Offener Brief an BAYER AG : Bhopal mahnt!

Zum grĂ¶ĂŸten Knall aber kam es am 28. August 2008, als ein VorratsbehĂ€lter in die Luft ging. Zwei BeschĂ€ftigte bezahlten das mit ihrem Leben. Von „Schockwellen wie bei einem Erdbeben“ sprachen Augenzeug*innen. „Die Explosion in dem BAYER-Werk war besonders beunruhigend, weil ein mehrere Tonnen wiegender RĂŒckstandsbehĂ€lter 15 Meter durch das Werk flog und praktisch alles auf seinem Weg zerstörte. HĂ€tte dieses Geschoss den MIC-Tank getroffen, hĂ€tten die Konsequenzen das Desaster in Bhopal 1984 in den Schatten stellen können“, hieß es spĂ€ter in einem Untersuchungsbericht des US-Kongresses. Der Report stellte schwerwiegende SicherheitsmĂ€ngel fest, weshalb BAYER eine Strafe von einer Million Dollar zahlen und zusĂ€tzlich 4,6 Millionen Dollar in die Anlagensicherheit stecken musste.

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Bhopal mahnt!

Am 3. Dezember vor 35 Jahren kam es im indischen Bhopal zum bisher grĂ¶ĂŸten Chemie-Unfall aller Zeiten. Dort starben bei der Explosion einer Pestizid-Fabrik von UNION CARBIDE allein in den ersten drei Tagen 8.000 Inder*innen. Bis heute leiden Millionen Menschen an den SpĂ€tfolgen der Detonation, die Methylisocynat (MIC) und andere Chemikalien freisetzte.

Krieg am Golf? Nicht nochmal

Mit einer europĂ€ischen MilitĂ€rprĂ€senz im Persischen Golf wĂŒrde die EU und mit ihr Deutschland zumindest ein StĂŒck weit mehr zum Global Player und das unabhĂ€ngig von den USA – als wĂŒrde eine weitere MilitĂ€rmacht am Persischen Golf die Probleme dort lösen. Die Friedensbewegung hat völlig Recht, wenn sie gegen jegliche Eskalation am Golf mobilisiert. Wichtig ist, sich gegen jede deutsche Beteiligung zu wenden. Das schließt logistische UnterstĂŒtzung ein. Und auch US-StĂŒtzpunkte wie Ramstein oder das EUCOM in Stuttgart: Sie dĂŒrfen nicht fĂŒr den nĂ€chsten Krieg am Golf genutzt werden: Das jetzt zu sagen, ist ein wichtiges und richtiges Signal.

Ein weiterer „Terrorkrieg“ gegen Drogenkartelle? Es gibt einen besseren Weg!

Letzte Woche erklĂ€rte Trump, dass er angesichts eines Angriffs auf US-Touristen in Mexiko im vergangenen Monat mexikanische Drogenkartelle zu auslĂ€ndischen terroristischen Organisationen erklĂ€ren wĂŒrde. Auf die Frage, ob er Drohnen schicken wĂŒrde, um Ziele in Mexiko anzugreifen, antwortete er: „Ich will nicht sagen, was ich tun werde, aber sie werden zu solchen bestimmt werden.“ Der mexikanische PrĂ€sident goss schnell kaltes Wasser auf die Idee, dass US-Drohnen mexikanische Ziele ausschalten und reagierte auf Trumps Drohungen mit den Worten „Kooperation, ja; Interventionismus, nein“.

Nach wie vor keine Beweise: HĂ€lt die OAS Bericht ĂŒber Wahlen in Bolivien zurĂŒck?

Die Celag geht davon aus, dass die OAS-Mission vor Bekanntgaben des offiziellen Ergebnisses ohne technische Grundlagen einen zweiten Wahlgang empfahl. Zu diesem Zeitpunkt stand die AuszĂ€hlung der Stimmen aus den lĂ€ndlichen Gebieten noch aus, in denen Evo Morales von jeher eine große UnterstĂŒtzerbasis hat. Mehr als eine Million Stimmen hĂ€tten noch ausgezĂ€hlt werden mĂŒssen, als die OAS mit ihrer Intervention in den Prozess eingriff.