In eigener Sache: Unsere Besucherzahlen

Was die Meisten unter dem vom U.S.-Militär entwickelten Internet verstehen, ist in Wirklichkeit das World Wide Web. Heute PlĂĽnderungsgebiet von Konsortien, sicherheitsindustriellem Komplex und Kapitalisten, wurde es einst von einem einzigen britischen Wissenschaftler, Tim Berners-Lee an der „Europäischen Organisation fĂĽr Kernforschung“ C.E.R.N. erfunden und der Welt am am 30. April 1993 geschenkt. Die Meisten werden davon ausgehen, dass wir alle dort – frei nach Luther – bekommen, was wir verdienen und dass wir alle Schmied unserer Besucherzahlen sind. Und dass diese durch entsprechende Konsortien auch, irgendwie, mit innerer Sicherheit, korrekt wiedergegeben bzw geschätzt werden.

Nun, schon seit geraumer Zeit beobachten wir auch diesbezĂĽglich Interessantes.

„Der Informationskapitalismus ist eine Welt des In-den-Kopf-Eindringens geworden“

Es ist äuĂźerst selten, dass wir auf Radio Utopie irgendeinen Artikel aus der etablierten Presse empfehlen, die wir nur noch als Informationsindustrie einschätzen. Mit einem Artikel des Surveillance Studies Preis-Trägers Adrian Lobe in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, die sich damit ĂĽberraschend einen journalistischen RĂĽckfall a la Frank Schirrmacher gönnt, machen wir eine Ausnahme.

Sachsens Ministerpräsident vergleicht ausländerfeindlichen Mob mit Stuttgart 21-Gegnern

Pressemitteilung der ParkschĂĽtzer aus der Demokratiebewegung gegen das Programm „Stuttgart 21“ (S21).

Vorbemerkung der Redaktion: Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich sagte gestern am 22.02.2016 im „ZDF Heute Journal“ wörtlich:

„Ja ich glaube, dass wir eine sachliche Debatte ĂĽber die Asylpolitik brauchen. Und eine sachliche Debatte, die schlieĂźt Gewalt aus. Und das wĂĽnsch ich mir. Wir haben ja in den letzten Jahren durchaus das eine oder andere Beispiel erlebt, wo es auch sehr unsachlich zugegangen ist. Denken wir zum Beispiel auch an Stuttgart und die Auseinandersetzungen um den Bahnhof. Erst nachdem ein Moderator eingeschaltet wurde, ist es zu einer Versachlichung gekommen.“

„Stuttgart 21“: FĂĽnf Jahre grĂĽn-rote Verkehrspolitik – Bilanz einer Bilanz

Bei der Landtagswahl am 13. März 2016 steht die gesamte Verkehrspolitik im Bundesland Baden-Württemberg auf dem Prüfstand. Fünf Jahre lang regierte Grün-Rot, fünf Jahre lang wurde die Verkehrspolitik von einem Grünen-Minister verantwortet. Fünf Jahre lang gab es die Chance, grüne Verkehrspolitik in einem der größten Bundesstaaten zu gestalten. Und es ist der baden-württembergische Verkehrsminister selbst, der vor wenigen Monaten eine positive Bilanz zog.

In einer umfangreichen Schrift mit dem Titel „Für Menschen, Mobilität und Lebensqualität – Zwischenbilanz 2015 und Perspektiven“ beziehen sich Winfried Hermann und Gisela Splett, die Staatssekretärin im Verkehrsministerium, auf das Grüne Ziel „Wir machen Baden-Württemberg zu einer Pionierregion für nachhaltige Mobilität“, um dann zu bilanzieren:

„Eine (solche) Pionierregion […] ist nicht von heute auf morgen zu schaffen. Wir arbeiten kontinuierlich daran und haben für dieses Ziel schon einiges erreicht.“

Das ist eine offene Einladung, die grĂĽne Bilanz einer eigenen und alternativen Bilanz zu unterziehen