Russland kommt zu dem Schluss: Südkorea hat Kriegsschiff Cheonan selbst versenkt

Militärexperten untersuchten auf Einladung der Regierung in Seoul die geborgenen Wrackteile, die wohl kaum mit diesem Ergebnis gerechnet hat.

Während das Pentagon und diesem noch um Nasenlängen voran, die US-Aussenministerin Hillary Clinton, weiterhin steif und felsenfest unter Berufung ihrer international-westlichen "unabhängigen" Expertenkommission behaupten, es ist bewiesen, das ein nordkoreanisches Torpedo das südkoreanische Kriegsschiff Cheonan versenkt habe, um ihre geopolitischen Expansionsbestrebungen nicht den Bach runter gehen zu sehen, wurden sie eines Besseren belehrt - denn Lügen haben bekanntlich kurze Beine.

Am Montag kehrten die vier U-Boot- und Torpedo-Spezialisten der russischen Marine nach Moskau zurück, nachdem sie eine eigene unabhängige Bewertung über den Untergang der südkoreanischen Korvette Cheonan vom 26. März diesen Jahres, bei dem 46 Seeleute getötet wurden, abgegeben haben, berichtete am Mittwoch, den 9.Juni die indische Zeitung The Hindu. (1)

Die südkoreanische Korea Times übernahm noch am gleichen Tag den Artikel und stellte ihn für ihre Landsleute online. (2) Bis nach Europa hat sich die Meldung noch nicht durchschlagen können, da sie nicht ins "Bild passt" und hier ist stumme, sorgfältig zugestöpselte Flaschenpost statt Überschallgeschwindigkeit angesagt. Warum eigentlich? Wünscht man sich denn in Europa keinen Frieden, stellt sich dazu die reichlich überflüssige Frage.

The Hindu zitierte eine russische Marine-Quelle, die der Nachrichtenagentur Interfax-AVN am Dienstag unter der Bedingung der Anonymität mitgeteilt hätte, dass die Sachverständigen keine überzeugenden Beweise für Nordkoreas Beteiligung gefunden hätten.

"Nach Prüfung der vorliegenden Beweise und des Wracks des Schiffs kamen die russischen Experten zu dem Schluss, dass eine Reihe von Argumenten, die von der internationalen Untersuchung zu Gunsten einer Beteiligung durch die Demokratische Volksrepublik Nordkorea bei dem Untergang der Korvette nicht genügend gewichtig sind."

Generalstabschef der russischen Streitkräfte, Nikolai Makarow sagte am Dienstag nur, dass das russische Aussenministerium eine offizielle Erklärung zu diesem Thema abgeben würde, nachdem die Experten ihren Bericht an die Regierung erstellt haben.

"Es ist zu früh, um eine definitive Aussage über die Ursachen der Tragödie zu machen."

sagte der Chef der russischen Armee diplomatisch. Dass es diese Erklärung schon einen Tag nach der Heimkehr des Experten-Teams aus Südkorea unter der Hand für die Weltöffentlichkeit abgegeben wurde, zeigt ganz deutlich, dass die russische Armee sehr frustriert über den von den Vereinigten Staaten von Amerika und Südkorea sofort in die Welt gesetzten Hoax sein muss. Darauf deutet auch die Position der russischen Kriegsschiffe in der Nähe der Koreanischen Halbinsel hin, die durchaus als Warnung an das US-Militär und ihre Regierung zu verstehen waren. (3)

Präsident Dmitri Medwedew hatte unmittelbar Ende März nach dem Unglück im Gelben Meer um Zurückhaltung bei der sofortigen Schuldzuweisung gegen Nordkorea als Verursacher aufgerufen, um "eine weiteren Eskalation der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel zu vermeiden."

Medwedew hatte die Einladung Seouls, ein Experten-Team nach Südkorea zu senden akzeptiert, weil er "glaubte, dass es von grösster Bedeutung ist, die wahre Ursache des sinkenden Schiffes festzulegen und zu bestimmen, wer die persönliche Verantwortung trägt."

Dr. Konstantin Asmolov, ein führender Experte des russischen Korea-Zentrums am Institut für den Fernen Osten hat folgende Ansicht zu dem Vorfall: Asmolov schlägt vor, dass das Schiff wahrscheinlich durch "friendly fire" getroffen wurde.

"Ich glaube, es war ein tragischer Unfall während der Kriegsspiele und zynische Politiker versuchen, daraus den maximalen Vorteil zu nutzen."

Diese Aussage ist tatsächlich sehr "freundlich" formuliert. Entweder war es ein Unfall, der sich bei dem bilateren Manöver zwischen den Marineverbänden der USA und Südkorea ereignet hatte oder es war ein beabsichtiger Abschuss - nur das kann Asmolov selbstverständlich so nicht öffentlich sagen sondern nur im vertrauten inneren Zirkel äussern, was durchaus nicht auszuschliessen wäre, betrachtet man die vielen geheimdienstlichen Inszenierungen, die im Laufe der letzten Jahrzehnte auf der Welt durchgeführt wurden.

Auffällig ist, dass von den russischen Experten nicht festgestellt wurde, dass eine alte, noch im Meer treibende Mine aus dem Koreakrieg die Explosion an dem Schiff hervor gerufen hatte. Denn diese Möglichkeit wurde von den asiatischen Medien in den ersten beiden Tagen als Auslöser des Unglücks durchaus diskutiert - bis diese Variante schnell wieder aus den Blättern verschwunden war.

Die noch ausstehende offizielle Regierungserklärung Russlands hat mit den vorab bekanntgegeben Ergebnis der Untersuchung durch den General augenblicklich einen grosses Druck von ganz Asien genommen und die Debatte in der UN-Sicherheitsratssitzung, die die südkoreanische Regierung in einem Antrag zum Untergang der Cheonan gefordert hatte, dürfte nun schon wieder ganz anders verlaufen, als die US-Aussenministerin Hillary Clinton und der US-Verteidigungsminister Robert Gates es sich vorgestellt hatten, obwohl Gates sich gerade auf seiner Tour durch diese Region und in Singapur die Hacken wund gelaufen hatte, um eine geschlossene Allianz gegen die Regierung in Pjöngjang zu schmieden.

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Quellen:
(1) http://beta.thehindu.com/news/international/article450117.ece
(2) http://www.koreatimes.co.kr/www/news/nation/2010/06/113_67351.html
(3) http://www.radio-utopie.de/2010/05/27/russland-wird-vom-westen-in-undurchsichtigen-fall-der-cheonan-verwickelt/

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