„Ich bin ein Bil’iner!“

DIES GESCHIEHT nicht alle Tage: ein Kulturminister freut sich öffentlich, weil ein Film seines Landes NICHT mit dem Oscar ausgezeichnet wird. Und nicht nur ein Film, sondern zwei.
Es geschah in dieser Woche. Limor Livnat, noch Kulturministerin der letzten Regierung, sagte zum israelischen Fernsehen, sie sei glĂĽcklich darĂĽber, dass Israels zwei Einsteiger fĂĽr Oskars in der Kategorie Dokumentarfilme es nicht bis zum Ende schafften.

Video: Israelische Dokumentation „The Gatekeepers“, a.k.a. „Töte zuerst“

Heute um 22.45 Uhr zeigt die ARD die vom „ehemaligen Angehörigen einer Geheim-Einheit“ Dror Moreh gedrehte, in 2012 veröffentlichte und später oscar-nominierte israelische Dokumentation The Gatekeepers („Die Pförtner“). Sie beinhaltet Interviews mit allen noch lebenden ehemaligen Leitern des israelischen „Allgemeinen Sicherheitsdienstes“ (Sherut ha-Bitachon ha-Klali), kurz Shin Beth oder auch Shabak genannt. The Gatekeepers wird heute mit dem deutschen Titel „Töte zuerst – Der israelische Geheimdienst“ ausgestrahlt und lief gestern bereits auf Arte.

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Die Dritte Intifada

Überall in der Westbank warfen palästinensische Jugendliche Steine auf israelische Soldaten. Alle 3500 Palästinenser in israelischen Gefängnissen nahmen teil an einem dreitägigen Hungerstreik.
Der unmittelbare Grund war der Tod eines 30jährigen Palästinensers während des Verhörs durch den Shin Bet. Es war kein Herzinfarkt, wie zunächst (und automatisch) von israelischen Verantwortlichen und ihren Handlangern, den sog. „militärischen Korrespondenten“, behauptet wurde. War es also Folter, wie praktisch alle Palästinenser glauben?