U.S.-Regierung: Plan zur Entwaffnung der Veteranen

Das Department of Veterans Affairs erlĂ€sst eine Verordnung zum Verbot des Besitzes von Schusswaffen und Munition von „auffĂ€lligen“ Veteranen. Offensichtlich sieht die U.S.-Bundesregierung in Washington die Veteranen im Falle potentieller Massenunruhen der Bevölkerung als die grĂ¶ĂŸte Bedrohung an.

Seit Monaten tobt in Amerika ein erbitterter Kampf gegen das geplante Waffengesetz mit der Änderung des 2. Zusatzartikels zur Verfassung durch die U.S.-Regierung. Zeitgleich hĂ€ufen sich die Meldungen ĂŒber TodesschĂŒtzen im Land, die als EinzeltĂ€ter regelrechte Massaker anrichten. Diese stehen in fast allen berichteten FĂ€llen laut Untersuchungsbehörden unter dem Einfluss von Antidepressiva. Vereinzelt sickern Berichte an die Öffentlichkeit, dass diese – beim Einsatz erschossenen oder inzwischen in geschlossene Anstalten weggesperrte SchĂŒtzen – unter Beteiligung von Dritten zu der Bluttat animiert wurden.

In der letzten Zeit sind unter den TÀtern auffallend viele Polizisten und vor allem Armeeangehörige.

Parallel dazu wird – nur scheinbar auf den ersten Blick unabhĂ€ngig – die zunehmende Anzahl an traumatisierten Soldaten nach der RĂŒckkehr von einem Kriegseinsatz und ihre mangelnde Versorgung oder die ansteigende Selbstmordrate im MilitĂ€r publiziert. FĂŒr die Betroffenen kann diese Aufmerksamkeit im Einzelfall eine Besserung bringen, aber wie so oft helfen nur Initiativen der Mitmenschen, nicht der Staat. Gleichzeitig werden die UmsĂ€tze der Pharmaindustrie gesichert mit der Verschreibung bedenklicher Drogen bei der Diagnose Posttraumatic stress disorder (PTSD).

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind in zwei Lager gespalten. Die Gegner des Gesetzes berufen sich auf die Verfassung, auf den Patriotismus und Tradition. Die Spanne reicht von Neofaschisten bis zum einfachen BĂŒrger. Die Waffenindustrie schickt ihre Lobbyisten in die Medien und Ämter. Der 23. Februar 2013 wird zum „National Day of Resistance“ ausgerufen. In vielen StĂ€dten der U.S.A kommt es zu Protestveranstaltungen, so in Salt Lake City, der Heimatstadt von ErzreaktionĂ€r Mitt Romney. TrĂ€ger von Guy Fawkes-Masken, ein inzwischen fĂŒr alles verwendetes Symbol, mischen sich darunter.

BefĂŒrworter des neues restriktiven Waffengesetzes machen auf die gleiche Weise mobil und setzen sich fĂŒr eine umfangreiche Entwaffnung der Bevölkerung ein. Die einen handeln im tiefen Glauben an die Menschlichkeit, die anderen benutzen dieses Engagement mit verschleierten Hintergedanken.

In Frieden und in Ruhe vor GewalttĂ€tern zu leben ist das Ziel der meisten Menschen. Die Reduktion der Anzahl der Waffen in dem Land ist ein heikles Ziel, wenn die AbrĂŒstung mit der Abgabe registrierter Waffen nur in eine Richtung geht. SĂ€mtliche mafiöse Strukturen im kriminellen Milieu in Politik und Wirtschaft bleiben „wehrhaft“. Waffen und Munition des U.S.-Heimatschutzministeriums wurden auf dem privaten Markt verkauft.

Unsummen an staatlichen Geldern fließen in die AufrĂŒstung der Polizei, in das Heimatschutzministerium und in die Armee. Bisher getrennte Kommandostrukturen dieser Behörden werden miteinander vernetzt und in gemeinsamen Schulungen und praktischen ManöverĂŒbungen geprobt – nicht mehr auf MilitĂ€rstĂŒtzpunkten sondern unverhohlen inmitten der Zentren der StĂ€dte. Standort- und KommunikationsĂŒberwachung, etwa durch Drohnen, soll zum gewohnten Alltag gehören (Status of Domestic Drone Legislation in the States). Maßnahmen der Regierung zur Kontrolle und Unterwanderung von Protestbewegungen gegen Kriege, Umweltverschmutzung, AusplĂŒnderung und KĂŒrzungen der sozialen Ausgaben erfolgen unter dem Vorwand „potentielle Terroristen“ zu bekĂ€mpfen.

