Vox Taxi – Vox Dei

AM SAMSTAGABEND vor zwei Wochen kehrten wir mit einem Taxi von der jĂ€hrlichen Gedenk-Demo fĂŒr Yitzhak Rabin nach Hause zurĂŒck und, wie ĂŒblich, kamen wir mit dem Taxifahrer in ein GesprĂ€ch. Im allgemeinen verlaufen diese GesprĂ€che freundlich mit viel GelĂ€chter. Rachel mag sie, weil sie uns direkt mit Menschen zusammenbringen, denen wir sonst nicht begegnen. Die GesprĂ€che sind notwendigerweise kurz, die Leute drĂŒcken ihre Ansichten genau aus, ohne ihre Worte besonders zu wĂ€hlen. Sie sind recht verschieden, und im Hintergrund hört man die Radionachrichten, Talkshows oder Musik, die vom Taxifahrer ausgewĂ€hlt wurde. Und natĂŒrlich hört man vom Sohn, der Soldat ist, und der Tochter, die studiert.

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Neues aus der Anstalt: Ihr Kandidat Rainald Grebe

Manche sagen ja, Humor ist die letzte Verteidigungslinie der verzweifelten Denker. Was Rainald Grebe da nun gestern in Urban Priols „Neues aus der Anstalt“ von der Kabarett-Orgel abfeuerte, konnte das ĂŒberfordert wirkende noble Studiopublikum (Harharhar) bei geschĂ€tzt 20 Euro Eintritt wahrscheinlich so spontan gar nicht mitschneiden.

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De Maiziere macht den Terror-Affen fĂŒr Vorratsdatenspeicherung und Musikindustrie

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) warnt vor einem „Terroranschlag“ im Inneren der Republik noch diesen November. Der Hintergrund ist so simpel wie unschrecklich: die Musikindustrie will ihre Vorratsdatenspeicherung wiederhaben. Seit Monaten schon blaffen und bluffen CDU und CSU, um FDP-Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger fĂŒr eine Neuauflage der Vorratsdatenspeicherung weich zu kochen. Doch die bleibt standhaft. Nun also das: Innenminister de Maiziere warnt vor einem „Terroranschlag“ in Deutschland – und das noch in diesem November. Man habe, so de Maiziere, Hinweise „auslĂ€ndischer Partner“ und natĂŒrlich wĂ€re das Ganze ein Plan „islamistischer Gruppen“. Logisch ist das alles nicht. Es fehlt jedes Motiv fĂŒr irgendein Attentat auf deutschem Boden, es sei denn eben fĂŒr die Implementierung neuer Gesetze und ErmĂ€chtigungen gegen die gesamte Bevölkerung. Diese dienen nicht nur dem Überwachungsstaat.

DIE CASTOR-AFFÄRE: Drohnen ĂŒberm Wendland – wo noch?

Bereits wĂ€hrend des Castor-Transportes nach Gorleben berichtete Radio Utopie vom Einsatz von MilitĂ€r-Kampfflugzeugen, von auslĂ€ndischer Polizei gegen Demonstranten, sowie vom Einsatz von Drohnen (Ticker und Überblick zum Castor Transport). Letzterer wurde nun gestern offiziell bestĂ€tigt. Es bleiben eine Menge Fragen zu klĂ€ren.