ALS ICH das erste Mal in die Knesset gewĂ€hlt wurde, war ich entsetzt ĂŒber das, was ich vorfand. Ich entdeckte abgesehen von wenigen Ausnahmen, dass der intellektuelle Inhalt der Debatten nahe Null war. Er bestand hauptsĂ€chlich aus Klischees, so wie man sie auch auf AllgemeinplĂ€tzen hören kann. WĂ€hrend der meisten Debatten war das Plenum fast leer. Die meisten Mitglieder sprachen ein vulgĂ€res HebrĂ€isch. Beim Abstimmen hatten viele Mitglieder keine Idee, worĂŒber sie pro oder contra stimmen sollten â sie folgten nur den Ordern ihrer Partei. Das war 1967, als die Knesset Mitglieder wie Levy Eshkol und Pinhas Sapir, David Ben Gurion und Moshe Dayan, Menachem Begin und Yohanan Bader, Meir Yaari und Yaakov Chazan einschloss, nach denen heute StraĂen und Vororte benannt werden. Im Vergleich zur gegenwĂ€rtigen Knesset sieht die damalige Knesset wie Platons Akademie aus.