Bush verfolgt die Republikanische Partei
âWas Menschen Ăbles tun, ĂŒberlebt sie,â schrieb Shakespeare. Ein hervorragendes Beispiel dafĂŒr ist der ehemalige PrĂ€sident der Vereinigten Staaten von Amerika George W. Bush, der letzte Woche in South Carolina im Wahlkampf seines freundlichen jĂŒngeren Bruders Jeb in Erscheinung trat.
George W. verfolgt weiterhin die Republikanische Partei und schĂ€digt ihre Wahlchancen. Im Inland hielt Bush sich auĂerhalb des öffentlichen Sichtbereichs auf, im Ausland ist er weitum verhasst und schrĂ€nkt Reisen ins Ausland ein aus Angst vor Verhaftung wegen der Kriegsverbrechen seiner Invasionen Afghanistans und des Irak.
Republikanische Spindoktoren und die rechten Medien der Vereinigten Staaten von Amerika haben seit Jahren versucht, Bush und seinen Mentor Dick Cheney reinzuwaschen und die Erinnerung an ihre katastrophalen Kriege gegen Afghanistan und den Iran auszumerzen, die die BĂŒchse der Pandora des Schreckens ĂŒber die muslimische Welt hinweg öffneten. Demokraten, die den Krieg befĂŒrwortet hatten, suchten sich gleichermaĂen vor der Verantwortung zu drĂŒcken. Hillary Clinton jedenfalls kann sich scheinbar nicht ihrem aufgedonnerten kriegerischen Register entziehen.
Die Vereinigten Staaten von Amerika, so behauptet der Bush/Cheney Amen-Chor, wurden in den Einmarsch in den Irak âirregeleitetâ durch âfalsche Geheimdienstinformation,â waren fehlgeleitet durch die Hoffnung, den umnachteten Moslems die Demokratie zu bringen, fĂŒhrten einen edlen Kreuzzug, um den schrecklichen Diktator Saddam zu entfernen, und, natĂŒrlich, die berĂŒhmten nicht auffindbaren âMassenvernichtungswaffen.â
Wie der Kandidat Donald Trump letzte Woche sagte, waren das alles blanke LĂŒgen. Diese falschen Behauptungen verfolgten einen Zweck: die Amerikaner in den Glauben irrezufĂŒhren, dass Bushs Aggression gegen den Irak ein Kreuzzug fĂŒr Gerechtigkeit war und nicht ein barbarischer Versuch, aus dem Irak mit den zweitgröĂten Erdölreserven der Welt einen amerikanischen Vasallen-Erdölstaat zu machen.
Leider hat die breite Ăffentlichkeit Amerikas noch nicht die Ungeheuerlichkeit der Verbrechen begriffen, die in Afghanistan und im Irak begangen wurden. Diese umfassen etwa eine Million getötete Zivilisten, zerstörte StĂ€dte, Todesschwadrone, Drohnenkrieg, EntfĂŒhrungen, Folter und die Umwandlung der Vereinigten Staaten von Amerika in einen Stasi-mĂ€Ăigen Polizeistaat. Und die Zerstörung der Trinkwasser- und Abwasseranlagen des Irak durch Luftangriffe der Vereinigten Staaten von Amerika, wodurch Krankheiten und Seuchen ĂŒber das ganze Land verbreitet wurden.
Washington behauptete, diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit seien gerechtfertigt durch die Attacken des 9/11, obwohl die TÀter aus Saudiarabien kamen, nicht aus lÀndlichen Gebieten in Afghanistan oder des Irak. Osama bin Laden wurde ausradiert, dadurch konnte er nie vor einem ordentlichen Gericht die Wahrheit sagen.
Kaum weniger schlimm war das anhaltende Ăbel von Bush/Cheneys so genanntem âKrieg gegen den Terror.â Von Neokonservativen ausgeheckt und betrieben diente der falsche Krieg, die Kontrolle der Vereinigten Staaten von Amerika ĂŒber die muslimische Welt auszuweiten (was ich in meinem Buch âAmerican Rajâ nenne) und Feinde Israels zu vernichten. Dieser âKriegâ hĂ€lt heute nach 13 Jahren noch immer an, mit doppelt so hohen MilitĂ€rausgaben, mit einem 100%igen Anstieg der Ausgaben fĂŒr alle Arten von Spionen, Söldnern und Privatarmeen, militarisierte PolizeikrĂ€ften, sowie mit unbeschrĂ€nkten Mitteln, um Amerikas imperiale Kriege im Mittleren Osten, in Afrika und Asien in Gang zu halten.
Es sollte eigene Steuern geben, um fĂŒr diese Konflikte aufzukommen, aber die Kosten werden einfach zu den Staatsschulden gerechnet und treiben Amerika immer tiefer in die Kreide. Die CIA, die gegrĂŒndet wurde, um Analysen zu erstellen, ermordet angebliche Feinde in der ganzen Welt. Die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika beschnĂŒffelt uns alle schamlos und ĂŒberbietet sogar die Ăbergriffe der alten KGB und Stasi. Danke George W. Bush fĂŒr die angebliche Verteidigung Amerikas.
Bush ruinierte Amerikas Namen rund um den Erdkreis und lieĂ uns nicht besser, sondern sogar noch schlechter dastehen als die Sowjetunion. Die heutige Hexenjagd gegen Moslems in den Vereinigten Staaten von Amerika begann in den Jahren der Regierung Bush. Die Bush-Administration vermittelte vielen Amerikanern das GefĂŒhl, dass Uncle Sam ihr Feind war, nicht ihr Freund. NatĂŒrlich sahen viele amerikanische eingefleischte Rechte und Neokonservative Bush als Heiligen. Ein solcher ist er noch heute im BibelgĂŒrtel und im Westen. South Carolina mit seinen Evangelikalen und Gemeinschaften von pensionierten MilitĂ€rs verehrt Bush. Eine Umfrage, die kurz vor dem Ăberfall auf den Irak gemacht wurde ergab, dass ĂŒber 70% der evangelikalen Christen glĂŒhend den bevorstehenden Krieg befĂŒrworteten.
Bush/Cheneys Aggressionen fĂŒhrten direkt zur Verbreitung der al-Qaeda-Bewegung, deren Ziel es war, den westlichen Einfluss aus der muslimischen Welt zu vertreiben. Der tödlichere ISIS wurde geboren in den Gefangenenlagern der Vereinigten Staaten von Amerika im Irak. Somalias Shebab entstand, nachdem die Vereinigten Staaten von Amerika und Ăthiopien die rechtmĂ€Ăige Regierung Somalias gestĂŒrzt hatten. Jetzt stolpern die Vereinigten Staaten von Amerika in einen gröĂeren neuen Mittelostkrieg im Irak und in Syrien, der eine atomare Konfrontation zwischen Washington und Moskau heraufbeschwören könnte.
Leider begreifen zu wenige Amerikaner diese Hinterlassenschaften von Bush, Cheney, Hillary Clinton und den Neokonservativen. Wer erinnert sich auch nur an die ehemalige AuĂenministerin Madeleine Albright, welche tatsĂ€chlich sagte, dass der Tod von ĂŒber 500.000 irakischen Kindern (nach UNO-Angaben), die durch die Sanktionen der Vereinigten Staaten von Amerika verursacht wurden, âden Preis wert war.â
George Bush ist kein heiliger Cowboy. Er, Cheney und ihre Henker gehören alle vor Gericht gestellt wegen der ĂberfĂ€lle auf Afghanistan, Somalia und den Irak.
