Hallo „Diem25“-Contras: No Pasaran!
Was wir seit Jahren dokumentieren, macht der ex-Finanzminister der E.U.-Kolonie Griechenland Yanis Varoufakis ĂŒber das euro-putschistische Contra-Blatt „taz“ nun unmissverstĂ€ndlich klar: dem vermeintlich linken, paneuropĂ€ischen Bund „Diem25“ geht es um die Beseitigung der europĂ€ischen Demokratien. Damit sagt zumindest dieser VerrĂ€ter, was er mit „Europa“ wirklich meint.
In seinem „taz“-Interview lobt Varoufakis zunĂ€chst einmal Emmanuel Macron, den neuen französischen PrĂ€sidenten, ex-Banker und Wirtschaftsminister seines VorgĂ€ngers Francois Hollande. Ăber Macron, der gerade das Manchester-Attentat dazu benutzte den Ausnahmezustand in der 5. Republik erneut zu verlĂ€ngern, sowie ĂŒber Macrons PlĂ€ne einer „NeugrĂŒndung Europas“, haben wir bereits ausfĂŒhrlich geschrieben.
Vor der französischen PrĂ€sidentschaftswahl hatte der paneuropĂ€ische Bund „Diem 25“ dem linksdemokratischen PrĂ€sidentschaftskandidaten Jean-Luc Melenchon die UnterstĂŒtzung verweigert, obwohl Melenchon selbst Mitglied von „Diem25“ ist. Und wĂ€hrend Varoufakis im Ersten Wahl der PrĂ€sidentschaftswahl auffĂ€llig unauffĂ€llig geblieben war, rief der „Genosse“ anschlieĂend zur Wahl Macrons im Zweiten Wahlgang auf.
Im Gegenzug zu Varoufakis und „Diem25“ hatten KĂŒnstler/innen und Intellektuelle aus den Vereinigten Staaten, Danny Glover, Noam Chomsky, Eve Ensler, Mark Ruffalo, Nancy Fraser und Oliver Stone, in einem Aufruf an die Französinnen und Franzosen Macron mit Hillary Clinton verglichen, zur UnterstĂŒtzung des linksdemokratischen PrĂ€sidentschaftskandidaten Jean-Luc Melenchon im ersten Wahlgang aufgerufen und vor einer Wiederholung der „Clinton vs Trump Tragödie“ in Frankreich gewarnt.
Auch der „sehr, sehr böse“ Melenchon selbst – dessen Einzug in die Stichwahl gegen Macron durch ein Attentat in Paris Tage vor dem ersten Wahlgang weiter erschwert und, im Zusammenspiel mit dem Ausbleiben von UnterstĂŒtzung aus dem contralinken Euro-Lager, letztlich verhindert wurde – hatte im Gegensatz zu Varoufakis nicht zur Wahl von Macron im 2. Wahlgang aufgerufen, wohl aber vor Le Pen und der nationalistischen Falle als vermeintlicher Alternative zur Nomenklatura gewarnt.
Nach der erfolgreichen Wahl Macrons – gegen die rechtsradikale Marine Le Pen, anstelle des linksdemokraten Melenchon, war dies von Anfang an absehbar – hieĂ es im nicht minder euro-putschistischen „Neuen Deutschland“ als Rechtfertigung allen Ernstes, Melenchons Wahlkampf habe „nationalistische Töne“ beinhaltet.
Melenchon hatte mehrfach den „Völkern Europas“ gesprochen und es in seiner Rede nach der Wahl als Franzose tatsĂ€chlich gewagt, von einer „demokratischen IdentitĂ€t Frankreichs“ zu sprechen und mit „Vive la RĂ©publique. Vive la France.“ abzuschlieĂen – fĂŒr das contralinke deutsche Herrenvolk ĂŒber das designierte neue kontinentale Reich natĂŒrlich schier unertrĂ€glich!
In seinem „taz“-Interview kĂŒndigte Varoufakis nun an,
Europas erste transnationale politische Partei ins Leben zu rufen“.
Da bereits jede Bundestagspartei, natĂŒrlich auch „die Linke“, bereits Unterpartei einer E.U.-Partei ist (im Falle von „Die Linke“ ist das die „EuropĂ€sche Linke“, mit ihrem so ĂŒberraschenden neuen Vorsitzenden Gregor Gysi), kĂŒndigt Varoufakis damit offenbar den gewagten Schritt an, bei Wahlen in Deutschland Parteien antreten zu lassen, die nicht einmal mehr in Deutschland registriert sind, aber fĂŒr die Auflösung der Republik von dessen Wahlvolk auch noch gewĂ€hlt werden wollen.
Unter eifrigem Soufflieren der euro-putschistischen und contralinken „taz“ kĂŒndigt Varoufakis denn auch an,
„innerhalb von zehn Jahren eine neue europĂ€ische Verfassung zu schreiben“.
