John F. Kennedy: „The President and the Press“ – Weltverschwörung, Geheimgesellschaften, der Krieg und die Presse

Wir schreiben den 27.April 1961. Der Präsident der Republik USA, John F. Kennedy, hält eine Rede vor der „American Newspaper Publishers Association“ im Waldorf-Astoria Hotel in New York. Es ist wichtig, sich diese Rede ganz genau durchzulesen. Es gibt unglaublich viele Paralellen zur jetzigen Zeit und zur jetzigen Situation. Es ist eher unwahrscheinlich, dass Kennedy, noch nicht lange im Amt, diese Rede selbst geschrieben hat. Es ist eher wahrscheinlich, dass sie das ist, was Reden von entscheidenden, mächtigen Figuren auf dem Schachbrett des 20. Jahrhunderts meistens waren: ein Trick in einem Trick in einem Rätsel versteckt. Manche Passagen lesen sich wie die Reden von George W. Bush. Sie werden einer ähnlichen „Schule“ entstammen. Die Menschen, die damals die Nachrücker, ausführenden Handlanger und Protegeés der Fädenzieher waren, sind heute an der Macht. Besonders der Aufbau dieser Rede ähnelt frappierend dem klassischen Muster der US-Demagogie, in der Version für schwierige Überzeugungsarbeit. Erst ein paar flotte Witzchen um die Stimmung aufzuheitern, dann der plötzliche Schwenk in das Gefährliche, Spannende und Bedrohliche – die Gefahr, die man gemeinsam mit dem Zuhörer teilt. Das Verbindende, die „Herausforderung“, der Auftrag und die Pflicht, die man habe. In der Mitte ein paar versteckte Drohungen. Zum Schluss das…

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US,Washington Post: „schockierende Gesetzlosigkeit der Bush-Regierung“

Washington: „James B. Comey, die pfeilgenaue ehemalige Nr.2 des Justizministeriums, offenbarte gestern dem Justizauschuss des Senats einen so schockierenden Bericht über die Gesetzlosigkeit der Bush Administration, der unglaublich wäre, wenn er aus einer weniger glaubwürdigen Quelle stammte,“
so heute die eingermassen bürgerliche „Washington Post“ über das, was ihr all die Jahre wieder einmal entgangen war.