10 Jahre Stunde 0

Am Abend des 9. November 1989 waren die achtziger Jahre frĂŒhvollendet und die UtopiendĂ€mmerung eines verglĂŒhenden Staates trat in ihre letzte Phase ein. Ihr Finale sollte der 3. Oktober 1990 und eine Wiedervereinigung sein. Die elf Monate zwischen diesen beiden deutschen Daten waren keinem Jahrzehnt zugehörig. In ihnen ballten sich die neunziger Jahre erst einmal zusammen, ein Jahrzehnt, auf dessen Ereignisfeld sich die Wesensverschiebungen zweier Systeme abspielten. Das eine ging endlich im Zuge der ach so friedlichen Revolution unter, das andere triumphierte und konnte sich in der Postapokalypse des anderen auf unbarmherzige Weise verwirklichen.

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Berlin 21

Der “Flughafen Berlin-Brandenburg” (Codename: BER) ist eine Katastrophe fĂŒr die Weltstadt Berlin. Ihr OberbĂŒrgermeister Klaus Wowereit, Mitglied im Aufsichtsrat der verantwortlichen „Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH“ und dessen ehemaliger Vorsitzender, ist in persona ReprĂ€sentant nicht nur dieser Katastrophe, sondern auch der Grundbedingungen, VerhĂ€ltnisse und Strukturen, die diese Fortsetzung von Banken-Skandalen, Immobilien-Skandalen, Korruptions-Skandalen in Berlin verursacht hat: brĂ€sige Ignoranz, hemmungslose Heuchelei und soziopathischer Betrug durch eine verkommene Kaste von ParteifunktionĂ€ren, Seit an Seit mit Baumafia, Immobilienhaien, internationalen Konzernen, Konsortien, Beratern, Lobbygruppen und geradezu am Sitz festgeklebten BĂŒrokraten.

Berlin, Brandenburg und die BER-Flughafen GmbH: Immer Schrott fĂŒr Schrott

Jeder in Deutschland weiß, das man Vater und Mutter ehren und lieben soll. Ganz besonders den Landesvater und die Bundesmutti. Und dass man die Schnauze zu halten und zu tun hat, was einem gesagt wird. Sonst wird man noch ein Sorgenkind. Oder ein SchuldensĂŒnder. Und kommt nach SĂŒdeurooopaaaa.

Jeder in Deutschland – wirklich jeder, sonst wĂ€re es ja aus, auuuus mit der Eiiiiinigkeeeeeit – weiß das. Weil einen sonst der Kader holt. Und ganz besonders in Berlin. Ist ja schließlich die Hauptstadt (von was eigentlich?).

Also muss sich doch jeder der braven, gelernten, flexiblen AutoritĂ€tssteigbĂŒgelhalter dieser 1A Demokratie doch fragen: was ist bloß in diese GrĂŒnen gefahren? Das KĂŒnast-Syndrom scheint es jedenfalls nicht zu sein.

Stasi 3.0

Derzeitige Nachrichtenlage ist also wie folgt: ein gewisser „Thomas S.“ war anno 1986 unter dem Decknamen „Frank Schwarz“ Informant der Polizeiabteilung K 1 des DDR Innenministeriums und beschnupperte seine „negativ-dekadenten“ Kollegen in der Fußballfan-Truppe des FC Karl-Marx-Stadt. Danach war er Faschist und arbeitete vom November 2000 bis Januar 2011 fĂŒr das Berliner Landeskriminalamt.

Da redet man viel, wenn der Tag lang ist. Schließlich kann man davon leben.

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