Rochade mit Ach und Krach: Wulff wird Surrogat-König

Kurz nach 21 Uhr: Christian Wulff (CDU) ist im dritten Wahlgang mit 625 Stimmen zum Bundespräsidenten gewählt worden. 494 Delegierte der Bundesversammlung stimmten für Joachim Gauck, zwei stimmten ungültig, drei für Frank Rennicke (NPD) und 121 stimmten für nichts. Man könnte vieles im Nachhinein über diese Veranstaltung schreiben. Nachher ist „man“ ja immer schlauer. Sie gestatten, dass wir auch da wieder einmal durch den Rost der ehrenwerten Gesellschafter der Gesellschaft fallen. Wir schreiben über sowas lieber vorher. (In Berlin bricht gerade eine Bonner Welt zusammen, 29.Juni)

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In Berlin bricht gerade eine Bonner Welt zusammen

Es ist kurz vor der Bundesversammlung am morgigen Mittwoch zur Wahl des Bundespräsidenten. Diese wird entschieden zwischen den beiden Kandidaten Joachim Gauck (aufgestellt von SPD und Bündnis 90/Die Grünen) und Christian Wulff (aufgestellt von CDU, CSU, FDP). Doch wie diese Wahl der Bundesversammlung und ihrer freien Vertreter nun auch immer ausfallen möge – die Wahl der Berliner Republik steht schon längst fest: Freiheit, Frieden, Gerechtigkeit.

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Kein Nordkorea-Krieg: Wahldebakel in Südkorea – US-Militär zieht sich zurück

Wer sein Volk belügt, der fliegt! Schock für die konservative Regierungspartei Grand National Party (GNP) – die Grosse Nationalpartei der südkoreanischen Marionettenpuppe der USA, dem Präsidenten Lee Myung-bak Rücktritte hoher Staatsrepräsentanten haben in Zeiten wie diesen Hochkonjunktur, man gibt sich die Klinke in die Hand. Das ist die Quittung dafür, dass elitäre Kreise versuchen, mit Lug und Trug ihre Schäflein auf Kosten aller anderen ins Trockene zu bringen. Es gibt uralte Weisheiten, dass alles angerichtete Böse sich irgendwann gegen seine Verursacher wendet.

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Ein Bundespräsident Günter Grass

wäre am 30.Juni in der Bundesversammlung eine gute Wahl, finden Sie nicht auch? Nun, wäre Hildegard Hamm-Brücher nicht aus der FDP ausgetreten und diese Partei nicht zu dumm zu allem, dann würde Sie sich als mögliche Bundespräsidentin mit Grass ein Kopf-an-Kopf Rennen liefern können, anstatt eines Stoffel-an-Stoffel Wettbewerbs im Stille Post-Spielen der tumpen Plattlügner in den hoch-hoch-hoch betagten Entscheidungszirkeln der Nomenklatura.

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Rücktritt von vier tschechischen Parteichefs

Die grossen europäischen Volksparteien verlieren immer mehr an Legitimation – Quittung für eine bürgerferne Politik Nach den Parlamentswahlen in Tschechien haben vier Parteichefs ihren Hut genommen und sind von ihrem Amt zurück getreten. Als Grund wird der grosse Vertrauensverlust der Wähler in die Politik der traditionellen Volksparteien angegeben, die einen herben Stimmenverlust erlitten. Der Chef der Sozialdemokraten (CSSD) Jiri Paroubek hatte noch am Wahlabend sein Ausscheiden verkündet, obwohl seine Partei mit 22,1 Prozent am „erfolgreichsten“ abschnitt.

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