Der Staat, der tiefe Staat und die Wall Street-Oberwelt

Teil I – Terroristen auf dem Schachbrett
Teil II – Der gefĂ€lschte Krieg gegen den Terror: Wie die USA einige ihrer Feinde schĂŒtzten
Teil III – Das wahre Große Schachbrett und die Profiteure des Kriegs
Teil IV – Das Doomsday-Projekt und Tiefenereignisse: JFK, Watergate, Iran-Contra und 9/11
Teil V – 9/11 in historischer Perspektive: Falsche Annahmen
Teil VI – Der Tiefenstaat und 9/11
Teil VII – JFK und 9/11 – Gewonnene Einsichten aus dem Studium beider VorgĂ€nge

In einem ausfĂŒhrlichen Essay zeigt Peter Dale Scott die komplexen Verbindungen eines von der CIA zusammengehaltenen Milieus auf, das DrogenhĂ€ndler mit Waffenschmugglern und Wall Street-Bankern verband. Aus diesem Milieu entstand der supranationale “tiefe Staat” – der den öffentlichen Staat zunehmend ins Abseits stellt.

Von Peter Dale Scott, Übersetzung Lars Schall

Die Übersetzung des nachfolgenden Essays, der im englischen Original unter der Überschrift “The State, the Deep State, and the Wall Street Overworld” hier auf The Asia-Pacific Journal erschien, wurde von Peter Dale Scott ausdrĂŒcklich und persönlich fĂŒr LarsSchall.com autorisiert.

Als ErgĂ€nzung möchten wir von und mit Peter Dale Scott exklusiv zur LektĂŒre empfehlen:

Interviews

Amerika, wĂŒrdest du bitte aufwachen!;
Why JFK’s Death Still Matters.

Peter Dale Scott, einer der scharfsinnigsten und provokantesten Denker unserer Zeit, ist ein ehemaliger kanadischer Diplomat und Professor fĂŒr Englisch an der University of California, Berkeley. Der Sohn des bekannten kanadischen Dichters und Verfassungsrechtlers F.R. Scott und der Malerin Marian Dale Scott, der in Montreal, Kanada am 11. Januar 1929 geboren wurde, zog im Laufe der letzten Jahrzehnte eine Menge Aufmerksamkeit fĂŒr seine politisch-historischen Schriften an.

Scott studierte an der McGill University, Montreal und am University College, Oxford. Seine Dissertation schrieb er zum Thema “Die sozialen und politischen Ideen von T.S. Eliot”. Er unterrichtete zunĂ€chst an der Sedbergh School und an der McGill University. Danach trat er in dem kanadischen Department of External Affairs (1957-1961) und der kanadischen Botschaft in Warschau, Polen (1959-1961) bei. Ins akademische Leben zurĂŒckkehrend, lehrte Peter Dale Scott 30 Jahre lang an der University of California, ehe er 1994 emeritierte.

Seine Prosa-BĂŒcher umfassen u. a.:

The War Conspiracy (1972)
Crime and Cover-Up: The CIA, the Mafia, and the Dallas-Watergate Connection (1977)
Einleitung zu Henrik Krugers The Great Heroin Coup: Drugs, Intelligence, & International Fascism (1980)
The Iran-Contra Connection (in Zusammenarbeit, 1987)
Cocaine Politics: Drugs, Armies, and the CIA in Central America (in Zusammenarbeit, 1991, 1998)
Deep Politics and the Death of JFK (1993, 1996)
Oswald, Mexico, and Deep Politics (1994, 2013)
Drugs, Oil and War (2003)
The Road to 9/11: Wealth, Empire and the Future of America (2007)
The War Conspiracy: JFK, 911, and the Deep Politics of War (2008 Neuauflage und Erweiterung der Ausgabe von 1972)
American War Machine: Deep Politics, the CIA Global Drug Connection, and the Road to Afghanistan (2010)

Seine wichtigsten GedichtbĂ€nde sind die drei BĂ€nde der Trilogie “Seculum”:

Coming to Jakarta: A Poem About Terror (1989)
Listening to the Candle: A Poem on Impulse (1992)
Minding the Darkness: A Poem for the Year 2000 (2000)

ZusÀtzlich hierzu veröffentlichte er:

Crossing Borders: Selected Shorter Poems (1994)
Mosaic Orpheus (2009)
Tilting Point (2011)

In seinen Prosa-BĂŒchern ist Scott besonders daran interessiert, die so genannte “Tiefenpolitik“ / “Deep Politics” zu untersuchen. Er definiert “Deep Politics” auf diese Weise: “All jene politischen Praktiken und Arrangements, absichtlich oder nicht, die im öffentlichen Diskurs eher verdrĂ€ngt, statt anerkannt werden.“ Damit verbunden sind “Tiefenereignisse” / “Deep Events”, die Scott als “die traumatischen und unerwarteten Episoden” definiert, “die in unserer Geschichte immer wieder vorkommen und sie grundlegend verĂ€ndern, allerdings immer zum Schlimmeren. Diese ‘Tiefenereignisse’ können niemals angemessen untersucht oder verstanden werden, weil sie eine geheimdienstliche Dimension aufweisen, die sowohl seitens der Regierung, als auch seitens der etablierten Medien zu einem gesellschaftlich auferlegten Mantel des Schweigens fĂŒhrt.”

Scotts eigene Website findet sich unter: www.peterdalescott.net.

Der Staat, der tiefe Staat, und die Wall Street-Oberwelt
von Peter Dale Scott

Im letzten Jahrzehnt ist mehr und mehr offensichtlich geworden, dass wir in Amerika heute das haben, was die Journalisten Dana Priest und William Arkin „zwei Regierungen“ nannten:

„die eine, die den BĂŒrgern vertraut ist, die mehr oder weniger offen betrieben wird: die andere (ist) eine parallele geheime Regierung, deren Teile sich in weniger als einem Jahrzehnt in ein eigenes riesiges, weitlĂ€ufiges Universum aufgeblĂ€ht haben, sichtbar nur einem sorgfĂ€ltig geprĂŒften Kader – und in seiner Gesamtheit 
 nur fĂŒr Gott sichtbar.” (1)

Und 2013, vor allem nach der RĂŒckkehr des MilitĂ€rs an die Macht in Ägypten, bezogen sich mehr und mehr Autoren auf diese zweite Ebene als Amerikas „tiefem Staat“. (2) Hier ist zum Beispiel der republikanische Analyst Mike Lofgren:

„Es gibt die sichtbare Regierung rund um die Mall in Washington, und dann gibt es eine andere, schattenhafte, undefinierbarere Regierung, die nicht in StaatsbĂŒrgerkunde 101 erklĂ€rt wird oder beobachtbar fĂŒr Touristen im Weißen Haus oder am Kapitol ist. Die erstere ist die traditionelle Washingtoner Parteipolitik: Die Spitze des Eisbergs, die eine Öffentlichkeit, die C-SPAN schaut, tĂ€glich sieht und welche theoretisch ĂŒber Wahlen steuerbar ist. Den untergrĂŒndigen Teil des Eisbergs werde ich den Deep State (Tiefenstaat) nennen, der nach seinem eigenen Kompasskurs unabhĂ€ngig davon operiert, wer formell an der Macht ist.“ (3)

Am Ende des Jahres 2013 bemerkte ein New York Time-Op-Ed diesen Trend und bot sogar eine Definition des Begriffs an, die fĂŒr die Zwecke dieses Aufsatzes funktionieren wird:

„DEEP STATE n. Eine schwer erkennbare Regierungsebene oder Super-Kontrolle, die unabhĂ€ngig von Wahlen existiert und Volksbewegungen oder radikale VerĂ€nderungen durchkreuzen kann. Einige haben gesagt, dass Ägypten von seinem tiefen Staat manipuliert werde.“ (4)

Die politischen AktivitĂ€ten des tiefen Staats sind die Hauptquelle und das Milieu dessen, was ich an anderer Stelle „tiefe Politik” nannte:

„All jene politischen Praktiken und Arrangements, absichtlich oder nicht, die im öffentlichen Diskurs eher verdrĂ€ngt, statt anerkannt werden.“ (5)

Andere, wie Tom Hayden, nennen den tiefen Staat einen „Staat im Staate”, und legen nahe, dass er verantwortlich fĂŒr das Versagen der Obama-Regierung sein könnte, den politischen Richtlinien der Reden des PrĂ€sidenten zu folgen:

„Wir haben bereits zuvor Hinweise auf einen ,Staat im Staate‘ gesehen, sie gehen zurĂŒck bis zu den CIA-Operationen gegen Kuba. Zu Zeiten Obamas, hat der der PrĂ€sident den Putsch 2009 in Honduras richtigerweise einen ,Putsch‘ genannt , und schien dann machtlos zu sein, ihn zu verhindern.“ (6)

Diese Entwicklung eines dualen Staats ist von zwei anderen DualitĂ€ten begleitet worden: die zunehmende Auflösung der amerikanischen Gesellschaft in zwei Klassen – der „eine Prozent” und die „neunundneunzig Prozent ” –, und die Gabelung der US-Wirtschaft in zwei Aspekte: die einheimische, die noch unter einer gewissen staatlichen Regulierung und Besteuerung steht, und die internationale, die relativ frei von staatlichen Kontrollen ist. (7) Alle drei Entwicklungen beeinflussten und verstĂ€rkten sich gegenseitig – insbesondere seit der Reagan-Revolution von 1980, seitdem sich die amerikanische Ungleichheit von Reichtum nicht mehr zu verringern, sondern zu steigern begann. (8) So werden wir zum Beispiel sehen, wie die Wall Street – die Inkarnation des „einen Prozents” – eine bedeutende Rolle bei der VergrĂ¶ĂŸerung des tiefen Staats nach dem Zweiten Weltkrieg spielte, und wie der tiefe Staat drei Jahrzehnte spĂ€ter eine bedeutende Rolle bei der Neuausrichtung Amerikas fĂŒr die Reagan-Revolution spielte.

In frĂŒheren BĂŒchern habe ich Versionen von Amerikas Verschiebung hin zu einem Imperium und tiefen Staat gegeben. Aber ein weiterer Faktor, der zu nennen ist, ist die Verschiebung der globalen Geschichte hin zu einer zunehmend globalen Gesellschaft, die von ein paar aufstrebenden SupermĂ€chten dominiert wird. Dieser Trend wurde nach der Industriellen Revolution durch neue Technologien fĂŒr den Verkehr beschleunigt, von der Eisenbahn im 19. Jahrhundert bis hin zu den Jet-Flugzeugen und der Raumfahrt im 20. Jahrhundert. (9)

Zu den Folgen dieser Umlagerung mĂŒssen wir zwei Weltkriege hinzurechnen, als deren Ergebnis Großbritannien aufhörte, die dominante Supermacht seit Napoleon zu sein. Nicht ĂŒberraschend, konkurrierten die Sowjetunion und die Vereinigten Staaten in einem Kalten Krieg darum, die LĂŒcke zu fĂŒllen. Es wurde jedoch nicht vorgegeben, dass der Kalte Krieg so brutal und untergrĂŒndig heftig werden wĂŒrde, wie er es jahrzehntelang war. DafĂŒr sollten wir nach möglichen GrĂŒnden auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs suchen – beginnend mit dem Charakter von Stalin und seiner Partei, aber auch einschließlich der teilweise reagierenden Entwicklung des tiefen Staats Amerikas.

