahmen der damit verbundenen UnabhĂ€ngigkeit PalĂ€stinas von seiner Kolonialmacht. Dass auch dies von den Menschen gerade in Deutschland nicht begriffen wird, liegt an deren Unvermögen selbst die einfachsten ZusammenhĂ€nge in Zusammenhang zu bringen, angefangen mit Buchstaben. Sie sind zu dumm. Auch Du, mein Leser. Das ist das Problem.

Ein Symptom dieses Problems: Es scheint keinen groß zu erstaunen, dass die blutige „Suche“ nach drei „entfĂŒhrten“ israelischen Jugendlichen im Westjordanland – das erste Alibi des Kolonialkrieges von Israel gegen den hilflosen Gazastreifen – nun in die blutige „Suche“ nach einem entfĂŒhrten Soldaten gemĂŒndet hat; just zu dem Zeitpunkt, an dem das israelische Regimes drohte die geliebte (und fĂŒr das weitere Ausleben seines Sadismus und seiner Menschenverachtung unbedingt erforderliche) Opferrolle zu verlieren. Diese Opferrolle hat es bei den bekannten Spinnern, gerade in Deutschland, trotz 1500 ermordeter hilfloser und unschuldiger Menschen immer noch. Nur langten diese Spinner einfach nicht mehr, um die UnterstĂŒtzung im Inland und weltweit fĂŒr das Massaker der israelischen MilitĂ€rs aufrecht zu erhalten. Nun aber, ja nun muss man weitersuchen. Die Hamas ist schuld.

Sie hatte zwar mit der „EntfĂŒhrung“, der Ermordung der israelischen Jugendlichen nichts zu tun, wie das Regime in Jerusalem im Nachhinein in die Presse druckste. Aber das ist doch schon soooo lange her. Wen schert das denn noch? Die Fakten. Die Fakten muss man schaffen. Fakten, Fakten, Fakten. Was mĂŒssen Leser denn noch denken…?

Wer dies dennoch nicht lassen kann, dem empfehle ich die Studie der seltsamen EntfĂŒhrung von Gilad Shalit in den Gazastreifen am 25. Juni 2006. Nach eigenen Angaben hatte die israelische Armee zuvor prĂ€zise Hinweise auf einen Überfall erhalten, bei dem ein Tunnel benutzt werden sollte. Der MilitĂ€rposten Kerem Shalom hatte sich zum Zeitpunkt dieses offiziell erwarteten Überfalls in Alarmzustand befunden.

Eine weitere zu empfehlende Leseprobe: die offenbar vom Shin Bet aufgedeckte vorgetĂ€uschte EntfĂŒhrung eines israelischen Soldaten im August 2009, zum Jahrestag der gescheiterten Invasion im Libanon 2006.

Die Kassam-Brigaden, der militĂ€rische Arm der Hamas, hat heute Morgen die Verantwortung fĂŒr die EntfĂŒhrung des israelischen Soldaten ĂŒbernommen. Auf ganzer Linie ein Geschenk fĂŒr das israelische Regime. In Katar kann Khaled Mehsal nun die Korken knallen lassen. Das Abschlachten der PalĂ€stinenser geht weiter, zu Ehren der „islamischen Befreiungsorganisation“.

ErgÀnzung 12.10 Uhr

Auch mir passiert es noch, „Reuters“ als Nachrichtenagentur zu betrachten. Die Kassam-Brigaden haben heute Morgen nicht die Verantwortung fĂŒr die EntfĂŒhrung des israelischen Soldaten ĂŒbernommen, sondern im Gegenteil diese bereits gestern Abend dementiert, wie mich heute „Mein Parteibuch“ eines Besseren belehrt. Die „Reuters“-Meldung habe ich falsch gelesen, das tut mir leid. Keine Entschuldigung. Das Bild wird rund.

