Syrien-Gipfel der Invasionsmächte in Istanbul: Letzter Umsturzversuch durch die Hintertür

Die Staatschefs von Deutschland, Frankreich, Russland und der Türkei versuchen die militärisch bereits in sich zusammengebrochene Invasion Syriens doch noch über die Ziellinie zu retten. Dabei spielt wieder einmal die russische Staatsführung unter Doppelagent Putin eine extrem falsche und heimtückische Rolle.

Gestern gaben Merkel, Macron, Putin und Erdogan auf ihrem Gipfel in Istanbul eine gemeinsame Pressekonferenz. Primäre Botschaft: wir lassen unsere asymmetrischen (terroristischen) Proxy-Truppen und Söldner in der syrischen Provinz Idlib nicht hängen, das syrische Regime in Damaskus darf dort nicht einmarschieren und Syrien nicht vollständig befreit werden.

Dazu wurde ein weiterer strategischer Versuch unternommen, die Eroberung Syriens und den dortigen Umsturz über die Hintertür doch noch zu erreichen. Merkel, Macron, Putin und Erdogan gaben im Konzert mit dem bereits zurückgetretenen "Sonderbeauftragten" der Vereinten Nationen de Mistura folgendes Vorhaben bekannt: ein "Komitee" werde gegründet, was über den Medienkomplex als "Verfassungsgebende Versammlung" verkauft wurde. Zusammensetzen solle sich das "Komitee" laut Medienberichten zu einem Drittel aus Vertretern des syrischen Regimes bzw der Regierung in Damaskus, zu einem Drittel aus Vertretern der "Opposition" (also der Invasoren) und einem weiteren Drittel aus Technokraten ("technical experts").

Es ist völlig klar, was dabei heraus käme. Entsprechend hat die syrische Regierung dies bereits abgelehnt - allerdings im Vorfeld des Gipfels.

Wie jetzt die Reaktion der Syrer unter seiner Majestät Bashir Assad sein wird, der bislang alles getan und gedeckt hat hat was sein Pendant Putin in Moskau getan und vor allem nicht getan hat um dem vermeintlichen Verbündeten Syrien zu Hilfe zu kommen, ist nun die Frage. Stimmt Assad diesem Plan zu, kann er gleich ins Exil gehen, wohin auch immer. Und Syrien würde den greifbar nahen Sieg gegen die Invasionsmächte doch noch aus der Hand geben.

Den Syrern und ihren tatsächlichen Verbündeten, namentlich den Verbänden aus dem Libanon, Irak und Iran, ist nur zu empfehlen endlich vorzurücken und Idlib zurückzuerobern. Bricht dann plötzlich wieder eine "Flüchtlingskrise" über die Invasionsmächte herein, ist das deren Problem.

Dass eine tatsächliche Verfassungsgebende Versammlung Syriens, um die Ägypten nach der Revolution in 2011 betrogen und anschließend einer brutalen Militärdiktatur unterworfen wurde, von den Syrern selbst direkt gewählt werden muss um nach dem Sieg über die Invasion eine Föderalisierung, Aussöhnung und neue Verfassung zu erreichen, hat Radio Utopie bereits vor Jahren umschrieben.

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20.09.2013 Meine Option: Syriens Sieg gegen die Invasoren
Nun, was hätte wohl Samson dazu gesagt?

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