Der tiefe Staat, die Schatten-Regierung und die Wall Street-Oberwelt

Der „tiefe Staat” wurde vom britischen Newsletter On Religion als „die eingebetteten antidemokratischen Machtstrukturen innerhalb einer Regierung“ definiert, „etwas, von dem nur sehr wenige Demokratien behaupten können, frei zu sein.” (10)

Der Begriff entstand 1996 in der TĂŒrkei, um sich auf US-gestĂŒtzte Elemente zu beziehen, vor allem in den Geheimdiensten und im MilitĂ€r, die immer wieder Gewalt angewendet hatten, um den demokratischen politischen Prozess in der TĂŒrkei zu stören und neu auszurichten. Manchmal ist die Definition auf Elemente innerhalb der Regierung (oder „einen Staat im Staate”) eingeschrĂ€nkt, aber hĂ€ufiger wird der Begriff in der TĂŒrkei aus historischen GrĂŒnden erweitert benutzt, um „Mitglieder der tĂŒrkischen Unterwelt” miteinzubeziehen. (11) In diesem Essay werde ich den „Tiefen Staat” im erweiterten Sinne verwenden, um sowohl die zweite Ebene der geheimen Regierung innerhalb Washingtons, als auch jene Außenseiter zu berĂŒcksichtigen, die entweder in der Unterwelt oder der Oberwelt mĂ€chtig genug sind, ihm Richtung geben zu können. Kurzum, ich werde den Begriff des „Tiefen Staats” mit dem gleichsetzen, was ich 1993 ein „tiefes politisches System” nannte:

„eines, das gewöhnlich auf Entscheidungs- und Durchsetzungsverfahren außerhalb wie auch innerhalb des von Gesetz und Gesellschaft öffentlich sanktionierten Bereichs zurĂŒckgreift.” (12)

So wie ich, legt Lofgren eine zweideutige Symbiose zwischen zwei Aspekten des tiefen Staats Amerikas nahe:

„1.) die Beltway-Behörden der Schattenregierung, wie die CIA und NSA, die vom öffentlichen Staat eingerichtet worden sind und ihn jetzt ĂŒberschatten, und

2.) die viel Ă€ltere Macht der Wall Street, die sich auf den mĂ€chtigen Banken und Anwaltskanzleien dort grĂŒndet.“

In seinen Worten:

„Es ist nicht zu viel gesagt, dass die Wall Street der eigentliche EigentĂŒmer des Tiefen Staats und seiner Strategien sein könnte, und sei es aus keinem anderen Grund als dem, dass sie das Geld hat, um Regierungsvertreter mit einer zweiten Karriere zu belohnen, die von der AttraktivitĂ€t her weit ĂŒber die TrĂ€ume eines angestellten Regierungsbeamten hinausgeht.“ (13)

Ich werde vorbringen, dass in den 1950er Jahren die Wall Street ein dominierender Komplex war. Dieser umfasste nicht nur Banken und Ölfirmen, sondern auch die Ölkonzerne, deren Kartellabsprachen von der Wall-Street-Kanzlei Sullivan und Cromwell, der Heimat der Dulles-BrĂŒder, erfolgreich gegen die US-Regierung verteidigt wurden. Dieser grĂ¶ĂŸere Komplex ist das, was ich mit der Wall Street-Oberwelt meine.

Die lange Geschichte der Wall Street-Oberwelt

Lofgrens Einbeziehung der Wall Street steht im Einklang mit Franklin Roosevelts Beobachtung im Jahre 1933 an seinem Freund, Col. E.M. House:

„Die wirkliche Wahrheit 
 ist, wie Sie und ich wissen, dass ein Finanz-Element in den grĂ¶ĂŸeren Zentren die Regierung von jeher seit den Tagen Andrew Jacksons besessen hat.“ (14)

FDRs Einsicht wird durch die Effizienz illustriert, mit der eine Gruppe von Wall Street-Bankern (einschließlich Nelson Rockefellers Großvater Nelson Aldrich und Paul Warburg) in einem streng geheimen Treffen im Jahre 1910 in der Lage waren, das Federal Reserve System zu begrĂŒnden – ein System, das die Aufsicht ĂŒber die Geldversorgung des Landes und aller Banken Amerikas in die nicht unparteiischen HĂ€nde seiner grĂ¶ĂŸten Mitglieder legte. (15) Der politische Einfluss des quasi-staatlichen Federal Reserve-Vorstands (in dem das Bundesfinanzministerium vertreten ist, aber nicht dominiert) wurde 2008 deutlich aufgezeigt, als die Fed-FĂŒhrung die sofortige UnterstĂŒtzung der aufeinander folgenden Regierungen eines Republikaners aus Texas und eines Demokraten aus dem Mittleren Westen fĂŒr den Erhalt öffentlicher Gelder sicherstellte, um das rĂŒcksichtslose Management der Wall Street-Banken zu retten: Banken, die Too Big To Fail sind, und natĂŒrlich auch Too Big To Jail, aber nicht Too Big To Bail. (16)

Die Wall Street und der Beginn der CIA

Hochrangige Beamte des Finanzministeriums, CIA-Offiziere, und die Wall Street-Banker und -AnwĂ€lte denken Ă€hnlich ob der „DrehtĂŒr”, durch die sie problemlos vom privaten Sektor in den öffentlichen Dienst und zurĂŒck wechseln. 1946 rekrutierte General Vandenberg als Director of Central Intelligence (DCI) Allen Dulles, damals ein republikanischer Anwalt bei Sullivan und Cromwell in New York, „um VorschlĂ€ge fĂŒr die Form und Organisation dessen zu entwerfen, woraus die Central Intelligence Agency im Jahre 1947 werden sollte.” Dulles rief umgehend eine beratende Gruppe von sechs MĂ€nnern zusammen, von denen bis auf einen alle Wall Street-Investmentbanker oder –AnwĂ€lte waren. (17) Dulles und zwei andere (William H. Jackson und Frank Wisner) traten der Behörde spĂ€ter bei, wo Dulles damit fortfuhr, politische Entscheidungen zu orchestrieren, wie beispielsweise den Sturz des Regimes Arbenz in Guatemala, den er zuvor in New York beim Council on Foreign Relations diskutiert hatte. (18)

Es scheint wenig Unterschied fĂŒr den Einfluss von Allen Dulles ausgemacht zu haben, ob er ein Wall Street-Anwalt oder CIA-Direktor war. Obwohl er der CIA bis November 1950 nicht offiziell beigetreten war, war er vor Beginn der Berlin-Blockade von 1948 in Berlin, indem er „die Aufsicht ĂŒber die Entfesselung der antisowjetischen Propaganda in ganz Europa” innehatte. (19) Im FrĂŒhsommer 1948 bildete er das Amerikanische Komitee fĂŒr ein Vereinigtes Europa (ACUE), um das zu unterstĂŒtzen, was in den frĂŒhen 1950er Jahren „die grĂ¶ĂŸte CIA-Operation in Westeuropa“ wurde. (20)

Der Tiefenstaat und Gelder fĂŒr verdeckte Operationen der CIA

Die Wall Street war auch die Inspiration fĂŒr das, was schließlich zur ersten verdeckten Operation der CIA wurde: die Verwendung von â€žĂŒber 10 Millionen US-Dollar in beschlagnahmten Achsen-Geldern, um die [italienische] Wahl [von 1948] zu beeinflussen.” (21) (Das Fundraising hatte im wohlhabenden Brook Club in New York begonnen; aber Allen Dulles, noch immer ein Wall Street-Anwalt, ĂŒberzeugte Washington, das zunĂ€chst eine private Finanzierung der Kampagne bevorzugt hatte, die Operation durch den National Security Council und die CIA zu genehmigen. (22)

Dulles‘ Freund Frank Wisner verließ danach die Wall Street, um die Aufsicht ĂŒber ein vergrĂ¶ĂŸertes Programm fĂŒr verdeckte Operationen durch das neu geschaffene Office of Policy Coordination (OPC) zu ĂŒbernehmen. Dulles, noch immer ein Anwalt, warb erfolgreich fĂŒr einen Wiederaufbau Westeuropas durch das, was als Marshall-Plan bekannt wurde. (23) Gemeinsam mit George Kennan und James Forrestal half Dulles auch

„einen geheimen Zusatz [zum Marshall-Plan] zu entwickeln, der der CIA die Möglichkeit gab, politische KriegsfĂŒhrung auszuĂŒben. Er ließ die Behörde Millionen von Dollar aus dem Plan abschöpfen.” (24)

Dies schuf eine der frĂŒheren Gelegenheiten, bei denen die CIA direkt oder indirekt lokale KrĂ€fte, die im Drogenhandel verwickelt waren, rekrutierte. Das AFL-Mitglied Irving Brown, der Assistent vom AFL-Offiziellen Jay Lovestone (ein CIA-Asset), war in Drogenschmuggel-AktivitĂ€ten in Europa zur gleichen Zeit verwickelt, in der er Mittel aus dem Marshall-Plan umleitete, um

„eine ,kompatible linke‘ Gewerkschaft in Marseille mit Pierre Ferri-Pisani (zu etablieren). Im Auftrag von Brown und der CIA heuerte Ferri-Pisani (ein Drogenschmuggler mit Verbindung zum Verbrechensherrscher von Marseille, Antoine Guerini) BerufsschlĂ€ger zum Zusammenschlagen von kommunistischen Dock-Arbeitern an.” (25)

Eine Ă€hnliche Finanzierungsquelle fĂŒr die CIA wurde im Fernen Osten entwickelt: der sogenannte

„,M-Fonds‘, ein Geheimer Geldfonds von enormer GrĂ¶ĂŸe, der [1991] in Japan seit mehr als vierzig Jahren existierte. Der Fonds wurde von den Vereinigten Staaten in der unmittelbaren Nachkriegszeit im Wesentlichen aus den gleichen GrĂŒnden gegrĂŒndet, die spĂ€ter den Marshallplan der UnterstĂŒtzung der USA an Westeuropa entstehen ließen, darunter auch fĂŒr die Bundesrepublik Deutschland
.. Der M-Fonds wurde nicht nur fĂŒr den Aufbau eines demokratischen politischen Systems in Japan verwendet, sondern darĂŒber hinaus fĂŒr alle Zwecke, fĂŒr die die Marshall-Plan-Gelder in Europe benutzt wurden.“ (26)

FĂŒr mindestens zwei Jahrzehnte unterstĂŒtzte die CIA großzĂŒgig rechte Parteien in LĂ€ndern wie Japan und Indonesien, möglicherweise noch mit beschlagnahmten Achsen-Geldern. (27) (Man trifft hĂ€ufig auf die Behauptung, dass die Quelle fĂŒr den M-Fonds Gold war, das von Japan im Zweiten Weltkrieg geplĂŒndert wurde, „Yamashitas Gold”.) (28)

Als allgemeine Regel scheint die CIA, statt diese Mittel in ihren eigenen Haushalt zu assimilieren, in die HĂ€nde von verbĂŒndeten unternehmerischen KrĂ€ften gegeben zu haben – angefangen bei anderen US-Behörden wie die Economic Cooperation Administration (ECA, 1948 gegrĂŒndet, um den Marshall-Plan zu verwalten), bis hin zu Ölgesellschaften und mĂ€chtigen DrogenhĂ€ndlern. (29)

Die CIA hat ihre AbhĂ€ngigkeit von Geldern, die außerhalb ihres offiziellen Budgets fließen, nie aufgegeben, um ihre Geheimoperationen durchzufĂŒhren. In SĂŒdostasien versorgte ihre eigene Firma Sea Supply Inc. eine Infrastruktur fĂŒr einen Drogenhandel, der eine CIA-gefĂŒhrte paramilitĂ€rische Einheit unterstĂŒtzte, PARU. (30) Die CIA scheint auch in Abstimmung mit schwarzen Kassen aus verschiedenen US-RegierungsvertrĂ€gen gehandelt zu haben; angefangen bei der Howard Hughes-Organisation, bis hin zu (wie wir sehen werden) auslĂ€ndischen WaffenverkĂ€ufe von US-RĂŒstungskonzernen wie Lockheed und Northrop. (31)

Lockheed-Auszahlungen und CIA-Kunden: die Niederlande, Japan, Italien, Indonesien und Saudi-Arabien

