Im Gegensatz zu dem, was Biden gesagt hat, wird die US-KriegsfĂŒhrung in Afghanistan fortgesetzt

Der US-Krieg gegen Afghanistan wird nicht enden, nur weil PrĂ€sident Biden und die US-Nachrichtenmedien uns das sagen. Wie Guljumma und zahllose andere Afghanen erfahren haben, sind die Soldaten vor Ort nicht das einzige Maß fĂŒr die grausame KriegsfĂŒhrung.

Egal, was das Weiße Haus und die Schlagzeilen sagen, die US-Steuerzahler werden nicht aufhören, das Töten in Afghanistan zu subventionieren, bis es ein Ende der Bombardierungen und der „Spezialoperationen“ gibt, die in Geheimhaltung gehĂŒllt bleiben.

Mali: Bounti war ein Massaker

Zwar wurden nach Darstellung Frankreichs die Bomben von Kampfflugzeugen abgeworfen, die AufklĂ€rung im Vorfeld erfolgte jedoch durch eine Reaper-Drohne, welche zuerst zwei Individuen verfolgt und anschließend jene Gruppe ĂŒber 90 Minuten beobachtet hatte, die dann bombardiert wurde. Auf der Grundlage dieser Bilder wurden nach aktueller Beweislage die HochzeitsgĂ€ste fĂ€lschlicher Weise als „Terroristen“ identifiziert. Das ist durchaus relevant fĂŒr die deutsche Drohnendebatte, weil hier die BefĂŒrwortenden einer Bewaffnung immer wieder damit argumentieren, dass dies angeblich die PrĂ€zision von LuftschlĂ€gen erhöhen wĂŒrde. Im Falle Bountis zeigt sich, dass dies zumindest nicht in dieser PauschalitĂ€t zutrifft.

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Gegen das digitale WettrĂŒsten – Rede beim Antikriegstag 2020 in TĂŒbingen

Es ist öffentlich bekannt und unbestritten, dass die CIA mit „In-Q-Tel“ eine solche Firma unterhĂ€lt, die als Riskokapitalgeber auftritt und Startups aufkauft oder bei ihnen einsteigt, um deren Technologie fĂŒr die US-Geheimdienste nutzbar zu machen. Die Wirtschaftswoche berichtete kĂŒrzlich, dass dieses Unternehmen aktuell auf dem deutschen Markt sehr aktiv ist und u.a. bei dem Dresdner Startup Morpheus eingestiegen sei, das winzige Satellitentriebwerke herstellt. Außerdem hat sich der CIA-Dienstleister fĂŒr mehrere Unternehmen interessiert, die vom DLR, dem öffentlich finanzierten Deutschen Zentrum Luft- und Raumfahrt, ausgegrĂŒndet wurden. Nun habe In-Q-Tel einen „Talent-Scout“ in Stuttgart stationiert, der nun auch hier nach interessanten FĂ€llen Ausschau halten soll.

Wie praktisch: U.S.-Spionage-Apparatschiks stellen sich vor Sandsack Joe Biden

William Evanina, Leiter des „National Counterintelligence and Security Center“ (N.C.S.C.) bzw Abteilung fĂŒr Spionageabwehr innerhalb der obersten U.S.-Geheimdienstbehörde O.D.N.I., hat verkĂŒndet, Russland wĂŒrde vor der PrĂ€sidentschaftswahl versuchen den Kandidaten Joe Biden zu „verunglimpfen“ (der VollstĂ€ndigkeit halber: China und der Iran wĂŒrden angeblich Joe Biden unterstĂŒtzen) und insgesamt Zwietracht zu sĂ€en und „das Vertrauen des amerikanischen Volkes in unseren demokratischen Prozess untergraben“. Das ist erstens ein guter Witz und zweitens natĂŒrlich eine Drohung an die gesamte Presse weltweit: Wer meckert, ist Feindsender.

Dazu eine kleine Antwort. Wie immer weder kurz, noch schmerzlos.

Cyber Valley, MPI und US-Geheimdienste

Die Zahl der genannten Finanzierungsquellen ist beeindruckend, darunter die BMBF-Projekte Bernstein-Zentrum und TĂŒbingen AI Center, der Sonderforschungsbereich 1233 („Robustheit des Sehens“) und der Exzellenzcluster „Maschinelles Lernen: Neue Perspektiven fĂŒr die Wissenschaft“. Alleine diese unvollstĂ€ndige Liste und die zahlreichen Professuren, die im Bereich der ‚Computational Neuroscience“ in der letzten Zeit geschaffen wurden, zeigt, dass die öffentliche Hand auch in Deutschland jenen Forschungsbereich ausgiebig finanziert, fĂŒr den jene Clique steht, die sich im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends am MPI fĂŒr biologische Kybernetik gefunden hat und den Aufbau des Cyber Valley wesentlich vorantreibt. Das wirft allerdings die Frage auf, warum man zusĂ€tzlich die Finanzierung der US-Geheimdienste in Anspruch nimmt. BerĂŒhrungsĂ€ngste scheinen jedenfalls wenig zu bestehen.