Offener Brief von Axel Köhler-Schnura, GrĂŒndungs- und Vorstandsmitglied der Coordination gegen BAYER-Gefahren an die Deutsche Post

Sie verkehren die RealitĂ€ten: Es sind einzig Sie, die Sie den Betriebsfrieden stören. Indem Sie ArbeitsplĂ€tze vernichten, die Arbeitsbedingungen verschlechtern und die Einkommen Ihrer BeschĂ€ftigten mindern. Und das alles gravierend und im großen Stil. Und auch nicht erst seit heute, sondern anhaltend seit Mitte der 90er Jahre.
Vor diesem Hintergrund haben Ihre BeschĂ€ftigten viel zu viel erdulden mĂŒssen und viel zu lange still gehalten.
Wir sind bei Ihnen GeschĂ€ftskunde seit Mitte der 80er Jahre. In den 90er Jahren hat es begonnen, dass in Ihren Filialen, in Ihren Postzentren und auch in Ihrem Außendienst der Arbeitsdruck unertrĂ€glich geworden ist. U.a. haben Sie fortlaufend StellenkĂŒrzungen und Entlassungen vorgenommen

Streik, Sieg, Grundgesetz

Die Gewerkschaft der Deutschen LokomotivfĂŒhrer setzt Artikel 9 der Verfassung gegen den im Staatsbesitz befindlichen Konzern Deutsche Bahn AG durch. Die G.D.L. erklĂ€rte zum Streikende heute (Do.) um 19 Uhr, nach einer Einigung mit der DB AG ĂŒber die tariflichen Grundlagen fĂŒr einen FlĂ€chentarifvertrag fĂŒr das Zugpersonal, sowie auf ein Schlichtungsverfahren:

Streik bei der Bahn AG: „GDL bleibt keine andere Wahl“

Seit fast einem Jahr versucht die Deutsche Bahn die Gewerkschaft Deutscher LokomotivfĂŒhrer (GDL) mit allen Mitteln in die Tarifeinheit zu zwingen. Die GDL hat jedoch das grundgesetzlich verbriefte Recht und nimmt es auch in Anspruch, um fĂŒr ihre Mitglieder des Zugpersonals in den DB-Eisenbahnverkehrsunternehmen TarifvertrĂ€ge zu verhandeln und vor allem auch abzuschließen.

Sie wird sich mit ihren TarifvertrÀgen nicht dem Tarifdiktat der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und der DB unterziehen.

Streikinformationen fĂŒr Reisende

Sie dĂŒrfen uns glauben, dass wir Sie als LokomotivfĂŒhrer und Zugbegleiter viel lieber rund um die Uhr sicher, pĂŒnktlich und bequem ans Ziel bringen wĂŒrden. Und sobald die Deutsche Bahn ihre perfide Hinhaltetaktik aufgibt und endlich anfĂ€ngt, ernsthaft mit uns ĂŒber einen FlĂ€chentarifvertrag fĂŒr das gesamte Zugpersonal zu verhandeln und ihn auch abschließen will, sind alle Streiks sofort vom Tisch! Die GDL hat in den Verhandlungen durch eigene KompromissvorschlĂ€ge immer wieder vergeblich versucht, eine Lösung zu finden.

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