Die Auszahlungen aus dem M-Fonds in den 1950er Jahren wurden von Kodama Yoshio verwaltet, „wahrscheinlich das Hauptasset der CIA in Japan“; wĂ€hrend „alle Konten sagen, dass nach dem Ende der Besatzung alle amerikanischen Manager des Fonds von der CIA kamen.” (32)

Kodama empfing auch und verteilte Millionen an Lockheed-Mittel, um militĂ€rische AuftrĂ€ge sicherzustellen – eine Operation, von der die CIA wusste, aber ĂŒber die sie nie zugab, an ihr beteiligt gewesen zu sein. (33) Lockheeds Auszahlungssystem war weltweit gespannt, und man sieht eine CIA-Beteiligung daran in mindestens vier anderen LĂ€ndern: den Niederlanden, Italien, Indonesien und Saudi-Arabien. (Lockheed, der Erbauer der U-2, war ein großer CIA-Auftragnehmer.) (34)

Der EmpfĂ€nger in den Niederlanden war Prinz Bernhard, ein enger Freund der CIA-Direktoren Walter Bedell Smith und Allen Dulles, und der Veranstalter der Bilderberg-Gruppe. (35) Im Fall von Italien wurden die Zahlungen ĂŒber einen Kontakt („Antelope Cobbler”) gehandhabt, der immer der war, der der italienische MinisterprĂ€sident in dem Moment war (immer von einer der beiden Parteien, die zuvor von der CIA gefördert worden waren). (36)

Beim aufschlussreichen Beispiel Indonesiens wurden Lockheed-Zahlungen im Mai 1965, entgegen der rechtlichen EinwÀnde des Lockheed-Ratgebers, an einen neuen Vertrag mit einer Firma des langjÀhrigen lokalen Agenten oder Mittelsmann, August Munir Dasaad, verschoben. Das war nur sechs Monate nach einer geheimen US-Entscheidung, die CIA heimlich

„,Einzelpersonen und Organisationen (unterstĂŒtzen zu lassen), die bereit waren, obstruktive Handlungen gegen die PKI [Indonesische Kommunistische Partei] zu unternehmen.’ Auf lĂ€ngere Sicht bedeutete dies die Identifizierung und ins Auge fassen von ,Anti-Regime-Elementen‘ und anderen potenziellen FĂŒhrungskrĂ€ften eines Post-Sukarno-Regimes.“ (37)

Obwohl Dasaad ein langjĂ€hriger UnterstĂŒtzer von Sukarno war, bildete er ab Mai 1965 bereits Verbindungen zu Sukarnos spĂ€teren Nachfolger, General Suharto, ĂŒber einen Verwandten der Familie, General Alamsjah, der Suharto kannte und der EmpfĂ€nger des neuen Lockheed-Kontos war. (38) Nachdem Suharto Sukarno ersetzte, machte Alamsjah, der erhebliche Gelder kontrollierte, Gelder fĂŒr Suharto frei, was ihm den Dank des neuen PrĂ€sidenten einbrachte. (39)

WĂ€hrend dies geschah, erhöhte Stanvac (ein Joint Venture von Standard-Unternehmen, die spĂ€ter als Exxon und Mobil die Zahlungen an die Ölgesellschaft der Armee, Permina, die von einem eventuellen politischen VerbĂŒndeten Suhartos, General Ibnu Sutowo, geleitet wurde. Von Alamsjah wird gesagt, dass er sich mit Ibnu Sutowo bei einer Verschwörung gegen Sukarno verbĂŒndet haben soll, zusammen mit einem gut verbundenen japanischen Ölmann, Nishijima Shigetada. (40) Nach Suhartos Sturz von Sukarno schrieb Fortune, dass

“Sutowos noch immer kleine Firma eine entscheidende SchlĂŒsselrolle bei der Finanzierung der Operationen spielte, und die Armee hat dies nie vergessen.” (41)

Wir werden uns spĂ€ter mit dem speziellen Fall der Lockheed-Schmiergelder fĂŒr Saudi-Arabien befassen, die weitaus grĂ¶ĂŸer als die in Japan waren. Die Verbindung zwischen Öl im Nahen Osten und WaffenverkĂ€ufen ist jedoch wichtig zu beachten: als die US-Importe von Öl des Nahen Ostens sich erhöhten, wurde der Druck auf die US-Zahlungsbilanz durch erhöhte US-Waffenlieferungen in die Region wettgemacht.

„In der Zeit zwischen 1963-1974 gingen die Waffenlieferungen in den Nahen Osten von 10 Prozent der weltweiten Waffenimporte auf 36 Prozent hinauf, die HĂ€lfte davon wurde von den Vereinigten Staaten geliefert.” (42)

Iran 1953: Wall Street, die Dulles-BrĂŒder und das Internationale Öl-Kartell

Die internationalen AnwĂ€lte der Wall Street versteckten voreinander nicht ihre gemeinsame Überzeugung, dass sie die Anforderungen, um die Welt zu fĂŒhren, besser verstanden als Washington. Wie John Foster Dulles in den 1930er Jahren an einen britischen Kollegen schrieb:

„Das Wort ,Kartell‘ hat hier das Stigma eines Schreckgespenst angenommen, das die Politiker stĂ€ndig angreifen. Tatsache ist, dass die meisten dieser Politiker isolationistisch und nationalistisch sind, und weil die politische Organisation der Welt unter solchen Einfluss so rĂŒckwĂ€rtsgewandt ist, mĂŒssen Business-Leute, die realistisch mit internationalen Problemen zu kĂ€mpfen haben, Wege finden, um durch dumme politische Barrieren zu kommen.“ (43)

Die gleiche MentalitĂ€t erklĂ€rt auch, warum Allen Dulles als OSS-Offizier im Jahr 1945 einfach Befehle aus Washington umging, die es ihm verboten, mit SS-General Karl Wolff ĂŒber eine bedingte Kapitulation der deutschen StreitkrĂ€fte in Italien zu verhandeln – eine wichtige Verletzung von Roosevelts Vereinbarung mit Stalin in Jalta fĂŒr eine bedingungslose Kapitulation, eine Verletzung, die von vielen als zum Kalten Krieg hinfĂŒhrend angesehen wird. (44) Und sie erklĂ€rt, warum Allen, als CIA-Direktor im Jahr 1957, sich zusammenfassend mit Eisenhowers ZurĂŒckhaltung bei der Genehmigung von mehr als nur gelegentlichen U-2-FlĂŒgen ĂŒber der UdSSR befasste, indem er heimlich einen Plan mit dem britischen MI-6 genehmigte, demnach U-2-FlĂŒge stattdessen durch den britischen Premierminister Macmillan genehmigt werden konnten. (45)

Diese MentalitĂ€t zeigte sich 1952, als Trumans Justizministerium versuchte, die Kartellvereinbarungen auseinanderzubrechen, durch die Standard Oil of New Jersey (heute Exxon) und vier weitere Ölkonzerne die globale Ölverteilung kontrollierten. (Die anderen vier waren Standard Oil Company of New York, Standard Oil of California oder Socony, Gulf Oil und Texaco; zusammen mit Royal Dutch Shell und Anglo-Iranian bildeten sie die sogenannten Sieben Schwestern des Kartells). Konfrontiert mit einer Regierung, die die AushĂ€ndigung relevanter Unterlagen forderte, weigerte sich Exxon-Anwalt Arthur Dean von Sullivan und Cromwell, wo Foster Dulles ein Senior-Partner war:

„Wenn es nicht um eine Frage der nationalen Sicherheit ginge, wĂ€ren wir durchaus bereit, einem Strafverfahren oder einer Zivilklage entgegenzublicken. Aber das ist die Art von Informationen, die der Kreml gerne in seine HĂ€nde bekĂ€me.” (46)

Zu diesem Zeitpunkt arbeitete das Ölkartell eng mit der britischen Anglo-Iranian Oil Company (AIOC , spĂ€ter BP) zusammen, um die Verstaatlichung von AIOC durch den iranischen Premier Mossadegh zu verhindern, und zwar durch die EinfĂŒhrung eines erfolgreichen Boykotts iranischer Öl-Exporte im Mai 1951.

„Im Mai 1951 sicherte sich AIOC die UnterstĂŒtzung der anderen Ölkonzerne, die jedes Interesse an einer Entmutigung von Verstaatlichungen hatten 
. Keines der großen Unternehmen wĂŒrde iranisches Öl anrĂŒhren; trotz ein oder zwei malerischer Episoden hielt der Boykott.“ (47)

Im Ergebnis fiel die iranische Ölproduktion von 241 Millionen Barrel im Jahre 1950 auf 10.6 Millionen Barrel im Jahre 1952.

„Dies wurde erreicht, indem dem Iran die FĂ€higkeit verweigert wurde, sein Erdöl exportieren zu können. Zu dieser Zeit kontrollierten die sieben Schwestern fast 99% der Rohöltanker der Welt fĂŒr solche Exporte, und noch wichtiger ist, die MĂ€rkte, die sie ansteuerten.“ (48)

Aber Truman lehnte eine Beteiligung der CIA bei BemĂŒhungen zum Sturz von Mossadeq ab, trotz eines direkten persönlichen Appells von Churchill, und schickte stattdessen Averell Harriman nach Teheran, um in gescheiterten BemĂŒhungen um eine friedliche Beilegung der Differenzen mit Mossadegh zu verhandeln. (49)

All dies Ă€nderte sich mit der Wahl von Eisenhower im November 1952, gefolgt von der Ernennung der Dulles-BrĂŒder, Außenminister und Chef der CIA zu sein. Die Strafanzeige des Justizministeriums gegen das Öl-Kartell wurde schnell durch eine Zivilklage ersetzt, aus der das Öl-Kartell schließlich unbeschadet hervorging. (50)

„Eisenhower, ein offener Freund der Ölindustrie 
 verĂ€nderte die Anklage von strafrechtlich auf zivilrechtlich und ĂŒbertrug die Verantwortung fĂŒr den Fall vom Justizministerium ans Department of State – das erste Mal in der Geschichte, dass ein Kartellverfahren zur Strafverfolgung an das Außenministerium gegeben wurde. Wenn man sieht, dass der Außenminister John Foster Dulles war, und dass der Verteidiger fĂŒr das Öl-Kartell Dulles’ ehemalige Kanzlei (Sullivan und Cromwell) war, war der Fall bald so gut wie tot.“ (51)

Danach

„(blieb die) kooperative Steuerung des Weltmarktes durch die großen Ölgesellschaften mit unterschiedlichem Erfolg bis zum Öl-Embargo von 1973 bis 1974 in Kraft. Dass die Zusammenarbeit mehr als stillschweigend war, kann durch die Tatsache ersehen werden, dass die kartellrechtlichen Regelungen speziell im Zeitraum 1950-1973 oftmals beiseite geschoben wurden, was den großen Unternehmen erlaubte, als Gruppe mit verschiedenen Nahost-LĂ€ndern zu verhandeln, und nach ihrer GrĂŒndung [1960] mit der Organisation der Erdöl exportierenden LĂ€nder oder OPEC.“ (52)

Im November 1952 begannen CIA-Beamte auch die Beteiligung der CIA an den BemĂŒhungen des MI6 und der Ölgesellschaften im Iran zu planen (53) – obwohl ihre berĂŒchtigte Operation TP / AJAX, um Mossadegh zu stĂŒrzen, von Eisenhower erst am 22. Juli 1953 entgĂŒltig genehmigt wurde. (54)

Die Ereignisse von 1953 stĂ€rkten die Rolle des Ölkartells als eine strukturelle Komponente des amerikanischen tiefen Staats, sich dabei auf seine starke Verbindungen sowohl zur Wall Street als auch zur CIA stĂŒtzend. (55) (Eine weitere solche Komponente war die Arabian-American Oil Company oder ARAMCO in Saudi-Arabien, die die Ölproduktion in den Jahren 1951 bis 1953 erhöhte, um den Verlust von Öl aus dem Iran wettzumachen. Bis sie vollstĂ€ndig 1980 verstaatlicht wurde, hielt ARAMCO Undercover-CIA-Personal wie William Eddy unter seinen Top-Beratern. (56)) Die fĂŒnf amerikanischen Ölkonzerne waren insbesondere gestĂ€rkt durch den Erfolg von AJAX, da Anglo-Iranian (spĂ€ter umbenannt in BP) fortan gezwungen wurde, 40 Prozent des Öls aus seinen iranischen Raffinerien mit ihnen zu teilen.

