Neue Kritik an Kissinger-Professur in Bonn, Geldgeber unbeirrt

„Die Bundesregierung hat sich in der Vergangenheit wiederholt fĂŒr die Einrichtung der Professur ausgesprochen“, heißt es nun aus dem BMVg, das nicht auf die jĂŒngsten EnthĂŒllungen eingeht. Der Professur werde an der UniversitĂ€t Bonn „ein hochkarĂ€tig besetztes beratendes Kuratorium zur Seite gestellt“. Als ersten Lehrstuhlinhaber habe man den ehemaligen stellvertretenden US-Botschafter in Deutschland, James D. Bindenagel, fĂŒr ein Jahr gewinnen können.

Der Sprecher der UniversitĂ€t Bonn sagte: „In der Kooperationsvereinbarung der UniversitĂ€t mit den Stiftern ist ‚Henry-Kissinger-Professur‘ als Name festgeschrieben worden.“ Diese Namensgebung stehe daher nicht zur Disposition. ‹Das AuswĂ€rtige Amt Ă€ußerte sich auf Anfrage von amerika21 nicht zu den Veröffentlichungen in den USA.

Categorized as: Allgemein

Venezuela bezeichnet US-Sanktionen als „Ausdruck der Hoffnungslosigkeit“

Die Beziehungen zwischen Venezuela und den USA sind seit Beginn der Bolivarischen Revolution, einem sozialen und politische Reformprozess, gespannt. In den vergangenen Wochen waren beide Regierungen auch wegen der vorĂŒbergehenden Festnahme des venezolanischen Diplomaten Hugo Carvajal auf der niederlĂ€ndischen Kolonialinsel Aruba aneinandergeraten. Carvajal war auf Bestreben der USA inhaftiert worden. Am Sonntag kam er aber wieder frei. Washington wirft Venezuela vor, Aruba und die Niederlande „bedroht“ zu haben, um die Freilassung zu erzwingen, hat dafĂŒr bislang aber keine Belege vorgelegt.

Kuba weist Terrorvorwurf aus den USA zurĂŒck und kritisiert Washington

Zugleich erhebt das kubanische Außenministerium schwere VorwĂŒrfe gegen die USA selbst, die in der Vergangenheit Terrorgruppen unterstĂŒtzt hĂ€tten. Ein Beleg dafĂŒr sei die GewĂ€hrung von Zuflucht fĂŒr die Verantwortlichen eines Terroranschlags auf eine kubanische Linienmaschine im Jahr 1976. Der in Venezuela verurteilte Terrorist und ehemalige CIA-Mitarbeiter Luis Posada Carriles lebt von der Justiz unbehelligt in Miami, Florida.

Provokation gegen „Kissinger-Professur“ in Bonn

Die GrĂŒne Hochschulgruppe sorgte mit einem Protestplakat fĂŒr mediales Aufsehen: Mitglieder der Gruppe ließen sich nackt, von hinten und an eine Wand gelehnt fotografieren. „KISSinger MY ASS“, heißt es provokativ darunter, also etwa: „KĂŒss meinen Arsch, Kissinger“. Vorbild fĂŒr das Motiv ist ein Foto von Mitgliedern der sogenannten Kommune I, das 1967 in der Wohnung des Schriftstellers Hans Magnus Enzensberger entstand.