Mandela: der Film

Hätte es einen Mandela ohne einen Frederik Willem de Klerk geben können? Eine gute Frage. Der Film hielt sich nicht länger bei de Klerks Persönlichkeit auf. Aber hier war ein Mann, der die Situation erkannte, der damit einverstanden war, was bis zur völligen Übergabe an die verachteten Kaffern geriet und der dies ohne das Vergießen eines Tropfens Blutes tat. Wie Michail Gorbachow unter anderen Umständen überwachte er eine historische Revolution ohne Blutvergießen.

Island: Elfen und Menschen wollen keine Autobahn

Von der Halbinsel Alftanes mit wenigen Anwohnern soll nach den Vorstellungen der isländischen Strassen- und Küstenkommission eine neue grosse Schnellstrasse auf direktem Weg bis zum Vorort Gardabaer der Hauptstadt Reykjavik führen. Dazu wird diese noch einigermassen intakte, wirklich wunderschöne Landschaft mit ihren Wiesen und Lavafelsen (s. Foto) zerschnitten. Die Gruppe hat regelmässig Hunderte von Menschen mobilisiert, um die Bulldozer zu blockieren.

Radio Utopie: Mission noch lange nicht erfĂĽllt

Es ist Weihnachten 2013. Seit ĂĽber zwölf Jahren herrscht ein weltweiter Krieg. In den kriegfĂĽhrenden Staaten wird die Bevölkerungen durch einen international eng verstrickten Spionage-Apparat bespitzelt. Auch das herrschende Wirtschafts- und Finanzsystem, der Kapitalismus, hat sich internationalisiert, das ehemals aufgesetzte menschliche Antlitz abgeworfen und nimmt zuehmend totalitäre ZĂĽge an. Bald sind es sieben Jahre her, seit dagegen die unabhängige Medienstation Radio Utopie ihre Arbeit aufnahm. Zeit fĂĽr eine kleine Bilanz. Jacob Appelbaum äuĂźerte vor wenigen Tagen in einem Interview in Berlin: „Ich könnte jetzt sagen, ich gehöre zur letzten in Freiheit geborenen Generation. Aber ich bin ĂĽberzeugt davon, dass jede Generation – unsere und alle nach uns – die Möglichkeit hat, den Ăśberwachungsstaat zurĂĽckzudrängen, um die Freiheit wiederzuerlangen.“ Wie konnte es soweit kommen? Das sollten sich alle fragen, jeder und jede fĂĽr sich. Wir hier bei Radio Utopie wissen was wir getan haben, in den letzten sieben Jahren und darĂĽber hinaus. Wir halten Kurs und werden es auch in Zukunft tun. Wir haben Gutes und GroĂźes geleistet, ohne Lobby, ohne Partei, und – wie die Meisten sicherlich dachten – ohne Chance. Nicht viele können das von sich sagen. Stattdessen droht die Angst, die Scham, die Schande und KleinmĂĽtigkeit, die all…

Amerikas Kindersoldaten

Heute untersucht Ann Jones, die Autorin des gefeierten neuen Dispatch-Buchs „Sie waren Soldaten: Wie die Verwundeten aus Amerikas Kriegen zurückkehren – die unsägliche Geschichte,“ einen weiteren Weg, wie das Militär der Vereinigten Staaten von Amerika Amerikas Jugend ins Visier nimmt – via einem ganz und gar nichtvirtuellen, offline, sozialen Netzwerk der alten Schule: dem Junior Reserve Officers Training Corps (JROTC – Ausbildungskorps junger Reserveoffiziere). Es ist ein bestürzender Einblick in die Art von alltäglicher militärischer Indoktrinierung, die vielleicht gerade in Ihrer nächsten Nachbarschaft stattfindet, und fast so leise, wie die Regierungsagenten in ihren favorisierten digitalen Fantasiewelten ein und aus gehen.

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