Nahezu alle jĂŒngeren Darstellungen des Mossadegh-Sturzes behandeln ihn als eine verdeckte Geheimdienstoperation, bei dem das Öl-Kartell eine (wenn es ĂŒberhaupt erwĂ€hnt wird) untergeordnete Rolle spielte. Doch die Chronologie, und vor allem die verspĂ€tete Genehmigung von Eisenhower, deuten darauf hin, dass es die CIA war, die 1953 verspĂ€tet zu einer frĂŒheren Ölkartell-Operation hinzustieß, und nicht umgekehrt. Was den tiefen Staat betrifft, initiierte das Öl-Kartell oder der tiefe Staat im Jahre 1951 einen Prozess, den der öffentliche Staat Amerikas erst zwei Jahre spĂ€ter genehmigte. Doch die unvermeidlichen Verzerrungen in der akademischen oder Archivierungs-Geschichtsschreibung, die nur mit den primĂ€ren Quellen arbeitet, die öffentlich zugĂ€nglich sind, besteht darin, die Mossadegh-Tragödie schlicht als „CIA-Coup” zu betrachten.

Die CIA, Booz Allen Hamilton und die Wall Street-Oberwelt

Durch die „DrehtĂŒr ” zirkulieren auch hochrangige Geheimdienstmitarbeiter und die Chefs der „cleared contractors“ (Auftragnehmer, die Zugang zu hochklassifizierten Informationen und Bereichen haben, Anm. d. Übersetzers), auf die sich Mike Lofgren als Teil des tiefen Staats bezog. Tim Shorrock enthĂŒllte 2007, dass „etwa 70 Prozent der geschĂ€tzten $ 6 Milliarden, die von der Regierung jedes Jahr fĂŒr 
 Geheimdienstarbeit (ausgegeben wird)“, an privatunternehmerische Geheimdienstauftragnehmer wie Booz, Allen & Hamilton (heute Booz Allen Hamilton) und SAIC ausgelagert wird. (57) Zum Beispiel ging Mike McConnell

„(vom Posten als) Chef der National Security Agency unter Bush und Clinton direkt zu Booz Allen, einem der landesweit grĂ¶ĂŸten privaten Geheimdienstauftragnehmer, dann wurde er Bushs Director of National Intelligence (DNI), ging dann zurĂŒck zu Booz Allen, wo er ist jetzt ausfĂŒhrender Vize-PrĂ€sident ist.“

Geheimdienst-Offiziere in der Regierung schreiben die nicht-kompetitiven VertrĂ€ge fĂŒr die privaten Unternehmen, fĂŒr die sie möglicherweise gearbeitet haben und fĂŒr die sie möglicherweise wieder arbeiten könnten. (58) Und im Laufe der Jahre hat die „DrehtĂŒr” auch Personal zwischen Booz Allen und den internationalen Ölgesellschaften, denen die Firma dient, ausgetauscht.

Die ursprĂŒngliche Firma Booz, Allen, & Hamilton teilte sich 2008 in Booz Allen Hamilton, konzentriert um das USG-GeschĂ€ft, und Booz & Company in New York, das das kommerzielle und internationale Portfolio des alten Unternehmens ĂŒbernahm, auf. Booz Allen Hamilton gehört mehrheitlich dem Private-Equity-Unternehmen der Carlyle Group, bekannt fĂŒr seine Zusammenarbeit mit politischen Persönlichkeiten wie den beiden PrĂ€sidenten Bush. (59)

Lofgren weist auf die Tiefenstaat-Bedeutung von Booz Allen Hamilton hin, dessen UnternehmensgeschĂ€ft zu 99 Prozent von der US-Regierung abhĂ€ngt. (60) Booz Allen wurde in den Medien mit der NSA verbunden, seitdem sein Mitarbeiter Edward Snowden mit NSA-Aufzeichnungen ausriss. Aber Booz Allen, eines der Ă€ltesten und grĂ¶ĂŸten der „cleared contractors”, war mit verdeckten Operationen der CIA verflochten, seit Allen Dulles 1953 CIA-Direktor wurde. (61) Im gleichen Jahr begann Booz Allen

„mehrere AuslandsauftrĂ€ge zu ĂŒbernehmen
: ein Land-Registrierungssystem auf den Philippinen, eine Umstrukturierung der Ă€gyptischen Zolloperationen und Textilindustrie, und die Arbeit fĂŒr Irans nationaler Ölgesellschaft.” (62)

Alle drei Aufgaben ĂŒberschnitten sich mit verdeckten Operationen der CIA im Jahre 1953, einschließlich des philippinischen Landverteilungsprogramms, das von Edward Lansdale gefördert wurde, um einen Huk-Aufstand zu bekĂ€mpfen, und der CIA-Operation TP / AJAX (mit dem britischen MI6), um die Anglo-Iranian Oil Company (spĂ€ter BP) zu retten. (63)

Aber die wichtigsten CIA-Booz Allen-Kooperation mag in Ägypten stattgefunden haben. Im MĂ€rz 1953 kehrte Miles Copeland, nachdem er von der CIA zurĂŒckgetreten war, um Booz-Allen beizutreten, „nach Kairo fĂŒr eine gemeinsame CIA-BA & H-Mission zurĂŒck.” (64) Über Management-Beratung an die Ă€gyptische Regierung im Allgemeinen und an eine private Textilfabrik hinausgehend, gab Miles Nasser auch Rat bei der GrĂŒndung seines Nachrichtendienstes (dem Mukhabarat), und er wurde „bald sein engster westlicher Berater” (wie auch sein Top-Kanal zur USG, wichtiger als der lokale US-Botschafter und der CIA-Chef). (65)

Copelands VerhĂ€ltnis zu Nasser machte ihn nicht zu einem Gestalter der US-Politik; seine pro-Nasser-Ansichten wurden weitgehend vom pro-britischen Anti-Nasserismus der Dulles-BrĂŒder unterdrĂŒckt. Aber sie brachten eine Bindung zwischen Copeland und dem Weißen Haus Eisenhowers hervor. Nach 1967, als Nixon sich fĂŒr die Kandidatur um das PrĂ€sidentenamt vorbereitete, hatte Copeland eine Beurlaubung von Booz Allen genommen, um ein prestigetrĂ€chtiger und gut bezahlter Berater fĂŒr Ölunternehmen zu werden.

Die CIA, Miles Copeland und Adnan Khashoggi

Im Jahr 1966 schloss Copeland, wĂ€hrend er technisch auf Urlaub von Booz Allen war, engen Kontakt zu Adnan Khashoggi, einem jungen Araber, der sich sowohl zu einem „hauptsĂ€chlichen auslĂ€ndischen Agenten” der USA entwickelte, als auch Ă€ußerst wohlhabend wurde aufgrund von Kommissionen auf die Waffenlieferungen von Lockheed und anderen militĂ€rische Unternehmen an Saudi-Arabien. (66)

„Um ein GefĂŒhl fĂŒr die GrĂ¶ĂŸe des Unternehmen zu geben, das Unternehmen rĂ€umte Mitte der 1970er Jahre ein, das es zwischen 1970 und 1975 $ 106 Millionen an Kommissionen an Khashoggi zur VerfĂŒgung gestellt hatte, mehr als zehn Mal die Höhe der Zahlungen an die nĂ€chstwichtigste Verbindung, Yoshi [sic] Kodama aus Japan.” (67)

Anhand Copelands eigener Darstellung von 1989 hob diese Begegnung mit Khashoggi

„uns beide auf eine ,Miles-und-Adnan‘-Basis, die fĂŒr mehr als zwanzig Jahre, Partys und eine sehr spezielle Art der politischen Handlungsweise ĂŒberdauert hat.” (68)

Copeland fĂŒgt hinzu, dass

„Adnan und ich (wurden) getrennt durch unsere jeweiligen Freunde in Langley [d.h. CIA] gebeten, einen Offiziellen 
 [sic] Off-the-record-Austausch von Ideen ĂŒber die sich abzeichnende Krise im Nahen Osten zu haben, und mit VorschlĂ€gen zu kommen, die die zahmen BĂŒrokraten gerne gemacht hĂ€tten, aber nicht machen konnten.“ (69)

Copeland flog beinah sofort nach Kairo und vertiefte sich in einer Reihe von hochrangigen, aber letztlich erfolglosen BemĂŒhungen zur Verhinderung dessen, was bald der Sechs-Tage-Krieg von 1967 wurde. Seine Mission gab ihm basierend auf seiner Darstellung, obwohl erfolglos, einen „enormen Schub” fĂŒr seinen Ruf, so dass er

„den schon begonnenen Versuch, eine ,private CIA‘ durch Verwendung von vertraulichen Vereinbarungen mit politisch klugen Mitglieder der Klienten-Unternehmen aufzubauen, zu beschleunigen.” (70)

Copeland selbst-promotende Behauptungen sind umstritten, und eine Reihe von Establishment-Schriftstellern haben seine BĂŒcher als „unzuverlĂ€ssig” beschrieben. (71) Aber Augenzeuge Larry Kolb bestĂ€tigt, dass Copeland Khashoggi nahestand, und dass die zwei

„ein Arbeitspapier (geschrieben hatten) 
 das vorschlug, dass 
 
 reiche LĂ€nder, darunter nicht nur die USA, sondern auch die arabischen Ölstaaten, einen ,Marshall-Plan‘ fĂŒr alle bedĂŒrftigen LĂ€nder des Nahen Ostens, einschließlich Israels, grĂŒnden sollten.“

Nachdem der Plan mit Kolbs UnterstĂŒtzung nach RĂŒcksprache mit Reagans Weißem Haus neugeschrieben worden war, sollte er von einem „Mideast Peace Fund“ unterstĂŒtzt werden, dem „Adnan hundert Millionen Dollar von seinem eigenen Geld spendete.” (72)

Der Vorschlag scheiterte, teils wegen des nahöstlichen Widerstands gegenĂŒber Verhandlungslösungen, teils aber auch, weil Khashoggi in den 1980er Jahren nicht mehr so reich und einflussreich wie einst war. Seine Funktion als Einflussagent im Nahen Osten und anderswo wurde scharf beschrĂ€nkt, nachdem die Vereinigten Staaten durch den Corrupt Federal Practices Act von 1978 die Direktzahlungen von US-Unternehmen an auslĂ€ndische Personen verboten. Von nun an verschob sich die Funktion der Verleihung von Geld und sexuellen GefĂ€lligkeiten an Klienten-Politiker vor allem von Khashoggi zu einer anderen CIA-Connection, zur Bank of Credit and Commerce International (BCCI). (73)

Ein GroßaktionĂ€r in BCCI war der saudische Geheimdienstchef Kamal Adham, Khashoggis Freund und GeschĂ€ftspartner und (nach dem Senats-BCCI-Bericht) „der ehemalige Hauptansprechpartner der CIA im arabischen Nahen Osten.” (74)

Was die Geschichte des gescheiterten „Mideast Peace Fund“ enthĂŒllt, ist erstens, dass Khashoggi (wie BCCI nach ihm) fĂŒr Washington von Interesse war wegen seiner FĂ€higkeit, sowohl mit Israel als auch mit den arabischen LĂ€ndern zu verhandeln, und zweitens, dass sich Copeland und das, was Copeland seine „private CIA” nannte, (75) in einer Kommandoposition als fĂŒhrender Berater von Khashoggi befand, wĂ€hrend er immer noch auf unbezahlten Urlaub von Booz Allen Hamilton war.

