William Blum ist gestorben

Im Juli nahm er an einem Panel teil, wo er erklĂ€rte (siehe Video), warum die US-Bevölkerung mit der US-Außenpolitik weitgehend zufrieden ist. Sie glauben fĂ€lschlicherweise, dass die Vereinigten Staaten von Amerika es immer gut meinen. Fehler werden gemacht, es gibt Misserfolge, aber die USA meinen es immer gut. Es ist diese Illusion, die ausgerottet werden muss, um die US-Außenpolitik zu Ă€ndern.

Der tragische Beginn des US-Imperialismus

Nach der alten historischen ErzĂ€hlung waren die USA immer eine demokratische Republik und haben sich (von 1898 bis 1904) nur kurz mit unverhohlenem Imperialismus beschĂ€ftigt. Und tatsĂ€chlich, selbst in der Zeit, in der die USA Puerto Rico, Guam, Hawaii und die Philippinen eroberten, sahen sich die USA als „Befreier“ der Einheimischen vom spanischen Despotismus. Das war kein echter Imperialismus, sondern, um einen Begriff aus der Zeit zu verwenden, „wohlwollende Assimilation“. Oh, was fĂŒr ein herrlicher amerikanischer Euphemismus!

Der Linkskörper ist nicht unteilbar

Die Jahrzehnte alten Parteien „S.P.D.“, „BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen“ und „die Linke“ sind keine Opposition gegen die VerhĂ€ltnisse. Diese haben sie selbst geschaffen und sind deren Teil. Die einzige Opposition, die diese Parteien reprĂ€sentieren, ist die Opposition gegen die Opposition an sich.

Das beinhaltet vermeintlich die Opposition gegen die einzig noch verbliebene parlamentarische Opposition in der Republik, nÀmlich die von rechts.

Doch in Wirklichkeit richtet sich diese „Opposition gegen Opposition“ gegen das Spektrum welches zu unterdrĂŒcken, zu fĂŒhren und einzubinden ihre Aufgabe ist: den progressiven, sozialdemokratischen, linken, emanzipatorischen, sozialistischen Sektor, wie auch immer sich die Betroffenen selbst definieren wollen.