„S.P.D.“: Mit Schulz in die kleinere Koalition
Wer auch bei der nĂ€chsten Bundestagswahl immer noch „S.P.D.“ wĂ€hlt, wĂ€hlt wieder die Ewige Kanzlerin Angela Merkel. Das ist eben keine Frage der FĂ€higkeit zur Selbsthypnose, sondern der politischen RealitĂ€t und der sich daraus ergebenen Mathematik.
Ich persönlich weià nicht, wer diese neuen Umfragen und ihre Ergebnisse bestellt hat, ich jedenfalls hole sie nicht ab. Aber nehmen wir mal an, sie treffen zu. Die neueste Jubelmeldung im Zuge des aus dem Hut gezogenen neuen Kanzlerkandidaten Martin Schulz (unfassbar..) besagt folgendes Umfrageergebnis (Emnid, 4.2.17):
„C.D.U. / C.S.U.“: 33 %
„S.P.D.“: 29 %
„BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen“: 8 %
„F.D.P.“: 6 %
„Die Linke“: 8 %
„A.f.D.“: 11 %
Sonstige: 5 %
Welche Koalition kommt hier in Frage? Eine aus „S.P.D.“, „GrĂŒnen“ und „F.D.P.“ lĂ€ge bei 43 Prozent. Eine aus „S.P.D.“, „GrĂŒnen“ und „Die Linke“, theoretisch bei 45 %, vergessen wir mal. Glaubensfreiheit ist ja nun auch in der Politik mit gutem Grund immer noch verfassungsgemĂ€Ă, aber ich habe fĂŒr solchen Unsinn keine Zeit.
Es ist also völlig klar, dass es wieder auf eine „groĂe Koalition“ hinauslaufen wird. Und wer glaubt, diese „S.P.D.“, nach allem was sie in den letzten fast 20 Jahren nach ihrem Regierungsantritt unter Gerhard Schröder angerichtet hat (ich werde das jetzt nicht alles aufzĂ€hlen, wer Geld hat soll sich einen Blindenhund kaufen), wĂŒrde sich einer neuen „groĂen Koalition“ verweigern, dem oder der ist nicht zu helfen. Wer des Weiteren daran glaubt, die „S.P.D.“ wĂŒrde die „C.D.U.“ in den Umfragen ĂŒberholen, wie gesagt, auch dafĂŒr gilt die Glaubensfreiheit. Die „C.D.U.“ hat ihren Kompromatenkoffer noch nicht ausgepackt. Die Kanzlerinnenpartei Nr. 1 wird sich das Ganze solange ansehen, solange ihre Kanzlerinnenpartei Nr. 2 (die sogenannte „S.P.D.“) sich erholt, was gut ist fĂŒr Merkel und die nĂ€chste „groĂe Koalition“. Dann gibtÂŽs den einen oder anderen NasenstĂŒber, vielleicht irgendein GerĂŒcht oder ein neues Attentat und alle ziehen wieder den Kopf ein und sagen „Ja, Mutti“.
Wirklich haarstrĂ€ubend und gemeingefĂ€hrlich wird es zu glauben, diese Partei wĂŒrde irgendeinen Unterschied zu der Regierung machen, der sie mit Unterbrechung von 2009 – 2013 bereits seit fast zwanzig Jahren angehört. Und selbst in ihren Jahren als formelle „Opposition“ zu Merkel kann doch keiner ernsthaft behaupten die „S.P.D.“ sei tatsĂ€chlich eine gewesen.
Ich verweise noch kurz auf die designierte Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries. Auch wer sich schon Dutzende Male hat blitzdingsen lassen, kann unsere Suchfunktion benutzen und sich an die Helfershelferei dieser „Justizministerin“ fĂŒr Dr. Wolfgang SchĂ€uble und den sukzessiven Aufbau des elektronischen und ja, faschistischen Polizeistaates erinnern, mit dem wir heute leben mĂŒssen. Faschistisch ist ein hartes Wort, das ich bewusst benutze. Ich habe vor fast einem Jahrzehnt vor dem gewarnt, was heute RealitĂ€t ist. Dieser Staat wird nur von dem zurĂŒckgehalten, was er – auch bei aller Beihilfe der sogenannten „S.P.D.“ – bis heute nicht gekippt bekommen hat: das Grundgesetz, die Verfassung.