Khashoggi, das CIA-Asset Edward K. Moss und politische Korruption

Eine starke Verbindung wurde durch die Kombination von Copelands politischen Kontakten mit den Millionen Khashoggis gebildet. Copeland war vielleicht fĂŒr Khashoggis inspirierte Wahl des unterschĂ€tzten Edward K. Moss verantwortlich, einem anderen Mann mit CIA-Verbindungen, um sein PR-Mann in Washington zu werden. (76)

Bereits im November 1962 entschied die CIA, als Teil der Planung, Castro loszuwerden, Moss fĂŒr die politische Aktionsgruppe der CIA-Covert Action (CA) zu verwenden. (77) Das war mehr als ein Jahr, nachdem das FBI der CIA beratend mitgeteilt hatte, dass Moss‘ Geliebte Julia Cellini und ihr Bruder Dino Cellini angeblich Menschenbeschaffer wĂ€ren, wĂ€hrend „die Cellini- BrĂŒder lange mit Drogen- und modernen Sklavenhandel-Verbrechen auf Kuba in Verbindung gebracht” wurden. (78)

Dieser FBI-Bericht legt ein wichtiges gemeinsames Interessen zwischen Moss und Khashoggi nahe: sexuelle Korruption. Genau wie sein Onkel Yussuf Yassin einst ein Beschaffer von Frauen fĂŒr König Abdul Aziz gewesen war, so wurde ĂŒber Khashoggi selbst gesagt, er habe „Sex benutzt, um US-FĂŒhrungskrĂ€fte zu gewinnen.” Die Rechnung fĂŒr die Frau, die MĂ€dchen en masse auf seine Yacht im Mittelmeer lieferte, belief sich auf Hunderttausende von Dollar. (79) Khashoggi machte eine Praxis aus der Lieferung von Geld und Sex an solche, die er beeinflussen wollte.

Der CIA war es natĂŒrlich verboten, Sex und Geld auf diese Weise in den Vereinigten Staaten zu verwenden, oder in den Vereinigten Staaten die Zahlungen an rechte Politiker zu tĂ€tigen, wie es ihr Verhalten in den Rest der Welt auszeichnete. Aber ein solches Verbot galt nicht fĂŒr Khashoggi. Laut Anthony Summers:

„Khashoggi hatte 1967 Nixon umworben, indem er ihm ein Flugzeug zur VerfĂŒgung stellte, um den Nahen Osten nach dem Sechs-Tage-Krieg zu bereisen. Bald darauf eröffnete er, indem er einen Strohmann benutzte, ein Konto bei Rebozo [bei Bebe Rebozo, Nixons engem Vertrauten] in Florida. Er machte dies, so erklĂ€rte er Watergate-StaatsanwĂ€lten, in der Hoffnung, ÂŽdie Gunst von Rebozo zu erlangenÂŽ, um zu dem Mann zu gelangen, der PrĂ€sident werden könnte, und um GeschĂ€ftsdeals zu verfolgen.“ (80)

Khashoggi diente tatsĂ€chlich als „Cutout“ oder Vertreter in einer Anzahl von Operationen, die der CIA und den Unternehmen, mit denen er arbeitete, untersagt waren. Lockheed beispielsweise war auffĂ€llig abwesend auf der Liste der militĂ€rischen Auftragnehmer, die illegal zu Nixons Wahlkampf 1972 beigetragen hatten. Aber es gab kein Gesetz, dass es seinem offiziellen Vertreter, Khashoggi, verbot, $ 200 Millionen durch die Bank von Nixons Freund Bebe Rebozo zu lenken. (81)

(Pierre Salinger hörte von Khashoggi, dass er 1972 1 Million Dollar an Nixon gespendet hatte, damit die oft gehörte Behauptung erhĂ€rtend, dass Khashoggi es in einem Aktenkoffer in Nixons westliches White House in San Clemente gebracht hatte und dann „vergessen” habe, es mitzunehmen.) (82)

NatĂŒrlich fĂŒhrte Khashoggi solche Korruption nicht in der amerikanischen Politik ein; er trat bloß einem Milieu bei, in dem RĂŒstungsunternehmen seit Jahren Geld und MĂ€dchen verwendeten, um RĂŒstungsauftrĂ€ge in Washington und Las Vegas zu ergattern. (83) Prominent in dieser Praxis war Howard Hughe , dem Khashoggi bald bei internationalen Beteiligungen beitrat. (Laut einem Senats-Ermittler, der der Spur nachging, die Khashoggi mit Hughes‘ Sands Hotel in Las Vegas in Verbindung brachte, kam eine Blondine unerwartet in sein Hotelzimmer hinein und sagte: “Ich bin fĂŒr Ihr VergnĂŒgen hier.”) (84)

Aber Khashoggis KorruptionskanĂ€le und -ziele ĂŒberlappten mit denen der anderen mit CIA-Verbindungen. Im Jahr 1972 wurde behauptet, dass Gelder aus dem Paradise Island Casino auf den Bahamas heimlich an Nixon und sein Freund Bebe Rebozo gegeben wurden, durchgefĂŒhrt von einem Casino-Mitarbeiter. Dies war Seymour (Sy) Alter, die von beiden, „von Nixon und Rebozo seit 1962 ein Freund war”, und auch ein VerbĂŒndeter von Edward Moss‘ Schwager Eddie Cellini, der Casino-Manager im Paradise Island war. (85) Die Gelder kamen von der Paradise Island Bridge Company, einem Unternehmen, das teilweise einem Offiziellen der Benguet International gehörte, einer Firma, die in Amerika von Paul Helliwell vertreten wurde. (86) Es ist wahrscheinlich, dass Nixon selbst einen versteckte Anteil an der Bridge Company hielt, was die EnthĂŒllung durch die Operation Tradewinds erklĂ€ren könnte, dass ein „Richard M. Nixon” (nicht anders gekennzeichnet) ein Konto bei Helliwells Castle Bank hatte. (87)

Drei Fakten deuten auf ein tiefenstaatliches Interesse an dem, was sonst vielleicht als Frage persönlicher Korruption erscheinen könnte. Der erste ist, dass Paul Helliwell zwei Unternehmen fĂŒr die CIA gegrĂŒndet hat – CAT Inc. (spĂ€ter Air America) und SEA Supply Inc. in Bangkok – , die die Infrastruktur der verdeckten Operationen der CIA mit Drogenhandel-Armeen in SĂŒdostasien wurden. (88) Der zweite ist, dass Paul Helliwells Bankpartner, E.P. Barry, der Nachkriegsleiter des OSS-Abschirmdienstes (X -2) in Wien war, der die Aufsicht hatte ĂŒber die RĂŒckgewinnung des SS-Golds in der Operation Safehaven. (89) Der dritte ist, dass seit ĂŒber vier Jahrzehnten Personen von Booz Allen Hamilton zur sehr kleinen Gruppe von EigentĂŒmern der profitablen Paradise Island Bridge Company gehörten. (Ein jĂŒngerer Partner in der Paradise Island Bridge Company ist Booz Allens Vize-PrĂ€sident Robert Riegle.) (90)

Moss, Khashoggi, der Safari-Club und die Internationale Oberwelt

Die von Khashoggi und Moss ausgeĂŒbte Kraft beschrĂ€nkte sich nicht auf Khashoggis Zugang zu Geld und Frauen. In den 1970er Jahren war Moss Vorsitzender des elitĂ€ren Safari Club in Kenia, wo er Khashoggi als Mehrheitseigner einlud. (91) Das exklusive Anwesen wurde zum Schauplatz fĂŒr ein BĂŒndnis zwischen Geheimdiensten, die wĂŒnschten, den CIA-Abbau wettzumachen, der im Zuge der Wahl von PrĂ€sident Carter und den Post-Watergate-Reformen von Senator Church auftrat. (92)

Wie der ehemalige saudische Geheimdienstchef Prinz Turki bin Faisal einmal vor der Ehemaligenvereinigung der Georgetown University sagte:

„Im Jahre 1976, nachdem hier die Watergate-Angelegenheiten stattfanden, wurde Ihre Geheimdienstgemeinschaft buchstĂ€blich durch den Kongress gefesselt. Sie konnte nichts tun. Sie konnte keine Spione schicken, sie konnte keine Berichte schreiben, und sie konnte kein Geld bezahlen. Um dies zu kompensieren, kam eine Gruppe von LĂ€ndern in der Hoffnung zusammen, den Kommunismus zu bekĂ€mpfen, und grĂŒndeten das, was der Safari Club genannt wurde. Der Safari Club beinhaltete Frankreich, Ägypten, Saudi-Arabien, Marokko und den Iran.“ (93)

Prinz Turkis offenherzige Bemerkungen – „Ihre Geheimdienstgemeinschaft (wurde) buchstĂ€blich durch den Kongress gefesselt 
 Um dies zu kompensieren, kam eine Gruppe von LĂ€ndern zusammen 
 und grĂŒndeten das, was der Safari Club genannt wurde“ – machten deutlich, dass der Safari-Club, auf der Ebene des tiefen Staats operierend, ausdrĂŒcklich geschaffen wurde, um BeschrĂ€nkungen zu ĂŒberwinden, die von politischen Entscheidungen des öffentlichen Staats in Washington beschlossen worden waren.

Offensichtlich darf das Anwesen von Khashoggi und Moss in Kenia nicht mit der Geheimdienstoperation mit dem gleichen Namen verwechselt werden. Aber es wÀre auch falsch, eine radikale Trennung zwischen den beiden vorzunehmen: die beiden MÀnner Khashoggi und Moss scheinen Teil dieses supranationalen Geheimdienst-Milieus gewesen zu sein.

Insbesondere Khashoggis AktivitĂ€ten der Korruption durch Sex und Geld scheinen von der Bank of Credit and Commerce International (BCCI ) ĂŒbernommen worden zu sein, nachdem sie von den Post-Watergate-Reformen des Senator Church etwas beschnitten wurden – eine Bank, bei der Khashoggis Freund und GeschĂ€ftspartner Kamal Adham, der saudische Geheimdienstchef und ein Safari-Club-Mitglied, ein Teilinhaber war. (94)

Das Safari Club-Milieu: George H. W. Bush, Theodore Shackley und BCCI

Die ĂŒbliche Darstellung dieser Super-Behörden-Herkunft ist, dass es

„die Idee von Alexandre de Marenches war, dem gutmĂŒtigen und schnauzbĂ€rtigen Chef von Frankreichs CIA, dem SDECE (Service de Documentation ExtĂ©rieure et de Contre-Espionnage)
. Besorgt wegen sowjetischen und kubanischen Fortschritten im postkolonialen Afrika, und wegen Amerikas Post-Watergate-LĂ€hmung im Bereich der Undercover-TĂ€tigkeit, war der verwegene Marenches zu Turkis Vater, König Faisal, mit einem Vorschlag gekommen 
. [Von 1979 an] wurde der somalische PrĂ€sident Siad Barre aus der Sowjet-Umarmung mit Ă€gyptischen Waffen im Wert von 75 Millionen Dollar heraus bestochen (bezahlt 
 von Saudi-Arabien).“ (95)

Joseph Trento fĂŒgt hinzu, dass

„(d)er Safari Club ein Netzwerk von Banken brauchte, um seine Operationen zu finanzieren. 
 Mit dem offiziellen Segen von George Bush als Leiter der CIA verwandelte Adham 
 die Bank of Credit und Commerce International (BCCI ) in eine weltweite GeldwĂ€sche-Maschine.” (96)

Trento behauptet auch, dass der Safari Club danach in der Lage war, mit einigen der umstrittenen CIA-Operateure zusammenzuarbeiten, die aus der CIA durch Turner herausgedrÀngt wurden, und dass dies durch den vielleicht umstrittensten von allen koordiniert wurde: Theodore Shackley.

