Venezuelas „Gegenbotschafter“ in Deutschland löscht Onlinepräsenz

Die Bundesregierung hat den lokalen Vertreter des selbsternannten Interimspräsidenten von Venezuela, Juan GuaidĂł, offenbar dazu gedrängt, seine Onlinepräsenz in sozialen Netzwerken zu löschen. Zuvor hatte sich der von GuaidĂł ernannte Ex-Militär Otto Gebauer auf Facebook, Twitter und Instagram als „Botschafter der Bolivarischen Republik Venezuela“ präsentiert und war auf Konfrontationskurs mit Bundesbehörden gegangen.

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CNN behauptet fälschlich, dass Guaido im Januar zum Präsidenten Venezuelas gewählt wurde

Der CNN-Artikel wurde von zwei leitenden Redakteuren geschrieben und vier weitere trugen dazu bei. Es ist schwer vorstellbar, dass keiner von ihnen draufgekommen ist, dass diese Behauptung einer Wahl im Januar falsch war. Doch der Artikel blieb während des ganzen Sonntags und ĂĽber Nacht unverändert, und erst am Montag wurde er endlich dahingehend ĂĽberarbeitet, dass Guaido „sich zum Interimspräsidenten erklärt hatte“.

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Guaidó erwägt gemeinsame Intervention der USA und von Deserteuren in Venezuela

Russlands AuĂźenminister Lawrow erhob erneut schwere VorwĂĽrfe gegen Oppositionspolitiker GuaidĂł. Der amtierende Parlamentspräsident sei nicht unabhängig, sondern fĂĽhre die Befehle seiner „Hintermänner in den Vereinigten Staaten“ aus, so Lawrow. Zugleich forderte der russische Chefdiplomat die USA auf, den Prozess des Dialogs zwischen Regierung und Opposition nicht weiter zu behindern und das Völkerrecht zu respektieren.

Versuchter Umsturz in Venezuela ist gescheitert

LĂłpez befand sich zuletzt unter Hausarrest, nachdem er wegen blutigen Protesten Anfang 2014 zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden war. Am Dienstag war er mit GuaidĂł zusammen im Video aufgetreten und hatte angegeben, von Soldaten „befreit“ worden zu sein.

FĂĽr diese These gab es jedoch ebenso wenig eine unabhängige Bestätigung wie fĂĽr die aus den USA verbreitete These, Nicolás Maduro habe angesichts des Umsturzversuchs nach Kuba flĂĽchten wollen. Dies hatte US-AuĂźenminister Mike Pompeo gegenĂĽber dem US-Sender CNN behauptet. Später brachte CNN auch das Dementi von Maduro: Pompeo verbreite „Unsinn und LĂĽgen“, so Maduro, der anfĂĽgte: „Bitte, Herr Pompeo, das meinen sie nicht wirklich ernst.“