Hambacher Forst: Bericht der Baumbesetzerin vom 29. November 2014

Gerade fährt ein Tanklaster aus dem mit Bauzäunen umstellten Areal, auf dem ich mich auf einer ca. 200 Jahre alten amerikanischen Eiche befinde. Er hat die Generatoren mit neuem Treibstoff versorgt, damit sie sobald es dunkel wird den Baum auf dem ich mich befinde und das umzäunte Areal mit Flutlichtern taghell erleuchten können. Seit mehr als 4 Tagen ziehen sie das nun durch. Muss ein Heiden-Geld kosten.

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Der Sohn meiner Augen

Als Neunjähriger in Deutschland hörte ich das einprägsame Lied: „Wenn Judenblut vom Messer spritzt/ Dann geht’s nochmal so gut“. WĂĽrden deutsche Liberale, wenn der Autor noch lebte, wohl kĂĽnstlerische Freiheit fĂĽr ihn beanspruchen?

THE VISITOR, Shanghai: Xilong (Teil 1)

Xilong und die Männer im Brückenkeller sind Wanderarbeiter. Das Restaurant dröhnt von chinesischem Techno. Wir sind die einzigen Gäste. In der Wand spiegelt sich die Bedienung die uns beobachtet. Wir essen sehr lange Nudeln. Dann gehen wir wieder. Draussen fragt er: COME BACK?

Dann dreht er sich um und läuft in die Nacht.

Hambacher Forst: Erbärmlicher Belagerungszustand um hungernden Aktivisten in der Baumkrone

Es ist eine Lizenz zum Töten: Vernichtung der lokalen Ortschaften, der Lebensraum, Wiesen, Felder, Wälder, Quellen, Veränderung des Grundwasserspiegels, die Pflanzen, Tiere. Zurück bleibt eine öde Wüste, die im besten Fall nach Jahren rekultiviert wird, aber nie mehr das sein wird, was es vorher war. Eine durchgestylte, pflegeleichte Designerlandschaft, entworfen am Reissbrett.

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