In die Katastrophe stolpern

PrĂ€sident Trump wurden im Zusammenhang mit der Ermordung des verehrten iranischen MilitĂ€rfĂŒhrers Qassim Soleimani wahrscheinlich durch eine Kabale um Außenminister Mike Pompeo und den lange Zeit diskreditierten Neokonservativen David Wurmser eine ganze Reihe von Vorteilen vorgegaukelt. Der ehemalige Netanyahu-Berater und Irak-Kriegspropagandist Wurmser schickte Berichten zufolge Memos an seinen Mentor John Bolton, wĂ€hrend Bolton Trumps nationaler Sicherheitsberater war (jetzt ist er natĂŒrlich der Held des #Widerstands, weil er sich gegen seinen ehemaligen Chef gewandt hat) und versprach, dass die Ermordung Soleimanis eine kostenlose Operation sein wĂŒrde, die das iranische Volk gegen seine Regierung mobilisieren und den lang erwarteten Regimewechsel in diesem Land herbeifĂŒhren wĂŒrde. Die Ermordung Soleimanis – des Architekten der Niederlage von ISIS – wĂŒrde „das empfindliche innere Gleichgewicht der KrĂ€fte und die Kontrolle ĂŒber sie erschĂŒttern, von denen das [iranische] Regime fĂŒr StabilitĂ€t und Überleben abhĂ€ngt“, schrieb Wurmser.

Bolivien: Wahlkampf inmitten von Repression

Der oberste Wahlgerichtshof hat bekanntgegeben, dass sich bislang fĂŒnf BĂŒndnisse eingetragen haben: die rechtsgerichteten Frei21 (Libre21), Wir glauben (Creemos), Gemeinsam (Juntos), BĂŒrgergemeinschaft (Comunidad Ciudadana) und Vereintes Volk (Pueblo Unido). Die MAS hat sich als einzelne Partei registrieren lassen.

Venezuela: Warum die Europa-Reise fĂŒr Juan GuaidĂł kein Erfolg war

Bei seinem Auftritt unter fĂŒhrenden internationalen Politikern, „schien er wie ein Mann, dessen beste Zeit vorĂŒber ist“, schrieb das Blatt. Den schwersten RĂŒckschlag bescherte GuaidĂł aber ausgerechnet US-PrĂ€sident Donald Trump: Er reiste aus Davos ab, ohne sich mit dem Venezolaner getroffen zu haben. Zuvor hatte GuaidĂł in Presseinterviews ausdrĂŒcklich bekrĂ€ftigt, er hoffe auf ein Treffen mit dem US-PrĂ€sidenten. Dass dies nicht zustande kam – kurz nachdem die USA ihre Sanktionen gegen die Zentralbank Venezuelas teilweise gelockert hatten – weist darauf hin, dass der internationale RĂŒckhalt fĂŒr den Oppositionspolitiker bröckelt.

Streit um Ärzte: Áñez-FĂŒhrung in Bolivien bricht Beziehungen mit Kuba ab

Kubas Außenminister Rodriguez reagierte ĂŒber den Kurznachrichtendienst Twitter ungewöhnlich harsch auf die Kritik. Es handele sich um „vulgĂ€re LĂŒgen der selbsternannten Putschisten in Bolivien“. Áñez Äußerungen seien „ein weiteres Beispiel fĂŒr ihre UnterwĂŒrfigkeit gegenĂŒber den Vereinigten Staaten“. Die politische FĂŒhrung in La Paz erklĂ€rte die diplomatischen Beziehungen daraufhin fĂŒr beendet.