„Shackley, der noch immer Ambitionen hatte, DCI zu werden, nahm an, dass ohne seine vielen Quellen und Operateure wie [Edwin] Wilson der Safari Club – der mit [dem ehemaligen DCI Richard] Helms als Verantwortlichem in Teheran operierte- ineffizient sein wĂŒrde. 
 Es sei denn, Shackley unternahm direkte Handlungen, um die Privatisierung der Geheimdienstoperationen in KĂŒrze abzuschließen, wĂŒrde der Safari Club keine Leitung fĂŒr [CIA-] Ressourcen haben. Die Lösung: kreiere ein völlig privates Geheimdienst-Netzwerk, das CIA-Assets benutzte, ehe PrĂ€sident Carter ersetzt werden konnte.“ (97)

Kevin Phillips hat nahegelegt, dass Bush beim Verlassen der CIA hatte mit der Bank zu tun hatte, die am ehesten mit dem Safari Club alliiert war: die Bank of Credit and Commerce International (BCCI). In Phillips ‘ Worten:

„Nach dem Verlassen der CIA im Januar 1977 wurde Bush Vorsitzender des Vorstands der First International Bancshares und ihrer britischen Tochtergesellschaft, wo Bush laut den Journalisten Peter Truell und Larry Gurwin in ihrem Buch von 1992, ,False Profits‘ [S. 345], ,im Auftrag der Bank (reiste) und manchmal auch zu internationale Banken in London geschickt wurde, darunter mehrere Nahost-Institute.’“ (98)

Joseph Trento fĂŒgt hinzu, dass durch die Londoner Filiale dieser Bank, der Bush vorsaß, „Adhams Petrodollars und BCCI-Geld fĂŒr eine Vielzahl von Geheimdienstoperationen flossen”. (99)

Es ist darĂŒber hinaus klar, dass BCCI-Operationen, wie Khashoggis davor, durch die FĂ€higkeit begĂŒnstigt wurden, hinter den Kulissen sowohl mit den arabischen LĂ€ndern als auch mit Israel verhandeln zu können. (100)

Es ist klar, dass der amerikanische tiefe Staat in Washington seit Jahren sowohl mit BCCi verbandelt war, als auch BCCI geschĂŒtzt hatte. Der stellvertretende CIA-Direktor Richard Kerr erkannte vor einem Senatsausschuss an, „dass die CIA die BCCI auch fĂŒr bestimmte AufklĂ€rungsoperationen verwendete.” (101)

„SpĂ€ter zeigte eine Kongress-Untersuchung, dass das FBI, die DEA, die CIA, der Zoll und das Justizministerium allesamt in den mehr als zehn Jahren vor dem BCCI-Zusammenbruch im Sommer 1991 versagten, Hunderten von Tipps rund um die Rechtswidrigkeiten der internationalen AktivitĂ€ten der BCCI nachzugehen.“ (102)

Weit weniger klar ist die Haltung, die von den Wall Street-Banken in Richtung des Bösewichts BCCI eingenommen wurde. Der Senatsbericht zu BCCI erhob jedoch den Vorwurf, dass die Bank von England

„Informationen ĂŒber den BCCI-Betrug 15 Monate lang, ehe die Bank schloss, dem öffentlichen Wissen vorenthalten hatte.” (103)

NatĂŒrlich spiegelte der Umfang und Einfluss der BCCI die VerĂ€nderungen des globalen Finanz-Überbaus seit den Ölpreisanstiegen der 1970er Jahre wider. Eine aktuelle Studie der gefĂ€hrlich instabilen Konzentration des Eigentums in der Welt zeigte nur vier erkennbare Wall-Street-Institutionen unter den Top Zwanzig: JPMorgan Chase & Co, die Goldman Sachs Group, Bank of New York Mellon Corp, und Merrill Lynch. (104) Von diesen wurde ĂŒber die Bank of New York, die Bank, die stark in der 1990er Jahre-PlĂŒnderung von Russland beteiligt war, und die mit der BCCI durch die Schweizer Banking-AktivitĂ€ten des internationalen Bankers Bruce Rappaport verbunden war, „angenommen, dass sie Beziehungen zum US-amerikanischen und dem israelischen Geheimdienst hatte.“ (Alfred Hartmann, Vorstandsmitglied der BCCI, war sowohl stellvertretender Vorsitzender der Schweizer Rappaport-Bank, Bank of New York – Intermaritime, als auch Leiter der Schweizer BCCI-Tochtergesellschaft, der Banque de Commerce et de Placements). (105)

Der Zusammenbruch der BCCI im Jahre 1991 sah kein Ende der systematischen saudisch-finanzierten politische Korruption in den USA und anderswo. Nachdem ein geplanter grĂ¶ĂŸerer Verkauf von Waffen in den 1980er Jahren auf hĂ€rteren Widerstand im Kongress durch die Israel-Lobby traf, handelte Saudi-Arabien einen langfristigen Multi-Milliarden-Pfund-Vertrag mit dem Vereinigten Königreich aus – den sogenannten Al-Yamamah-Deal. Es entwickelte sich sehr viel spĂ€ter dahin, dass Überzahlungen fĂŒr die gekauften Waffen in eine riesige schwarze Kasse fĂŒr die politische Profite abfloss, einschließlich

„Hunderten von Millionen Pfund an den Ex-Saudi-Botschafter in den USA, Prinz Bandar bin Sultan.” (106)

Laut Robert Lacey gingen die Zahlungen an Prinz Bandar ĂŒber mehr als ein Jahrzehnt auf insgesamt bis zu einer Milliarde Pfund, darunter „ein Koffer mit mehr als 10 Millionen Dollar”, der an einen Vatikan-Priester fĂŒr die CIA-Langzeit-Kunden ging, der Christlich-Demokratischen Partei. (107)

Wie wir bereits gesehen haben, „wusch (die CIA) ĂŒber $ 10 Millionen in beschlagnahmten Achsen-Geldern, um die [italienische] Wahl [von 1948] zu beeinflussen.” (108) Diese Praktiken ĂŒberdauerten mit anderen Worten die rechtlichen BemĂŒhungen, sie zu beenden.

Fazit: Ein supranationaler Tiefenstaat

Das komplexe Milieu Khashoggis, der BCCI und des Safari Clubs kann als supranationaler Tiefenstaat charakterisiert werden, dessen organische Verbindungen zur CIA geholfen haben könnten, ihn zu konsolidieren. Es ist jedoch klar, dass die Entscheidungen, die auf dieser Ebene vom Safari Club und von der BCCI unternommen wurden, in keinster Weise von den politischen Bestimmungen derer gefĂŒhrt wurden, die in Washington an die Macht gewĂ€hlt worden waren. Im Gegenteil, die offenen Bemerkungen von Prinz Turki zeigten, dass der Safari Club (mit der angeblichen Teilnahme von zwei ehemaligen CIA-Direktoren, Bush und Helms) ausdrĂŒcklich geschaffen wurde, um BeschrĂ€nkungen zu ĂŒberwinden, die von politischen Entscheidungen in Washington begrĂŒndet wurden.

Ein ehemaliger tĂŒrkischer PrĂ€sident und Premierminister sagte einmal, dass der tĂŒrkische Tiefenstaat der eigentliche Staat wĂ€re, und dass der öffentliche Staat nur ein „Ersatzstaat” sei, nicht der wirkliche. (109) Ein besseres VerstĂ€ndnis des amerikanischen Tiefenstaats ist notwendig, wenn wir verhindern möchten, dass er permanent die gleiche Rolle ĂŒbernimmt.

Quellenangaben:

1 Dana Priest and William Arkin, Top Secret America: The Rise of the New American Security State (New York: Little Brown, 2011), 52.

2 E.g. Marc Ambinder and D.G. Grady, Deep State: Inside the Government Secrecy Industry (New York: Wiley, 2013); cf. John Tirman, “The Quiet Coup: No, Not Egypt. Here,” HuffingtonPost, July 9, 2013: “Now we know: the United States of America is partially governed by a deep state, undemocratic, secret, aligned with intelligence agencies, spying on friend and foe, lawless in almost every respect.”

3 Mike Lofgren, “A Shadow Government Controls America”, Reader Supported News, February 22, 2014.

4 Grant Barrett, “A Wordnado of Words in 2013”, New York Times, December 21, 2013.

5 Peter Dale Scott, Deep politics and the death of JFK (Berkeley: University of California Press, 1998), 7.

6 “Tom Hayden discussing the crisis in Venezuela”, Tikkun, February 25, 2014.

7 To take a single telling example, six of Sam Walton’s heirs are now reportedly wealthier than the bottom 30% of Americans, or 94.5 million people (Tim Worstall, “Six Waltons Have More Wealth Than the Bottom 30% of Americans”, Forbes, December 14, 2011). Cf. the devastating picture of a disintegrating America in George Packer, The Unwinding: An Inner History of the New America (New York: Farrar, Straus and Giroux, 2013).

8 See Kevin Phillips, The politics of rich and poor: wealth and the American electorate in the Reagan aftermath (New York: HarperCollins, 1991). Cf. John T. Stinson, The Reagan Legacy (Bloomington, IN: iUniverse, 2009), 146; Timothy Noah, The great divergence: America’s growing inequality crisis and what we can do about it (New York: Bloomsbury, 2012).

9 For the impact of railroads on expanded social awareness, see Benedict Anderson, Imagined communities: reflections on the origin and spread of nationalism (London: Verso, 1991).

10 “What is the Deep State?” On Religion [2013].

11 Gareth Jenkins, “Susurluk and the Legacy of Turkey’s Dirty War”, Terrorism Monitor, May 1, 2008; quoted in Peter Dale Scott, “9/11, Deep State Violence and the Hope of Internet Politics”, Global Research, June 11, 2008. For the Susurluk incident, see also Scott, American War Machine, 19-20, etc.

12 Scott, Deep Politics and the Death of JFK, xi-xii.

13 Lofgren, “ A Shadow Government Controls America.”

14 Quoted in Peter Dale Scott, The Road to 9/11: Wealth, Empire, and the Future of America, 1.

15 Forbes magazine founder Bertie Charles Forbes wrote six years later: “Picture a party of the nation’s greatest bankers stealing out of New York on a private railroad car under cover of darkness, stealthily riding hundred[s] of miles South, embarking on a mysterious launch, sneaking onto an island [the appropriately named Jekyll Island] deserted by all but a few servants, living there a full week under such rigid secrecy that the names of not one of them was once mentioned, lest the servants learn the identity and disclose to the world this strangest, most secret expedition in the history of American finance. I am not romancing; I am giving to the world, for the first time, the real story of how the famous Aldrich currency report, the foundation of our new currency system, was written (B.C. Forbes, Leslie’s Weekly, October 19, 1916; in T. Cushing Daniel, Real money versus false money-bank credits; the most important factor in civilization and least understood by the people. Washington, D.C., The Monetary educational bureau, 1924], 169; cf. B.C. Forbes, Men who are making America [New York: Forbes Publishing Co., 1922], 398; cf. G. Edward Griffin, The Creature from Jekyll Island: A Second Look at the Federal Reserve [Westlake Village, CA: American Media, 1994]). Paul Warburg later wrote that “Though eighteen years have since gone by, I do not feel free to give a description of this most interesting conference, concerning which Senator Aldrich pledged all participants to secrecy” (Paul Warburg, The Federal Reserve System: Its Origin and Growth [New York, Macmillan, 1930], ZZ).

16 Congress was persuaded to provide perfunctory support of the bailout, under an alleged mysterious threat of martial law. See Peter Dale Scott, “Martial Law, the Financial Bailout, and War”, Global Research, January 8, 2009; reprinted in Michel Chossudovsky and Andrew Gavin Marshall, eds., The Global Economic Crisis: The Great Depression of the XXI Century (Montreal, Global Research Publishers. Centre for Research on Globalization, 2010), 219-40; Llewellyn H. Rockwell, Jr., “Sen. Inhofe: [Henry] Paulsen [Secretary of the Treasury and former Chief Executive Officer of Goldman Sachs] Threatened Martial Law To Pass Bailout”, LewRockwell.com, November 20, 2008.

