Vom 16. bis zum 18. Februar 2018 versammelten sich wieder einmal âEntscheidungstrĂ€gerâ aus Politik, Wirtschaft und MilitĂ€r zur alljĂ€hrlichen MĂŒnchner Sicherheitskonferenz. Auf den etwa 40 Panels und VortrĂ€gen ging es natĂŒrlich um alles Mögliche. Dennoch kristallisierten sich ĂŒber die Tage vor allem drei zentrale Befunde beziehungsweise daraus abgeleitete Forderungen heraus, die auf der Konferenz selbst wie auch in der medialen Aufbereitung die zentrale Rolle spielten: Erstens wurde diagnostiziert, dass sich die weltpolitischen Konflikte bedrohlich zugespitzt hĂ€tten, wobei nicht zuletzt der Auftritt des kommissarischen AuĂenministers Sigmar Gabriel verdeutlichte, weshalb dies der Fall ist. Zweitens wurde dies mit einem PlĂ€doyer fĂŒr eine âbeherzteâ AufrĂŒstung der EuropĂ€ischen Union verknĂŒpft, um sich in diesen neuen GroĂkonflikten behaupten zu können â am Rande wurden dabei auch die Rahmenbedingungen des kĂŒnftigen transatlantischen VerhĂ€ltnisses mitverhandelt. Und schlieĂlich ging es drittens darum, dass hierfĂŒr ganz generell, aber ganz besonders von Deutschland erheblich mehr Mittel in den MilitĂ€rbereich investiert werden mĂŒssten, als es die happigen Steigerungen im Entwurf eines Koalitionsvertrages zwischen CDU/CSU und SPD ohnehin bereits vorsehen.