Venezuela zwischen Diplomatie, Großdemonstrationen und US-„humanitĂ€rer Hilfe“

Das Internationale Rote Kreuz, das im Land bereits auf medizinischem Gebiet engagiert ist, ließ sich in die US-PlĂ€ne ebenfalls nicht einbinden. „Wir sind keine Agentur, die GeberplĂ€ne umsetzt, insbesondere nicht, um Dinge umzusetzen, die eine politische Bedeutung haben“, erlĂ€uterte der fĂŒhrende FunktionĂ€r des Internationalen Roten Kreuzes, Dominik Stillhart.

Warum muss Venezuela zerstört werden?

Es wĂ€re durchaus verstĂ€ndlich, wenn Sie diese Regimewechselaktion mit einer Art absurder Performancekunst verwechseln wĂŒrden. Sie ist sicherlich ein wenig zu abstrakt fĂŒr die KomplexitĂ€t der realen Welt der internationalen Ordnung. Ein armer, Ă€ngstlicher Diener wird vor eine Kamera gestoßen und erklĂ€rt sich zum PrĂ€sidenten von Narnia, und dann springen drei Handlanger (Pence, Pompeo und Bolton) plus Bozo der Trump auf und schreien „Ja-ja-ja-ja, das ist er!“. Und ein pensionierter Versager wird von der Bank geholt, abgestaubt und auf eine Mission in ein Land geschickt, das ihn nicht haben will.

Venezuela-Krise: Latinos wollen vermitteln, USA und EU stĂŒtzen Opposition

Bei einer Aktuellen Stunde im Bundestag hatte Außenminister Heiko Maas (SPD) Maduro am Mittwochnachmittag vorgeworfen, gegen Standards von Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit zu verstoßen. Er habe das erdölreichste Land der Welt an den Abgrund gefĂŒhrt. „Angesichts dessen kann man nicht neutral bleiben“, sagte Maas unter RĂŒckgriff auf einen frĂŒheren Tweet. Der SPD-Politiker bekrĂ€ftigte die politische UnterstĂŒtzung Deutschlands fĂŒr GuaidĂł.

U.S.-Soldaten zur Lage in Venezuela

Das EuropĂ€ische Parlament befĂŒrwortet den Putschversuch und beschloss am 31.1.2019, Juan GuaidĂł als InterimsprĂ€sidenten anzuerkennen.

AntĂłnio Guterres, GeneralsekretĂ€r der Organisation der Vereinten Nationen und ehemaliger MinisterprĂ€sident von Portugal, wurde fĂŒr den Aachener Karlspreis 2019 ausgewĂ€hlt. Mit der Annahme der Auszeichnung befindet sich
Guterres eindeutig in einem kapitalen Interessenkonflikt, um sein Amt in dieser Frage neutral auszuĂŒben.

Trumps Fiasco Venezuela

Erst vor vier Monaten sagte PrĂ€sident Trump vor der Generalversammlung der UNO: „Ich respektiere das Recht jeder Nation in diesem Raum, ihre eigenen BrĂ€uche, Überzeugungen und Traditionen zu verfolgen. Die Vereinigten Staaten werden Ihnen nicht sagen, wie Sie leben oder arbeiten oder beten sollen. Wir bitten Sie nur, im Gegenzug unsere SouverĂ€nitĂ€t zu respektieren.“ Leider scheint es, dass das nur leere Worte waren. Wir wissen aus dem Irak, Libyen, Syrien usw., dass dies fĂŒr PrĂ€sident Trump nicht gut enden wird. Oder fĂŒr die Vereinigten Staaten von Amerika. Wir mĂŒssen Venezuela in Ruhe lassen!

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