Die Drohung der Waffenindustrie der U.S.A. in einem offenen Brief, an dem sich bisher zweiundsechzig Firmen beteiligen (Liste), ist dem Eigeninteresse aus Furcht vor Umsatzeinbußen geschuldet und nicht ernst zu nehmen.

„Wenn ein Produkt, das wir herstellen einem Privatmann in einem Land nicht erlaubt ist, es legal zu besitzen, werden wir das Produkt einer Strafverfolgungsbehörde in dieser Rechtsordnung nicht verkaufen.“

Da das neue geplante Waffengesetz vor allem auf den Besitz der Schusswaffen der zivilen Bevölkerung abzielt, werden die Kriegsveteranen auf andere Weise entwaffnet. Regierungsbeamte können sie z.B. als „inkompetent“ einstufen. In an Veteranen bereits verschickte Briefen der Bundesbehörde fĂŒr Angelegenheiten der Veteranen (Department of Veterans Affairs (VA)), die sich in ihrer FĂŒrsorge bisher kein Bein ausgerissen hat, heißt es:

„Bei einer Feststellung der Inkompetenz wird Ihnen der Kauf, Besitz, Empfang oder der Transport einer Schusswaffe oder Munition verboten. Wenn Sie wissentlich gegen eines dieser Verbote verstoßen, können Sie nach dem Brady Handgun Violence Prevention Act, Pub.L.No. 103-159, wie bei 18 umgesetzt, United States Code 924 (a) (2) bestraft oder eingesperrt werden, oder beides.“

Ohne ein ordnungsgemĂ€ĂŸes Verfahren oder PrĂŒfung durch eine Jury können willkĂŒrlich massenhaft Kriegsveteranen als „gefĂ€hrliche unzurechnungsfĂ€hige Idioten“ abgestempelt werden. Ihr Vertrauen wurde missbraucht als sie vor einiger Zeit vom Pentagon aufgefordert wurden, Fragebögen zu KriegseinsĂ€tzen wahrheitsgemĂ€ĂŸ auszufĂŒllen, um MißstĂ€nde in der FĂŒhrung der Vorgesetzten aufzudecken oder ihnen eine fachgerechte Nachsorge zukommen zu lassen und den Bedarf an Investitionen in psychotherapeutische KapazitĂ€ten zu ermitteln. Die Angaben zu verschriebenen Arzneimitteln von den MilitĂ€rĂ€rzten sind und waren ebenfalls Teil der Befragung.

Im Internet veröffentlichter Brief an einen Veteranen von der Behörde.

Artikel zum Thema

12.11.2012 Veterans for Peace als extremistische Gruppe eingestuft
Die Brigade Veterans For Peace’s Chapter 9 Smedley Butler wurde von dem Boston Regional Intelligence Center als “extremistische” Bedrohung der inneren Sicherheit eingestuft.

11.11.2012 Veterans for Peace: Elf Glocken am 11. November, dem Tag des Waffenstillstands
11.11.2011 US-Gericht: MilitĂ€rs dĂŒrfen fĂŒr Frieden demonstrieren
11.11.2012 Hashtag #antiwarvet – Stop verfassungswidrige Kriege am 11. November
21.09.2012 Aus Kanada abgeschobene US-Soldatin an US-Grenze verhaftet
24.08.2012 US-MilitĂ€rs: beide fĂŒhrenden US-Parteien Sklaven der RĂŒstungsindustrie
05.05.2012 Frontlinie des US-MilitĂ€rs zwischen Polizei und Demonstranten verhinderte Eskalation am Denkmal fĂŒr Vietnam-Veteranen
28.04.2012 Drohnen: “Magische Geschosse” neue humane Wunderwaffe zur AufstandsbekĂ€mpfung
25.04.2012 Wie die Freiheit verloren wurde
23.04.2012 Kriegsvorbereitungen in Chicago zum Nato-Gipfel: Evakuierung des Zentrums
13.04.2012 Barbarisches Kilohertz-BrĂŒllen der US-Regierung erzeugt kein Schweigen des “Unkrauts”
10.04.2012 US-MilitĂ€r marschiert nach Chicago zum NATO-Gipfel und gibt GenerĂ€len Kriegsmedaillen zurĂŒck
19.03.2012 Livestream: Irak-Veteranen vor der City Hall in San Fransisco
06.03.2012 Weisses Haus: G8-FrĂŒhjahrsgipfel von Chicago nach Camp David verlegt
21.02.2012 Washington: US-Truppen ziehen vor das Weisse Haus

Quelle:
http://cnsnews.com/blog/gregory-gwyn-williams-jr/firearms-companies-restricting-sales-government-agencies-areas