17 Richard Helms with William Hood A look over my shoulder: a life in the Central Intelligence Agency (New York: Random House, 2003), 82-83. Cf. Scott, American War Machine, 26-28.

18 Laurence H Shoup and William Minter, Imperial brain trust: the Council on Foreign Relations and United States foreign policy (New York: Monthly Review Press, 1977).

19 Gordon Thomas, Secret Wars: One Hundred Years of British Intelligence Inside MI5 and MI6 (New York: Thomas Dunne Books/ St. Martin’s Press, 2009), 98. This may have occurred during Dulles’s visit to Europe in the spring of 1947 (James Srodes, Dulles: Master of Spies [Washington: Henry Regnery, 1999], 392).

20 Richard Aldrich, The Hidden Hand: Britain, America, and Cold War secret intelligence (Woodstock, NY: Overlook Press, 2001), 343. Dulles also chaired the executive committee of the companion National Committee for a Free Europe (behind the Iron Curtain), whose legal affairs were handled by Sullivan and Cromwell (Wilson D. Miscamble, George F. Kennan and the Making of American Foreign Policy, 1947-1950 (Princeton, NJ: Princeton University Press, 1992), 204.

21 Amy B. Zegart, Flawed by Design: The Evolution of the CIA, JCS, and NSC (Stanford: Stanford UP, 1999), 189; citing Christopher Andrew, For the President’s Eyes Only (New York: HarperCollins, 1995), 172; see also Church Committee, Final Report, Book 4, 28-29.

22 David Wise and Thomas B. Ross, The Espionage Establishment (New York: Random House, 1967), 166; Scott, Road to 9/11, 13.

23 “In January 1946 Dulles outlined in some detail a reconstruction plan that is one of the earliest notions of what would, a year later, be known as the Marshall Plan” (Srodes, Allen Dulles: Master of Spies, 374).

24 Tim Weiner, Legacy of ashes: the history of the CIA (New York: Doubleday, 2007), 28.

25 Douglas Valentine, “The French Connection Revisited: The CIA, Irving Brown, and Drug Smuggling as Political Warfare”, Covert Action.

26 Norbert Schlei, “Japan’s ‘M-Fund’ Memorandum, January 7, 1991“, JPRI [Japan Policy Research Institute] Working Paper No. 11: July 1995: “Incident to the revision of the Security Treaty [in 1960], Vice President Nixon agreed to turn over exclusive control of the M-Fund to Japan. It has been alleged that this action by Nixon was part of a corrupt political bargain, whereby it was agreed that if Japan would assist him to become President of the United States, Nixon would agree to release control of the Fund to Japan and, if he became President, would return Okinawa to Japan.”

27 “C.I.A. Spent Millions to Support Japanese Right in 50â€Čs and 60â€Čs,” New York Times, October 9, 1994. Cf. Scott, American War Machine, 93-94, 298-99; citing Chalmers Johnson, “The 1955 System and the American Connection: A Bibliographic Introduction”, JPRI [Japan Policy Research Institute] Working Paper No. 11: July 1995.

28 Sterling Seagrave and Peggy Seagrave, Gold warriors: America’s secret recovery of Yamashita’s gold (London: Verso, 2003). Cf. Richard Hoyt, Old Soldiers Sometimes Lie (New York: Forge, 2002), 80.

29 Scott, American War Machine, 94, etc.

30 Scott, American War Machine,

31 Norman Mailer, “A Harlot High and Low: Reconnoitering Through the Secret Government,” New York, August 16, 1976 (Hughes); Michael Schaller, Altered states: the United States and Japan since the occupation (New York: Oxford University Press, 1997), 294 (Lockheed).

32 Johnson, “The 1955 System and the American Connection.”

33 David E. Kaplan and Alec Dubro, Yakuza: Japan’s Criminal Underworld (Berkeley: University of California Press, 2003), 89-90. Cf. Jonathan Marshall, in William O. Walker, III, ed., Drug control policy: essays in historical and comparative perspective (University Park, PA: Pennsylvania State University Press, 1992), 108:

“Yoshio Kodama’s fortune, built of profits from tungsten and opium, established the party that today rules Japan
. Kodama contributed to the pervasive corruption of Japanese politics by steering huge corporate contributions into the coffers of favored LDP members. This pattern culminated in the Lockheed scandal, which revealed that multi-million-dollar payoff by American aerospace firms had swayed key procurement decisions by Japan’s national airline and defense establishment and raised the possibility that the CIA had used Kodama and corporate funds to influence Japanese politics. The money-laundering channel used for Lockheed’s bribes was favored both by the CIA and international drug traffickers.”

34 Thomas Fensch, ed. The C.I.A. and the U-2 Program: 1954-1974 (The Woodlands, TX: New Century Books, 2001).

35 William D. Hartung, Prophets of war: Lockheed Martin and the making of the military-industrial complex (New York: Nation Books, 2011), 121; David Boulton, The Grease Machine (New York: Harper & Row, 1978), 97 (friends).

36 Andrew Feinstein, The shadow world: inside the global arms trade (New York: Farrar, Straus and Giroux, 2011), 265; Anthony Sampson, The Arms Bazaar (New York: Viking, 1977), 135-36.

37 Bradley R. Simpson, Economists with guns: authoritarian development and U.S.-Indonesian relations, 1960-1968 (Stanford: Stanford University Press, 2008), 142;

quoting from CIA, “Political Action Project,”, November 19, 1964; FRUS, 1964-1968, 26:181-84.

38 In addition there was “a US deal to deliver 200 light aircraft to the Indonesian Army in July 1965.” The aircraft went to the army’s Diponegoro division, which “ as well as supplying the bulk of the [September 30] “coup” personnel in Java, 
 also provided the bulk of the personnel for its suppression” (Nathaniel Mehr, Constructive bloodbath’ in Indonesia: the United States, Britain and the mass killings of 1965-66 [Nottingham: Spokesman Books, 2009], 36).

39 Peter Dale Scott, “The United States and the Overthrow of Sukarno, 1965-1967”, Pacific Affairs, 58, Summer 1985,; citing United States. Congress. Senate. Committee on Foreign Relations, Multinational corporations and United States foreign policy, hearings before the Subcommittee on Multinational Corporations (Washington: U.S. Govt. Printing Office, 1973-1976).

40 Masashi Nishihara, The Japanese and Sukarno’s Indonesia: Tokyo-Jakarta relations, 1951-1966 (Honolulu: University Press of Hawaii, 1976), 171, 194, 202; Scott, “The United States and the Overthrow of Sukarno.”

41 Fortune, July 1973, 154, cf. Wall Street Journal, April 18, 1967.

42 John Dumbrell and Axel R SchĂ€fer (eds.), America’s ‘special relationships’: foreign and domestic aspects of the politics of alliance (London: Routledge, 2009), 187.

43 John Foster Dulles to Lord McGowan, Chairman of Imperial Chemical Industries; in Nancy Lisagor and Frank Lipsius, A law unto itself: the untold story of the law firm of Sullivan & Cromwell (New York: Morrow, 1988), 127.

44 Charles T. O’Reilly, Forgotten Battles: Italy’s War of Liberation, 1943-1945 (Lanham, MD: Lexington Books, 2001), 288; Peter Dale Scott, “How Allen Dulles and the SS Preserved Each Other,” Covert Action Information Bulletin, 25 (Winter 1986), 4-14. Dulles’s plans to use SS resources in post-war Germany cab be seen as part of a successful plan to frustrate the implementation of Roosevelt’s so-called Morgenthau Plan to deindustrialize Germany.

45 Stephen Dorril, MI6, 659-660.

46 Ovid Demaris, Dirty Business: The Corporate-Political Money-Power Game (New York: Avon, 1974), 213-14.

47 J.P.D. Dunbabin, International relations since 1945 : a history in two volumes (London: Longman, 1994), Vol 2, 344. The boycott is denied without argumentation in Exxon’s corporate history (Bennett H. Wall et al., Growth in a changing environment: a history of Standard Oil Company (New Jersey), Exxon Corporation, 1950-1975 (New York: McGraw-Hill, 1988), Vol. 4, 476: “Despite oft-printed statements to the contrary, the oil majors did not conspire to boycott NIOC oil.”

48 Robert Palmer Smith, Darkest truths of black gold: an oil industry executive breaks the industry’s code of silence (New York: iUniverse, 2007), 256. In July 1952 Mossadeq attempted to break the embargo by contracting to sell oil to a small private Italian oil firm. The manoeuver was frustrated by the British Royal Navy, which in July 1952 intercepted the Italian tanker Rose Mary and redirected it to Aden. The news dissuaded other tankers from trying to reach Abadan (Mary Ann Heiss, Empire and Nationhood: The United States, Great Britain, and Iranian Oil, 1950-1954 [New York: Columbia University Press, 1997], 130; Stephen Kinzer, All the Shah’s men: an American coup and the roots of Middle East terror Hoboken, NJ: John Wiley & Sons, 2003], 136).

49 Mostafa Elm, Oil, Power, and Principle: Iran’s Oil Nationalization and Its Aftermath (Syracuse, NY: Syracuse University Press, 1992), 198-99 (Churchill); Robert Moskin, American Statecraft: The Story of the U.S. Foreign Service (New York: Thomas Dunne Books/ St. Martin’s Press, 2013), 627-28 (Harriman).

50 Demaris, Dirty Business, 214-25: “The incoming Eisenhower Administration
 quickly dropped the criminal case. The civil suit that was instituted alleged that the five American oil companies violated the Sherman Antitrust and the Wilson Tariff Acts by conspiring to divide and control foreign production and distribution
. An inadequate staff was assigned to the case and the action finally petered out a decade later with a couple of meaningless consent decrees.”

51 Robert Sherrill, The oil follies of 1970-1980: how the petroleum industry stole the show (and much more besides) (Garden City, NY: Anchor Press/Doubleday, 1983), 221).

52 William R. Freudenburg and Robert Gramling, Oil in troubled waters: perceptions, politics, and the battle over offshore drilling (Albany : State University of New York Press, 1994); 17; citing Shukri Mohammed Ghanem, OPEC, the Rise and Fall of an Exclusive Club (London : KPI, 1986); Mira Wilkins, “The Oil Companies in Perspective,” in Raymond Vernon (ed.), The Oil Crisis (New York: Norton, 1976).

53 William Roger Louis, “Britain and the Overthrow of Mossadeq,” in Mark J. Gasiorowski and Malcolm Byrne (eds.), Mohammad Mosaddeq and the 1953 coup in Iran (Syracuse: Syracuse University Press, 2004), 168. Cf. William R. Clark, Petrodollar warfare: oil, Iraq and the future of the dollar (Gabriola Island, B.C.: New Society Publishers, 2005), 125: “[T]he Dulles brothers had already conceived a plot when Eisenhower became president in January 1953.”

54 Scot Macdonald, Rolling the iron dice : historical analogies and decisions to use military force in regional contingencies (Westport, CT: Greenwood Press, 2000), 98. Cf. Richard H. Immerman, John Foster Dulles: Piety, Pragmatism, and Power in U.S. Foreign Policy (Wilmington, DE: Scholarly Resources, 1999), 67. Allen Dulles played a personal role in TP/AJAX, by flying to Italy and persuading the frightened Shah to return to Tehran.

55 In the past, wishing to dissociate the term “deep state” from organizational connotations, I have written of the American “deep state” as “a milieu both inside and outside government with the power to steer the history of the public state and sometimes redirect it” (“William Pawley, the Kennedy Assassination, and Watergate”, Global Research, November 29, 2012. But because there are extra-governmental structural components to the deep state, it might be better to think of it as not just a milieu, but more analogous to an oligopolistic market.

56 See Chalmers A Johnson, The Sorrows of Empire: Militarism, Secrecy, and the End of the Republic (New York: Metropolitan Books, 2004), 218-19; Timothy Mitchell, Carbon Democracy: Political Power in the Age of Oil (New York: Verso Books, 2011), 212.

