Kerry und Chutzpa

Jarring nahm seine historische Mission sehr ernst.‭ ‬Er reiste unermüdlich zwischen Kairo und Jerusalem hin und her.‭ ‬Sein Name wurde in Israel ein Witz-‭ ‬und in Ägypten wahrscheinlich auch.

Die damaligen Protagonisten waren Anwar Sadat und Golda Meir.‭ ‬Wie wir damals berichteten,‭ ‬gab Sadat Jarring eine bedeutsame Erklärung mit:‭ ‬wenn er die ganze Sinai-Halbinsel zurückbekäme,‭ ‬die‭ ‬Israel‭ ‬1967‭ ‬erober hat,‭ ‬sei er bereit,‭ ‬Frieden zu machen.‭ ‬Golda wies den Vorschlag sofort zurück.‭ ‬Da gab es natürlich kein Treffen.

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Wenn die Götter lachen

Er war Ben Gurions Hauptassistent,‭ ‬ich Ben Gurions Hauptfeind‭ (‬so definiert von seinem Sicherheitschef‭)‬.‭ ‬Von da an kreuzten sich unsere Wege viele Male,‭ ‬aber wir wurden keine Busenfreunde.

BEREITS IN seiner frühen Kindheit in Polen beschwerte sich Peres‭ (‬damals noch Persky‭)‬,‭ ‬dass seine Mitschüler in der‭ (‬jüdischen‭) ‬Schule ihn grundlos schlugen.‭ ‬Sein jüngerer Bruder musste ihn verteidigen.

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Die falsche Fackel

Ich erinnere mich an einen Minister,‭ ‬der total aus dem Konzept kam,‭ ‬wenn er unterbrochen wurde.‭ ‬Es war Ariel Sharon.‭ ‬Mitten im Satz unterbrochen,‭ ‬kam er völlig durch einander und fing von Vorne an.‭ ‬Er war schließlich ein alter General,‭ ‬und Generäle sind nicht daran gewöhnt,‭ ‬von ihren Untergebenen unterbrochen zu werden.

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Medien-Mem „Israel: Assad soll bleiben“

„Intelligente graue Zellen“ (Intelligence sources) sagten, dass ein intaktes, aber geschwächtes Assad-Regime fĂĽr das Land und die ganze Krisenregion vorzuziehen wäre, nachdem der israelische Ministerpräsident Netanjahu am Dienstag Präsident Wladimir Putin in Russland ĂĽberfallen hat, der C.I.A.-Direktor John Brennan am Freitag nach Jerusalem zum israelischen Verteidigungsminister Mosche Jaalon eilte und ebenfalls am Freitag am frĂĽhen Morgen in Limassol russische Kriegsschiffe (der Zerstörer „Admiral Pantelejew“, der Tanker „Petschenga“ und das Versorgungsschiff „Fotij Krylow“) Anker an der KĂĽste von Zypern warfen. Ein Aufsatz in der britischen Zeitung The Times of London vom Samstag, den 18. Mai 2013 sorgt fĂĽr Furore. Das soll er auch, schliesslich wurde dieser dafĂĽr gedruckt. Gibt man bei Suchmaschinen den Beginn der Wörter der wichtigsten Aussage ein, werden sämtliche internationalen Medien aufgelistet, die diese unkritisch ĂĽbernehmen. Die meisten Zeitungen beschränken sich auf die blosse Wiederholung der kurzen Botschaft. Andere wiederum ranken noch je nach Gustus und Weltanschauung einige Informationen mehr zum „Thema“ herum.