Den Siegern die Beute

DER LETZTE AuĂźenminister, Avigdor Lieberman war wahrscheinlich die am wenigsten passende Person des Landes fĂĽr diesen Job. Er ist kein Apollo. Er hat ein brutales Aussehen, verschlagene Augen und einen geringen Wortschatz. Er ist nirgends in der Welt beliebt, auĂźer in Russland und dessen Trabanten. Er ist von den meisten seiner internationalen Kollegen gemieden worden. Viele sehen ihn rundweg als einen Faschisten an.
Aber Netanyahu fürchtet sich vor Lieberman. Ohne Liebermans parlamentarische Sturmtruppe hat der Likud nur 20 Sitze – nur eine mehr als Lapid. Und innerhalb der vereinigten Partei könnte Lieberman in einer nicht allzu entfernten Zukunft Netanjahu ersetzen.

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„Ich bin ein Bil’iner!“

DIES GESCHIEHT nicht alle Tage: ein Kulturminister freut sich öffentlich, weil ein Film seines Landes NICHT mit dem Oscar ausgezeichnet wird. Und nicht nur ein Film, sondern zwei.
Es geschah in dieser Woche. Limor Livnat, noch Kulturministerin der letzten Regierung, sagte zum israelischen Fernsehen, sie sei glĂĽcklich darĂĽber, dass Israels zwei Einsteiger fĂĽr Oskars in der Kategorie Dokumentarfilme es nicht bis zum Ende schafften.

Handliches kleines Wallpaper in Zeiten der totgeschwiegenen Spionage durch elektromagnetische Abstrahlung

Radio Utopie hat bereits vier Artikel der Serie „DER MOBILE TELEVISOR“ zum Thema Spionage mittels elektromagnetischer Strahlung bzw Abstrahlung, auch „Störstrahlung“ oder „kompromittierende Strahlung“ genannt, veröffentlicht. Da seitens der Prostituierten im Bundestag, der in der Enquete-Kommision unter den Boden gesäuselten angeblichen „BĂĽrgerrechtler“ und natĂĽrlich auch seitens der selbsternannten „Experten“, Akademiker und anderer Fachnutten (wie z.B. denen aus dem Chaos Computer Club) weiter jedwede verifizierbaren und relevanten Ă„uĂźerungen (geschweige denn MaĂźnahmen) gegen diese seit Jahrzehnten unter allgemeiner Omerta betriebene alltägliche skrupellose, kranke und obszöne Verletzung aller verfassungsmäßigen Rechte der Menschen in dieser Republik ausbleiben, habe ich mal eben schnell ein kleines handliches Wallpaper fĂĽr den Desktop des arbeitswut-unbĂĽrgerlichen und von der Stasi 3.0 genervten Dissidenten entworfen.

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Die Dritte Intifada

Überall in der Westbank warfen palästinensische Jugendliche Steine auf israelische Soldaten. Alle 3500 Palästinenser in israelischen Gefängnissen nahmen teil an einem dreitägigen Hungerstreik.
Der unmittelbare Grund war der Tod eines 30jährigen Palästinensers während des Verhörs durch den Shin Bet. Es war kein Herzinfarkt, wie zunächst (und automatisch) von israelischen Verantwortlichen und ihren Handlangern, den sog. „militärischen Korrespondenten“, behauptet wurde. War es also Folter, wie praktisch alle Palästinenser glauben?

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