Es sei hier nochmals gesagt: das Abschießen von Raketen aus dem Gazastreißen auf israelisches Territorium nĂŒtzt nur dem israelischen Regimes. MilitĂ€risch, politisch und vor allem moralisch ist es fĂŒr die PalĂ€stinenser nicht nur sinnlos, sondern kontraproduktiv, ja verheerend. Was wĂ€ren die gekauften Kriegstreiber in der deutschsprachigen Presse ohne ihren ewigen „Bombenalarm in Tel Aviv“? So lĂ€sst es sich weiter frei nach Handbuch heucheln, beim „RasenmĂ€hen“ in PalĂ€stina.

Wem aufgefallen ist: seit dem Abend des 28. Juli haben wir keine Meldungen zum Massaker und Massenmord des israelischen Kolonialregimes mehr auf die Nachrichtenagentur Radio Utopie gestellt. Archiv der Nachrichtenagentur vom 28., 29., 30., 31. Juli. Gestern stellten wir als erste Meldung seit Tagen das Herumgedruckse des russischen Außenministeriums ein, eine wahre Meisterleistung, nur 1500 Tote spĂ€ter.

Warum stellten wir die letzten Tage zum Massenmord des zio-faschistischen Regime Israels keine Meldungen mehr ein? Weil wir mit der Strategie der Regierungen in Berlin, Washington und Jerusalem gerechnet haben. Weil das Regime Israels und seine HintermĂ€nner in den es stĂŒtzenden Regierungszentralen mit maximaler Grausamkeit und perfider HeimtĂŒcke die Menschen hier und weltweit dazu bringen wollen schlicht auszurasten, gegen jeden und alles, voran die jĂŒdische Kirche, an die sich das Regime des „jĂŒdischen Staates“ wie ein Ertrinkender klammert, genau wie an die Berliner Republik. Jede Abscheulichkeit, jede Menschenverachtung, jede gemeine LĂŒge, dass soll nicht die einer (heutzutage) ganz normalen Regierung sein, nein, nein – sondern die der gesamten jĂŒdischen Kirche und Gemeinden, bittesehr. Schließlich sei man doch der „jĂŒdische Staat“. Und wer da was dagegen habe, der sei ein Antijude.

Ich möchte diesbezĂŒglich nochmal darauf hinweisen, dass der Begriff Semit bzw Antisemit ein ethnischer Begriff ist. Meine Frage: Welcher Jude in Kreuzberg oder Brooklyn ist denn Semit? Der stĂ€ndige Versuch eine ganze Kirche auf dem Planeten zu ethnifizieren bzw daraus einen genetischen Zusammenhang zu basteln, wie gewisse „rot-rote“ Bundesbanker und Finanzsenatoren zu Berlin, ist rechtlich und politisch eine biologistisch-ideologische, rassistische Konstruktion und steht als Esoterik oder Glaube unter dem Schutz der Religionsfreiheit – das warÂŽs dann aber auch schon. In Recht und Republik hat dieser biologistische Wahn nichts verloren. Glaube ist nicht vererbbar, Gott sei Dank, auch nicht der Glaube an irgendwelchen unlogischen Schwachsinn. Den hat jeder und jede selbst zu verantworten. Gerade fĂŒr RegierungsfunktionĂ€re und ihre MilitĂ€rs gilt das.

Wir bei Radio Utopie gehen davon aus, dass nach ca. 2000-2500 ermordeten PalĂ€stinensern in den israelischen Kolonialgebieten das Jerusalemer Regime in seiner ganzen perfiden, maximal zynischen Taktik mit TrĂ€nen in den Augen dastehen und sagen wird: „Ihr Deutschen seid doch so moralisch, so pazifistisch! Ihr habt doch noch dieses Mitleid, Ihr Gutmenschen! Also gebt uns doch Eure Soldaten! Aber zack zack!“

Das wird nicht das erste Mal sein, dass das israelische Regime und seine kleinen bellizistischen, verlogenen Kollaborateure in Deutschland das versuchen werden (1, 2, 3, 4). Vorneweg handlangern werden natĂŒrlich die Contras der Gysi GmbH „Die Linke“. Wieder wird es scheitern.