Tradition, MentalitĂ€t, Sadismus, Heuchelei und HeimtĂŒcke der staatlichen Apparatschiks unterscheiden sich in Nichts – in Nichts – von der frĂŒherer Zeiten. Nur deren Möglichkeiten sind eben beschrĂ€nkt. Oder wie ich es in Reminiszenz zu Erich MĂŒhsam bereits einmal formulierte: Ist nicht mehr so wie frĂŒher. Beglotzen, aber nicht anfassen.
Warum jetzt „kleinere Koalition“? Nun, allein schon deswegen, weil bei der letzten Bundestagswahl ĂŒber 15 Prozent der WĂ€hlerstimmen unter den Tisch der im Jahre 1953 durch die bis heute regierenden etablierten Parteien eingerichteten FĂŒnf-Prozent-HĂŒrde fielen, von der im 1949 in Kraft getretenen Grundgesetz nie die Rede war (hier mehr ĂŒber den eines systematischen Abbaus des Parlamentarismus seit 1949. Beachten Sie nicht die naive Ăberschrift.)
„F.D.P.“, „A.f.D.“ und Rest kamen 2013 nicht in den Bundestag. Das Ergebnis war eine diese Republik gefĂ€hrdende Dreiviertelmehrheit von „C.D.U.“, „S.P.D.“ und „C.S.U.“, die mit RĂŒckendeckung aus Karlsruhe auch noch den Rest von „Opposition“ ausschaltete, die Republik auĂer Funktion setzte und den bis dahin verdeckten elektronischen Polizeistaat offen implementierte, in KontinuitĂ€t seit den VerfassungsĂ€nderungen der „Notstandsgesetze“ und der AuĂerkraftsetzung der Gewaltenteilung bezĂŒglich Artikel 10 Grundgesetz ( Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis) 1968 durch die gleichen Parteien, die bis heute an der Macht sind.
Diese Dreiviertelmehrheit wird es ab diesem September nicht mehr geben. Das ist die gute Nachricht.
Ich persönlich werde alles daran setzen, dass diese Kapitalismus-Freaks von der „F.D.P.“ so viele Stimmen wie möglich kriegen, einfach nur damit sie da sind (mögen sie so viel Unsinn erzĂ€hlen wie sie wollen). Dass diese unsĂ€gliche „Alternative fĂŒr Deutschland“ ĂŒberhaupt existiert, ist die Verantwortung aller Kapitalismus-Freaks und paneuropĂ€ischen Ideologen, die in kafkaesker Weise die PlĂŒnderung eines ganzen Kontinents durch (und sogar erklĂ€rtermaĂen fĂŒr) ein kapitalistisches Finanzsystem anbeten, weil es „Euro“ heiĂt und eine Menge LĂ€nder darunter leiden mĂŒssen, als ob das irgendetwas besser machen wĂŒrde. NatĂŒrlich gilt das vorneweg fĂŒr diese wertlosen Heuchler von „Die Linke“ und „BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen“. Diese nach eigenem Anspruch progressiven Parteien nehmen, auch das schrieb ich bereits, die Rolle des Beihelfers vom Peitschenschwinger auf der Sklaven-Galeere ein, der – wĂ€hrend der ausfĂŒhrende Scherge sich kurz den SchweiĂ runterwischt und seinen SchwĂ€tzer ranlĂ€sst – unter TrĂ€nen dem Galeerensklaven gĂŒtig ĂŒber den Kopf streichelt und ihm sagt, dass es ihm ganz furchtbar leid tue was sein Kumpel da mit ihm machen wĂŒrde. Aber runter könne er nun mal leider nicht – weil das schlecht sei fĂŒr die Galeere.
Dieser teuflische Drecksladen von „EuropĂ€ischer Union“ soll auf seinem „proeuropĂ€ischem“ Finanzsystem zur Hölle fahren. Und wer jetzt ĂŒber irgendwelchen Russen, Islamisten und Nationalisten daher schwatzt, kann gleich vorneweg den Abflug machen.
Ich persönlich wĂŒnsche der „S.P.D.“ bei der Bundestagswahl 18 Prozent. Erst wenn dieser Laden gegen die Wand gefahren wurde, hört er auf alles Andere an die Wand zu fahren, jedenfalls alles was gut und schön ist. Mit der neuen „groĂen“, effektiv sehr viel kleineren Koalition werde ich genauso fertig wie bisher auch. Schockt mich alles nicht.
Schönen Sonntag noch, ob im „Westen“ oder in „Europa“.
