Single European Sky: Flugsicherung des Londoner Flughafen Gatwick unter Aufsicht der deutschen Regierung

Diesem einschneidenden Wechsel lag eine vorherige Ausschreibung zugrunde. Es ist sicher kein Zufall, dass die deutsche Behörde diesen Zuschlag in einem wichtigen strategischen Land erhielt, dessen Regierung die letzte Wahl auch mit dem Versprechen gewann, ein Referendum ĂŒber den Austritt aus der EuropĂ€ischen Union zu halten. Die deutsche Regierung als treibender Keil hinter der „EuropĂ€isierung“ fĂŒrchtet nichts mehr als das – in Grossbritannien herrscht aus unterschiedlichen Motiven ein weit verbreiteter Widerstand unter Politikern und BĂŒrgern gegen die E.U.

Die Ruinierung Irlands

Prof. H: Wenn Sie vor kurzem die Zeitungen gelesen haben, sind die Vereinigten Staaten von Amerika gerade in die Ukraine vorgerĂŒckt und haben dort Killerkommandos, die ukrainische Richter und politische FĂŒhrer ermorden, die nicht dabei mitmachen wollen, die Ukraine auf einen neoliberalen proeuropĂ€ischen Kurs zu bringen, der ganz anders ist als der russische. Ja, sie töten nur, wenn sie tatsĂ€chlich mĂŒssen, und wenn ihnen die Leute zuhören.

U.S.-Texte ĂŒber „Vereinigte Staaten von Europa“ aus dem 18. und 19. Jahrhundert

Morgen, am 19. Juni des Jahres 2013, besucht der PrĂ€sident der Vereinigten Staaten von Amerika, Barack Obama, die Hauptstadt der Berliner Republik. In vielen Staaten auf den Kontinenten Europa, Afrika, Asien oder Amerika, ob Griechenland, TĂŒrkei, Brasilien oder Syrien, sind Krisen oder gar Krieg ausgebrochen. In den Staaten des „Alten Europa“, wie der damalige Verteidigungsminister der U.S.A. Donald Rumsfeld in 2003 Deutschland und Frankreich angesichts ihrer Weigerung sich an der zweiten Invasion in Asien zu beteiligen bezeichnete, werden seit wenigen Jahren urplötzlich Demokratie, SouverĂ€nitĂ€t und Verfassung seitens Regierungen, etablierten Parteien und Bankern gemeinsam, koordiniert, offen und so dreist in Frage gestellt, als ob ein kollektiver Staatsstreich gegen Dutzende von Demokratien das SelbstverstĂ€ndlichste der Welt sei und dieses Vorhaben außerdem schon seit langem bekannt.

Nun, zumindest Letzterem kann nicht in GĂ€nze widersprochen werden.

Rosa Luxemburg ĂŒber die „Vereinigten Staaten von Europa“: „Eine imperialistische Mißgeburt“

In ihrem vor ĂŒber hundert Jahren erschienenen Essay „Friedensutopien“ Ă€ußerte sich die Sozialdemokratin Rosa Luxemburg ĂŒber ein bereits damals in ihrer Partei, der S.P.D., umgehendes Gespenst: die „Vereinigten Staaten von Europa“. Geschrieben drei Jahre vor Ausbruch des 1. Weltkriegs, nach einer Phase von 40 Jahren Frieden in Mitteleuropa, lesen sich die Worte der Sozialdemokratin und Sozialistin nicht nur wie eine Abrechnung mit der heutigen „EuropĂ€ischen Union“ des Jahres 2013, sondern auch mit der gesamten Kaste der etablierten und damit paneuropĂ€isch-imperialistischen Parteien explizit in Deutschland, mit der von der damaligen „Partei des Demokratischen Sozialismus“ P.D.S. und Dr. Gregor Gysi in 2004 mitbegrĂŒndeten „EuropĂ€ischen Linken“, mit deren spĂ€ter in 2007 in der Republik geschaffenen Ableger „Die Linke“, mit deren einflussreichen FinanzierungstrĂ€ger Rosa-Luxemburg-Stiftung, sowie mit der paneuropĂ€isch-imperialistischen Linken in Deutschland, die sich selbst als marxistisch bezeichnet und deren Bodentruppen heute in Berlin ihre „Marx is Muss“-Konferenz 2013 beendet.