Zur Klarstellung: das bedeutet, das Existenzrecht Dutzender europĂ€ischer Demokratien in Frage zu stellen, die bereits im Vorfeld durch finanzielle RaubzĂŒge und Attentate bereits angeschossenen wurden, unter aktiver oder passiver Kollaboration der Euro-Contras (etwa durch bedingungslose Akzeptanz der rassistischen und faschistischen Logik des Terrorkrieges).
Wer „Europa“ sagt, bekundet also genau das: den Willen zum Staatsstreich, zum Putsch, zur Beseitigung aller (im Falle der Monarchien wie der Niederlande sowieso nicht vorhandenen) Verfassungsordnungen, auch des Grundgesetzes.
Dazu sagen wir, auch das ist fĂŒr Linke die uns lesen dĂŒrfen und können, keine Ăberraschung … (Stille) … dazu sagen wir, es wird Sie sicher ĂŒberraschen:
No Pasaran! Dieses „Europa“ ist der letzte Dreck! Zur Hölle damit!
Als strategische Analyse kann man hinzufĂŒgen, dass „die Linke“, genau wie Varoufakis und „Diem25“ ganz genau wissen, dass ihre Zeit ablĂ€uft. Ihr Anspruch und die Wirklichkeit sind viel zu weit auseinander gedriftet, selbst fĂŒr die durchschnittlichen Blitzkriegmerker und Eurokapitalismusopfer Deutschlands. Der von uns seit anderthalb Jahren beschriebene politisch-moralische Zusammenbruch der populĂ€ren „Linken“ bzw dessen was sich heutzutage so nennt, wird in der Bundestagswahl im September 2017 sein SchlĂŒsselerlebnis finden.
SpĂ€testens danach wird das MĂ€rchen, mit dem die Seitenverkehrten von „Die Linke“, „EuropĂ€ischer Linke“ und deren Proxy „Diem25“ ihre GlĂ€ubigen still halten – eine Beteiligung an der (paneuropĂ€ischen) Machtstruktur ĂŒber die Bundesregierung und dadurch ĂŒber die E.U.-RĂ€te – nicht mehr ziehen. Die Fleischtöpfe werden leer werden. Festangestellten und FunktionĂ€ren werden die Gelder fĂŒr die Fusstruppen ausgehen, gerade auch in den Regionen der Republik.
Die Euro-Kader gehen entsprechend jetzt schon mal in die fĂŒr sie am besten denkbare Verteidigung, nĂ€mlich in eine virtuelle Offensive: sie ziehen prĂ€ventiv, vor dem anstehenden Vorhangfall bei der Bundestagswahl, das Fantom einer schönen neuen Parteiordnung fĂŒr ihr „Europa“ aus dem Hut.
Dabei fallen sie in ihrer 10-Jahres-Prognose eines U.S.-Klons von „Vereinigten Staaten von Europa“ bereits weit hinter den Feldversuch Wolfgang SchĂ€ubles und dessen „neuen Grundgesetz“ durch Volksabstimmung aus dem Juni 2012 zurĂŒck. (23.06.2012, âNeues Grundgesetzâ? SchĂ€uble blufft.)
SchĂ€uble hatte damals ĂŒber die Mutti aller Verfassungsfreunde, den „Spiegel“, „auf die Frage, wann die Grenzen der deutschen Verfassung erreicht seien“, einen Zeitraum von „fĂŒnf Jahren“ genannt, also das heutige Jahr 2017.
Schauen Sie selbst aus dem Fenster. Die Republik steht immer noch. Und ich prognostiziere hier und heute, das wird auch in zehn Jahren so sein. Neben dem Grundgesetz hat sie auch das mit mir und Radio Utopie gemeinsam.
Die Entstehung einer linksdemokratischen, linksrepublikanischen und souverĂ€nistischen Partei (der Begriff „SouverĂ€nismus“ bleibt uns wohl nicht erspart) ist nur eine Frage der Zeit. Die nicht verhandelbare Forderungen an diese haben wir bereits im Januar formuliert.
(…)
09.02.2016 âDiEM 25â: Nutze die âLinkeâ
âVerzicht auf SouverĂ€nitĂ€tsrechteâ, âverfassungsgebende Versammlungâ: die paneuropĂ€ischen Contras unter âlinkerâ Flagge rufen heute in die Berliner VolksbĂŒhne. Sie tun dies als koordinierte Sherpas der imperialistischen âEuropĂ€ischen Unionâ und ihrer RegierungsrĂ€te, die durch Vertrags- und VerfassungsĂ€nderungen noch mehr Macht ĂŒber die bereits geschwĂ€chten oder auĂer Funktion gesetzten Demokratien auf dem Kontinent haben wollen.