57 Tim Shorrock, Spies for Hire (New York: Simon & Schuster, 2008), 6.

58 Glenn Greenwald, “Mike McConnell, the WashPost & the dangers of sleazy corporatism”, Salon, March 29, 2010.

59 George H. W. Bush was an adviser to Carlyle, which in its early days “backed a management-led buyout of Caterair and appointed George W Bush to the board” (Jamie Doward, “Bush Sr’s Carlyle Group Gets Fat On War And Conflict”, The Observer, March 25, 2003.)

60 Lofgren, “ A Shadow Government Controls America.”

61 Booz Allen Hamilton’s headquarters is now in McLean, Virginia, close to the HQ of the CIA.

62 Art Kleiner, Booz Allen Hamilton: Helping Clients Envision the Future (Old Saybrook, CT: Greenwich Publishing, 2004), 43.

63 John Prados, Safe for Democracy: The Secret Wars of the CIA (Chicago: Ivan R. Dee, 2006.), 139. Cf. Christine N. Halili, Philippine History (Manila: Rex Book Store, 2004), 258 (Philippines land distribution).

64 Miles Copeland, The Game Player: the confessions of the CIA’s original political operative (London: Aurum Press, 1989), 158.

65 Ephraim Kahana and Muhammad Suwaed, Historical dictionary of Middle Eastern intelligence (Lanham, MD: Scarecrow Press, 2009), 65 {“advisor”); Jack O’Connell, King’s Counsel: A Memoir of War, Espionage, and Diplomacy in the Middle East (New York : W.W. Norton & Co., 2011), 20 (channel).

66 The BCCI Affair: BCCI, the CIA and Foreign Intelligence, Report to the U.S. Senate Committee on Foreign Relations by John Kerry and Hank Brown, December 1992; 102nd Congress, 2nd Session, Senate Print 102-140 (“agent”).

67 William D. Hartung, Prophets of war: Lockheed Martin and the making of the military-industrial complex (New York: Nation Books, 2011), 126.

68 Copeland, The Game Player, 231.

69 Copeland, The Game Player, 233.

70 Copeland, The Game Player, 239.

71 E.g. Evan Thomas, The Very Best Men: Four Who Dared: The Early Years of the CIA (New York: Simon & Schuster, 1995), 380.

72 Larry J. Kolb, Overworld: The Life and Times of a Reluctant Spy [New York: Riverhead/Penguin, 2004], 237-38. Cf. Copeland, The Game Player, 230, 262-63; Ronald Kessler, The Richest Man in the World: The Story of Adnan Khashoggi (New York: Warner Books), 300-01: “[O]n May 17, 1983, [Khashoggi] submitted to President Reagan a confidential ‘yellow paper’ [which] proposed an economic aid program similar to the 1949 Marshall Plan developed by the U.S. for Europe. Called a Peace Fund, it would provide up to $300 billion in regional economic aid from the U.S., Saudi Arabia and Kuwait to Israel and any Arab country that signed a peace treaty with it.”

73 Peter Dale Scott, “Deep Events and the CIA’s Global Drug Connection”, 911truth.org, October 12, 2008; American War Machine, 160-65.

74 “The BCCI Affair”, Khashoggi’s status had declined, but by no means vanished. As late as 2003, Khashoggi was negotiating with Richard Perle, a member of the Cheney-Rumsfeld clique who at the time was still Chairman of the U.S. Defense Policy Board, to invest considerable Saudi money in Perle’s company Trireme (Seymour Hersh, New Yorker, 3/17/03).

75 Copeland, Game Player, 239; cf. 2128.

76 Kessler, The Richest Man in the World, 84, 188, etc.; Scott, American War Machine, 158-62.

77 “Moss, Edward K. #172 646,” CIA Memo of 19 April 1967, NARA #104-10122-10006; CIA Inspector General’s Report on CIA-Mafia Plots to Assassinate Fidel Castro, NARA # 104-10213-10101, p. 38. Cf. memo of 7 November 1962 in CIA’s Edward K. Moss folder, p. 26, NARA #1994.05.03.10:54:53:780005.

78 “Manuel Antonio Varona,” FBI Memorandum of January 16, 1961 to A. H. Belmont, p. 2, 105-76826-20; NARA #124-90055-10139. Cf. “Moss, Edward K. #172 646,” CIA Memo of 14 May 1973, in Meyer Lansky Security File, p. 9, NARA #1993.08.13.17:42:12:560059; CIA letter of 16 December 1960 to FBI, FBI file 105-76826-18; NARA #124-90055-10133. The CIA itself had notified the FBI on December 16, 1960, that Julia “Cellino” had advised that her brothers “have long been associated in the narcotics and white slavery rackets in Cuba (CIA letter of 16 December 1960 to Director, FBI, FBI File 105-76826-18; NARA #124-90055-10133; apparently no copy of this letter has been released from CIA files).

79 Kessler, Richest Man in the World, 29 (Yassin), 275–78 (Khashoggi). A friend of Khashoggi’s, Larry Kolb, reports that Khashoggi himself essentially corroborated the story that Khashoggi and John Kennedy had a friendship in the 1950s that “evolved primarily out of whoring together” (Larry J. Kolb, Overworld: The Life and Times of a Reluctant Spy [New York: Riverhead/Penguin, 2004], 236). The woman who destroyed the presidential aspirations of Senator Gary Hart in 1987 was one of Khashoggi’s many girls.

80 Anthony Summers with Robbyn Swan, The Arrogance of Power: The Secret World of Richard Nixon (New York: Viking, 2000), 283. Cf. Kessler, The Richest Man in the World, 171: Khashoggi told the prosecutors “that he churned millions through the tiny [Rebozo] bank to win favor with the president.”

81 Investigative reporter Jim Hougan reports the incredulity of congressional investigators that Lockheed was the only large corporation not to have made a contribution to Nixon’s 1972 election campaign (Hougan, Spooks, 457–58.

82 Scott, Road to 9/11, 35; citing Summers, Arrogance of Power, 283; Robert Baer, Sleeping with the Devil (New York: Crown, 2003), 43. (Baer reports the year of the briefcase as 1968, not 1972.) Kolb (“unequivocally, and from personal experience”) denies the briefcase story (Overworld, 299).

83 Scott, Deep politics and the death of JFK, 234-39.

84 Kessler, Richest Man in the World, 129, 160-61. When Hughes flew from Las Vegas to the Paradise Island casino in the Bahamas (where Edward Moss’s brother-in-law Eddie Cellini was casino manager, he did so on a Khashoggi plane. (Kessler, Richest Man, 149-50).

85 Summers with Swan, The Arrogance of Power, 242, 252; Jim Hougan, Spooks, 398. Cf. Denny Walsh, New York Times, January 21, 1974; Gerth, in Government by Gunplay, 137-39.

86 Block, Masters of Paradise, 94-96; Summers with Swan, The Arrogance of Power, 244-45. Benguet Mines have also been associated with Yamashita’s gold (Seagrave, Gold Warriors, 147; Scott, American War Machine, 322n15).

87 Summers with Swan, The Arrogance of Power, 244-45, 253-54.

88 Scott, American War Machine, 71-72. Cf. Wall Street Journal, April 18, 1980: “In 1951, Mr. Helliwell helped set up and run Sea Supply Corp., a concern controlled by the CIA as a front. For almost 10 years, Sea Supply was used to supply huge amounts of weapons and equipment to 10,000 Nationalist Chinese [KMT] troops in Burma as well as to Thailand’s police.”

89 In the course of Operation Safehaven, the U.S. Third Army took an SS major “on several trips to Italy and Austria, and, as a result of these preliminary trips, over $500,000 in gold, as well as jewels, were recovered” (Anthony Cave Brown, The Secret War Report of the OSS New York: Berkeley, 1976], 565-66).

90 Who’s who in Finance and Industry, Marquis Who’s Who, 1979, 568.

91 Kessler, Richest Man in the World, 238-41; Scott, American War Machine, 161-62.

92 The operation kept the name “Safari Club” even after moving from Khashoggi’s Club to a permanent headquarters in Cairo.

93 Ibrahim Warde, The price of fear: the truth behind the financial war on terror (Berkeley: University of California Press, 2007), 133. Cf. Lacey, Inside the Kingdom, 66, 72, 76.

94 Christopher Byron, “The Senate look at BCCI,” New York Magazine, October 28, 1991, 20–21.

95 Lacey, Inside the Kingdom, 66. Cf. John Cooley, Unholy Wars (London: Pluto Press, 1999), 24-27.

96 Joseph J. Trento, Prelude to terror: the rogue CIA and the legacy of America’s private intelligence network (New York: Carroll & Graf, 2005), 104-05. Kevin Phillips also notes that “Bush cemented strong relations with the intelligence services of both Saudi Arabia and the shah of Iran. He worked closely with Kamal Adham, the head of Saudi intelligence” (Kevin Phillips, “The Barrelling Bushes,” Los Angeles Times, January 11, 2004).

97 Trento, Prelude to terror, 113-14.

98 Phillips, “The Barrelling Bushes,” Los Angeles Times, January 11, 2004.

99 Trento, Prelude to Terror, 139.

100 There is no published evidence that Copeland was involved in the Safari Club covert operations. But it may be significant that Copeland’s activity of advising the Egyptian Army became after the creation of the Safari Club a franchise of a “private” U.S. firm, J.J. Cappucci and Associates, owned by Theodore Shackley (Trento, Prelude to Terror, 150, 247).

101 Kerry-Brown Report, Part 11, “BCCI, the CIA and Foreign Intelligence”

102 Dan Bawley, Corporate Governance and Accountability: What Role for the Regulator, Director, and Auditor? (Westport, CT: Quorum, 1999). 37.

103 Bawley, Corporate Governance and Accountability, 37.

104 “Revealed – the capitalist network that runs the world.”, New Scientist, October 24, 2011.

105 Scott, American War Conspiracy, 163; quoting from Peter Truell and Larry Gurwin, False Profits: The Inside Story of BCCI, the World’s Most Corrupt Financial Empire (Boston: Houghton Mifflin, 1992), 384 (“ties”).

106 “Saudi prince ‘received arms cash’”, BBC, June 7, 2007. It is unclear whether payments continued after 2001, when the UK signed the OECD’s Anti-Bribery Convention, making such overpayments illegal.

107 Robert Lacey, Inside the Kingdom: Kings, Clerics, Modernists, Terrorists, and the Struggle for Saudi Arabia (New York: Penguin Books, 2009), 108.

108 Amy B. Zegart, Flawed by Design: The Evolution of the CIA, JCS, and NSC (Stanford: Stanford UP, 1999), 189; citing Christopher Andrew, For the President’s Eyes Only (New York: HarperCollins, 1995), 172; see also Church Committee, Final Report, Book 4, 28-29.

109 Former Turkish President and Prime Minister Suleyman Demirel commented that “In our country
 there is one deep state and one other state
. The state that should be real is the spare one, the one that should be spare is the real one” (Jon Gorvett, “Turkey’s ‘Deep State’ Surfaces in Former President’s Words, Deeds in Kurdish Town”, Washington Report on Middle East Affairs, January/February 2006);, quoted in Scott, American War Machine, 24.109 Former Turkish President and Prime Minister Suleyman Demirel commented that “In our country
 there is one deep state and one other state
. The state that should be real is the spare one, the one that should be spare is the real one” (Jon Gorvett, “Turkey’s ‘Deep State’ Surfaces in Former President’s Words, Deeds in Kurdish Town,” Washington Report on Middle East Affairs, January/February 2006);, quoted in Scott, American War Machine, 24.

Dieser Artikel erschien bereits auf LarsSchall.com. Die Veröffentlichung erfolgte mit ausdrĂŒcklicher Genehmigung von Lars Schall. Einzelne Markierungen wurden hinzugefĂŒgt.

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