In Berlin bricht gerade eine Bonner Welt zusammen

Kommentar Politik, Diplomatie

Es ist kurz vor der Bundesversammlung am morgigen Mittwoch zur Wahl des Bundespräsidenten. Diese wird entschieden zwischen den beiden Kandidaten Joachim Gauck (aufgestellt von SPD und Bündnis 90/Die Grünen) und Christian Wulff (aufgestellt von CDU, CSU, FDP). Doch wie diese Wahl der Bundesversammlung und ihrer freien Vertreter nun auch immer ausfallen möge - die Wahl der Berliner Republik steht schon längst fest:

Freiheit, Frieden, Gerechtigkeit.

Wem es gerade nicht auffällt: 20 Jahre zu spät brechen die alten, korrupten, nimmersatten und betrügerischen Ehrenlogen von der Theaterwand, die 40 Jahre lang schon Westdeutschland produzierten. Anschliessen hatten sich 1990 zu Wendezeiten die schlechtesten Schauspieler der DDR auf ihre "Volksbühne" der politischen Schmierenkomödie geholt, um gemeinsam, gemeinsam, gemeiiiinsam die Kulissen einer Schönen Neuen Welt zu bauen und dafür dann entsprechend leider, leider, leiiiider den Eintrittspreis des Publikums ins Theatre of Politics drastisch erhöhen zu müssen.

20 Jahre lang wurde Deutschland um seinen verdienten Neuanfang betrogen. 20 Jahre lang wurde der politische Verrat um so höher belohnt, je schmutziger er war. 20 Jahre lang wurde die Berliner Republik versaut, versaut durch eine elende Generation anti-intellektueller Wildsäue, untertäniger Zwangsmaurer, bürokratischer Feiglinge und dekadenter Heuchler, die erst unter der 16 Jahre lang wütenden Bimbesabwurfmaschine Helmut Kohl, dann unter dem von inneren Scheinwerfern wahrlich verschonten Volksschauspieler Gerhard Schröder und dann von Joachim Sauer seiner Lebensgefährtin ihrer Partei-Kanzlerin Angela Merkel durch simple Unauffälligkeit und Nichtstun nach oben geschwemmt wurde.

Dumm verdient gut. Auch an plumpen Parolen kann etwas dran sein, manchmal. Jedem Schwachkopf ein Pöstchen. Jedem Schwätzer sein Auskommen. Jedem bestechlichen Bürokraten seine Sippe. Der Ehrliche war der Dumme, man wusste doch, wie´s läuft. Warum selbst etwas tun? Einfach dranhängen an die Schlittenhunde, die sind doch so bescheuert und ziehen von alleine, höhö. Warum etwas erfinden, erschaffen, kreieren, ausser Lügen und schröckliche Märchen natürlich, damit sich das Pack gruselt? Kommt ja sonst nichts in die Charts, in die Kinos und in die Tagesschau. Bams, SpOn und Glotze. Ab geht die Politik.

Ich sage Euch, Ihr 0.2 Watt-Leuchten, jetzt wird abgerechnet. Jetzt werden hier wieder Saiten aufgezogen, die alles etwas anders klingen lassen. Dem Volk wird nicht mehr Angst, sondern Mut gemacht; Mut zur Freiheit, Mut zur Demokratie, Mut zur Kreativität und dem, was Eure sich schämenden eingeborenen Vorfahren einmal Land der Dichter und Denker nannten. Ihr seid allesamt so eine unsagbare Schande für alles Gute und Schöne, dass man es nicht in Worte fassen kann. Aber man kann es ja mal versuchen, harhar.  Man kann alles versuchen und das Glück ist mit den Guten, den Tapferen und denjenigen, die für etwas einstehen und nicht mit den Dienern, den ewig Folgsamen, den Zwiedenkern und Wegelagerern des einfachen Volkes.

Wer hier glaubt, dieses Volk in eine neue Diktatur überführen zu können, der irrt. Wer hier glaubt, Deutschland in einen neuen Krieg verwickeln zu können - im Inneren wie im Äusseren - der irrt. Und wer glaubt, diese Republik unter einen neuen Feudalismus zwingen zu können, der irrt grausam.

Im Zweifel für die Freiheit. Dieser Satz gilt. Man wird sehen.

(...)

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Doch all diese Pläne der herrschenden Kreise stehen vor dem Scheitern.

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