Griechenland-Bankrott: Finanz-Blitzkrieg gescheitert – Bundestag muss lesen

Heute morgen veröffentlichte die „Financial Times Deutschland“ eine SelbstverstĂ€ndlichkeit: der ParlamentsprĂ€sident von Deutschland und zweithöchste ReprĂ€sentant der Republik, Nobert Lammert, erklĂ€rt, die Abgeordneten des Bundestages wĂŒrden vor einer Abstimmung ĂŒber das „zweite Griechenland-Paket“ sich durchlesen, was sie unterschreiben sollen. Wenn sie es dann noch verstehen, wĂ€re dies eine Sensation.

SPD-ex-Kanzler Schröder ruft EU-Antidemokraten zum Angriff auf das Grundgesetz auf

Gerhard Schröder (SPD) fordert eine „Wirtschaftsregierung in Europa“, den „Verzicht von SouverĂ€nitĂ€t und deshalb eine VerfassungsĂ€nderung“. Dazu ruft der ex-SPD-Kanzler zur „Zusammenarbeit der Bundestagsfraktionen von Regierung und Opposition“ auf. Das dafĂŒr eine Volksabstimmung nötig ist, kann er nicht ausschließen. Der ex-Kanzler folgt damit exakt meiner Prognose vom Sonntag in Bulletin 3.

Lammert: Haushaltsrecht des Bundestages „nicht dispositonsfĂ€hig und nicht verhandlungsfĂ€hig“

Vor Entscheid ĂŒber EFSF-Gesetz: ParlamentsprĂ€sident betont verfassungsmĂ€ĂŸige Hoheit des Bundestages ĂŒber Verwendung von Steuermitteln. BundestagsprĂ€sident Norbert Lammert hat im Morgenmagazin von ARD und ZDF noch einmal die durch die Verfassung garantierte Hoheit des Parlaments von Deutschland ĂŒber die Verwendung von Steuermitteln des deutschen Staates und seiner BĂŒrger bekrĂ€ftigt. Das Haushaltsrecht des deutschen Bundestages sei „nicht dispositionsfĂ€hig und nicht verhandlungsfĂ€hig“, so Lammert. Es werde im Zuge der von der Regierung geplanten Gesetze zur Erhöhung des Fonds der luxemburgischen Aktiengesellschaft EFSF, dem sogenannten „Euro-Rettungsfonds“ bzw „Euro-Rettungsschirm“, „keine GeneralermĂ€chtigung“ des Parlamentes fĂŒr die Regierung bezĂŒglich der Verwendung von derzeit regulĂ€r 123 Milliarden Euro (plus 20 Prozent bei Zustimmung des Haushaltsausschusses) geben, so Lammert. FĂŒr jedes einzelne neue Programm, welches der EFSF starte, mĂŒsse die Autorisation des Parlaments eingeholt werden.

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Statusbericht und Überblick zum laufenden Staatsstreich

Finanzminister Wolfgang SchĂ€uble (CDU) und FinanzstaatssekretĂ€r Jörg Asmussen (SPD) wollen den Vertrag des EFSF-Steuergeldfonds ohne Zustimmung des Bundestages Ă€ndern. Die FDP pocht auf das Budgetrecht des Parlamentes und die Einholung einer parlamentarischen Genehmigung vor jeder AusschĂŒttung deutscher Steuergeldern durch den „Euro-Rettungsfonds“ EFSF. Der Vorsitzende der gemeinsamen Fraktion von CDU und CSU, Volker Kauder, pöbelt gegen den zweithöchsten ReprĂ€sentanten der Bundesrepublik Deutschland, BundestagsprĂ€sident Nobert Lammert (CDU), weil dieser gegenĂŒber Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der von ihr gefĂŒhrten Regierung auf Einhaltung der Verfassungsordnung und parlamentarischen Demokratie pocht. Die britische Boulevard-Presse titelt: „Aufstieg des Vierten Reichs, wie Deutschland die Finanzkrise benutzt, um Europa zu erobern“.

Ein Überblick.