Der bewegte Apparat

Heute stellt die FDP-Bundestagsfraktion ein von ihrem Vorsitzenden des Arbeitskreises Inneres und Recht Hartfrid Wolff entwickeltes Konzept fĂŒr einen radikalen Umbau der „Sicherheitsarchitektur“ vor, der von der erkennbar nervösen „Welt“ (1) bereits als „provokant“ tituliert wurde. Das Papier trĂ€gt den Namen „Bundespolizei und Zoll zusammenlegen“. Konkret planen die Liberalen die Zusammenlegung von Bundeskriminalamt (BKA) und Zollkriminalamt (ZKA), sowie die Zusammenlegung der paramilitĂ€rischen Sondereinheiten Grenzschutzgruppe 9 (GSG 9) und Zentrale UnterstĂŒtzungsgruppe Zoll (ZUZ). Letzlich soll das Bundesinnenministerium die Befehlsgewalt ĂŒber rund 15.000 Mitarbeiter des Zollfahndungsdienstes, sowie weiterer Abteilungen der Bundeszollverwaltung bekommen. Dies wĂŒrde eine umfangreiche Entmachtung des Bundesfinanzministeriums darstellen, welches bisher diese ausfĂŒhrenden Zoll-Einheiten befehligt, sowie einen erheblichen Machtzuwachs im Bundesinnenministerium. Doch auch der BKA-Apparat muss VerĂ€nderungen fĂŒrchten. Der konkurrierende Auslands- und Inlandsgeheimdienst, Bundesnachrichtendienst (BND) und Verfassungsschutz-Ämter (VS), sollen umfangreich gestĂ€rkt werden. Der MilitĂ€rische Abschirmdienst (MAD) soll zerschlagen und seine Mitglieder BND und VS angegliedert werden. Darauf einigten sich FDP, CDU und CSU in einem „geheim tagenden Bundestagsgremium“, so die „Neue OsnabrĂŒcker Zeitung“ (2). Quelle: der parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrer der FDP-Bundestagsfraktion, Christian Ahrendt.

(Un)Sicherheitskakophonie: Anmerkungen zur neuen NATO-Strategie

Am 19. November 2010 unterzeichneten die versammelten Staats- und Regierungschefs beim NATO-Gipfeltreffen in Lissabon ein neues Strategisches Konzept, das damit die bisherige Fassung aus dem Jahr 1999 ersetzt. Hochtrabend kĂŒndigte NATO-GeneralsekretĂ€r Anders Fogh Rasmussen einen großen Wurf an, den er griffig auf die Formel brachte, man wĂŒrde damit „NATO 3.0“ einlĂ€uten und hierdurch die Allianz grundlegend neu aufstellen.

Verletzte des 30.9. klagen an und fordern RĂŒcktritt von Mappus, Rech und Polizeichefs

AnlÀsslich der vierten Runde im Faktencheck zu Stuttgart 21 konfrontieren Verletzte, Vertreter der Jugendoffensive und Eltern die Vertreter der Landesregierung im Stuttgarter Rathaus vor Beginn der GesprÀche um 10.00 Uhr mit den harten Fakten des 30.9.2010. Mit Fotos und Plakaten wird an die Polizeigewalt am 30.9.2010 gegen friedliche Demonstranten erinnert.

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DIE CASTOR-AFFÄRE: Drohnen ĂŒberm Wendland – wo noch?

Bereits wĂ€hrend des Castor-Transportes nach Gorleben berichtete Radio Utopie vom Einsatz von MilitĂ€r-Kampfflugzeugen, von auslĂ€ndischer Polizei gegen Demonstranten, sowie vom Einsatz von Drohnen (Ticker und Überblick zum Castor Transport). Letzterer wurde nun gestern offiziell bestĂ€tigt. Es bleiben eine Menge Fragen zu klĂ€ren.