Die Geostrategie EuropÀischer Macht

Anders als etwa in den Vereinigten Staaten wurde mit derartigen Begriffen auf EU-Ebene lange allenfalls hinter verschlossenen TĂŒren hantiert.[1] Sie stehen fĂŒr Machtpolitik und das Denken in EinflusssphĂ€ren und waren deshalb unvereinbar mit dem sorgsam gepflegten Mythos von der ‚Zivilmacht Europa‘: „Die GrĂŒndungsphilosophie der EWG, aus der die EG und dann die EU wurden, richtete sich nach innen und entwickelte ein Gegenkonzept zu Geopolitik und zu geostrategischen Dimensionen: Befriedung, Aussöhnung und politische Kooperation durch wirtschaftliche Verflechtung als Antithesen zur Geopolitik und zum Imperialismus.“[2]

„Vereinigte Staaten von Europa“: Özdemir gefĂ€hrdet BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen

Aus den Kreisen der neokonservativen Geostrategen und Transatlantiker hat sich ein weiterer Lobbyist geoutet: Cem Özdemir. In einem Interview mit der „Welt“ stellt Özedmir (Mitglied der AtlantikbrĂŒcke und nebenberuflich einer der zwei Bundesvorsitzenden von BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen) die SouverĂ€nitĂ€t der Republik, ihre Verfassung, die Grundrechte, ja die gesamte Existenz Deutschlands in Frage, welches er als abbruchreif fĂŒr das schöne neue Hochhaus „Europa“ ansieht.

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Testfall Afghanistan: Neoliberaler Umbau und Guerillakrieg

In der Debatte ĂŒber die HintergrĂŒnde des Afghanistan-Kriegs wurde in zahlreichen Veröffentlichungen auf geostrategische Interessen verwiesen: TatsĂ€chlich existierten in Washington schon lange vor den AnschlĂ€gen des 11. September PlĂ€ne fĂŒr eine bewaffnete Intervention, u.a. weil eine militĂ€rische PrĂ€senz in unmittelbarer NĂ€he zu Russland sowie der angrenzenden ölreichen kaspischen Region angestrebt wurde.

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