Action, Urlaub, Jobroutine

Von der Bundesregierung politisch gewollt ist ein Ansteigen der Zahlen von Reservist*innen in AuslandseinsĂ€tzen. So heißt es im Gesetzesentwurf zum Bundeswehr-EinsatzbereitschaftsstĂ€rkungsgesetz (BwEinsatzBerStG) vom 17.4.2019, dass die Bundeswehr als ein „attraktiver und wettbewerbsfĂ€higer Arbeitgeber“ gestĂ€rkt werden soll, um „in einem verĂ€nderten sicherheitspolitischen Umfeld in der Lage [zu] sein, als Instrument deutscher Sicherheitspolitik ein umfangreiches Aufgabenspektrum zu bewĂ€ltigen.“

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Unbewusst Reserve

Die Beendigung des Kalten Krieges und die Suche nach einer neuen Existenzberechtigung fĂŒr Armee und NATO-Bindung Anfang der 1990er-Jahre haben aber genau diese militĂ€rische ZurĂŒckhaltung in Frage gestellt. Mit den „Verteidigungspolitischen Richtlinien“ von 1992 erhielt das Bild einer Bundeswehr als „territoriale Verteidigungsarmee“ deutliche Risse: Interessen, deutsche Interessen, konnten als Rechtfertigung militĂ€rischer EinsĂ€tze herangezogen werden. Die weltweiten EinsĂ€tze deutscher Truppen eskalieren seither zu immer grĂ¶ĂŸeren, immer weniger nachzuvollziehenden AlltĂ€glichkeit.

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Schreiben an den SWR wegen dessen Berichterstattung ĂŒber die Demonstration in Koblenz vom 9. Mai 2020

Es war Ă€ußerst friedlich, es wurde ĂŒber den zu großen Einfluss von Bill Gates auf die weltweite Gesundheitspolitik gesprochen und die Sorge vor einer Impfpflicht kundgetan. Dies geschah auch in Anlehnung an das desaströse Ostersonntaginterview mit Bill Gates in den Tagesthemen, das auch ich als reine Propaganda ohne jegliche kritische journalistische Nachfrage durch Ingo Zamperoni erlebt habe. Ich selbst saß damals geschockt vor dem Bildschirm und fragte mich: „Oh mein Gott! Haben die Verschwörungstheoretiker recht? Wie kann dieser Mann behaupten, dass er 7 Milliarden Menschen impfen wolle, bei einer geschĂ€tzten Gesamtbevölkerung von 7,7 Milliarden Menschen?“