PalĂ€stinas PrĂ€sident Mahmud Abbas, den wir hier mal als solchen bezeichnen wollen, hatte es von Anfang an in der Hand das Massaker gegen seine Landsleute zu beenden, jederzeit. Er tat es nicht. Bis heute hat er das Römische Statut nicht unterzeichnet und sich und den PalĂ€stinensern die Chance genommen die Kriegsverbrecher Israels vor dem Internationalen Strafgerichtshof zur Rechenschaft zu ziehen, wozu ihn ĂŒbrigens ausgerechnet die Hamas gedrĂ€ngt hat.

Abbas soll mit diesen weinerlichen ErklĂ€rungen und AnkĂŒndigungen aufhören und endlich seine verdammte Pflicht tun. Worte kann er sich sparen. Taten oder nichts.

Das Gleiche gilt fĂŒr die Organisation der Vereinten Nationen. Es nĂŒtzt nichts, wenn sich der Leiter des Hilfswerk der Vereinten Nationen fĂŒr PalĂ€stina-FlĂŒchtlinge Pierre KrĂ€henbĂŒhl nach dem Massaker in der MĂ€dchenschule in Jabalia am 29. Juli hinstellt und erklĂ€rt, man habe den israelischen MilitĂ€rs siebzehn Mal den genauen Standpunkt dieses U.N.R.W.A. FlĂŒchtlingslagers durchgegeben, es habe drei EinschlĂ€ge gegeben (also nicht etwa einen zufĂ€lligen) und es sei das sechste Mal in den Tagen dieses neuen Krieges gegen den Gazastreifen, dass eine Einrichtung des U.N.-Hilfswerks vom israelischen MilitĂ€r beschossen worden sei. Es nĂŒtzt nichts, diesen Massenmord in der „stĂ€rkstmöglichen Form“ zu verurteilen. Was hilft, ist ein Kriegsverbrechertribunal fĂŒr Benjamin Netanjahu und seine Kumpanen.

Wo ist die Untersuchungskommisson des U.N. Menschenrechtsrats, die am 24. Juni wegen Verletzungen von Völkerrecht und Menschenrecht durch israelische MilitÀroperationen beschlossen wurde? Sitzt man sich auch bei den Vereinten Nationen gegenseitig auf den HÀnden rum?

All denjenigen, die in den letzten Wochen nicht nur an ihren Parteileichen, berufslĂŒgenden Informationsindustriellen und Nichtsnutzen von Prominenten verzweifelt sind, sondern dabei sind den Glauben an die Menschheit insgesamt zu verlieren, denen sage ich: Haltet aus. Haltet das aus. Ihr seid nicht wahnsinnig, wenn Ihr fĂŒr Frieden und Mitmenschlichkeit einsteht, auch wenn Euch das die Massenmörder und Imperialisten gerne einreden wollen. Verliert nicht die Nerven. Wir besiegen diese ganze Bande und werfen ihre PlĂ€ne und Apparate auf den MĂŒllhaufen der Geschichte.

Den FunktionĂ€ren aber, drĂŒben im Regierungsviertel, denen sage ich: Tun Sie das lieber nicht. Lassen sie das.

Oder Sie werden noch mehr verlieren, als Sie es bisher schon getan haben.

(…)

Artikel zum Thema:
26.07.2014 Das friedliche Zusammenleben der Völker und Heimat aller Religionen, das ist die Berliner Republik, nicht Israel
“In 15 Jahren von politischem Aktivismus, und rund acht Jahren als ein Journalist, kann ich mich nicht an eine Zeit erinnern, an der Menschen um mich so angsterfĂŒllt waren ihre Meinung zu sagen. Jedenfalls nicht Juden, und definitiv nicht in Tel Aviv”.
Haggai Matar, Jewish Daily Forward, 21. Juni 2014