Die Russen kamen

Die Immigranten aus der früheren Sowjetunion – im Jargon zusammengefasst als „die Russen“ – haben sich überhaupt nicht mit den anderen vermischt. Sie sind eine gesonderte Gemeinde, die in einem selbstgemachten Ghetto lebt.
Sie sprechen weiter russisch. Sie lesen ihre eigenen russischen Zeitungen, alle fanatisch nationalistisch und rassistisch. Sie wählen ihre eigene Partei, die von dem in Moldawien geborenen Evet (jetzt Avigdor) Lieberman angeführt wird. Sie haben praktisch keinen Kontakt mit andern Israelis.

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EURO-KAPITALISMUS, Zypern: Der Bundesnachrichtendienst und die „reichen Russen“

Eines der peinlichsten Anzeichen für den Zustand (nicht nur) des Journalismus in Deutschland war das bizarre, schweigende Abkopieren der am 3. November 2012 über dessen Quartalspostamt „Spiegel“ veröffentlichten Behauptungen des Bundesnachrichtendienstes B.N.D. über die mittlerweile zur Boulevard-Folklore geronnenen „Inhaber russischer Schwarzgeldkonten“ in der Republik Zypern. Dem berühmten gebildeten, peniblen und für seine Demokratiefähigkeit und intellektuellen Kapazitäten in ganz Europa bekannten deutschen Zeitungsleser wurden „Reiche Russen“ feilgeboten (die sich durch „Geldwäsche“ aber irgendwie auch in Staatsbürger Zyperns verwandelt hätten), Appetit auf 26 Milliarden Euro „russischer Staatsbürger“ gemacht die auf Konten in Zypern lägen und von „80 Oligarchen“ erzählt, die sich „Niederlassungsfreiheit in der gesamten EU verschafft“ hätten.