Schuldenkrise ohne Ende: Ein ErklÀrungs- und Lösungsansatz

Es gibt kaum noch andere Nachrichten als die aus dem Kontext der internationalen Schuldenkrise: Die Ratingagentur MoodyÂŽs stuft Irland-Anleihen auf „Ramschniveau“ herab, auch Italien ist ins Visier der Ratingagenturen und Spekulanten geraten und die USA stehen kurz vor der ZahlungsunfĂ€higkeit. Die GrĂŒnde, warum die BonitĂ€t vieler – in der Regel sehr kleiner – EU-Staaten inzwischen nahezu im Tagesabstand heruntergestuft wird, obwohl hinter diesen als Garant die grĂ¶ĂŸte Wirtschaftsmacht der Welt, die EU, steht, und warum eine solche Herabstufung bei den USA unterbleibt, deren Schuldenstand die astronomische GrĂ¶ĂŸe von 14,3 Billionen Dollar erreicht hat und deren momentanes, also nur ein Jahr betreffendes Haushaltsdefizit fast fĂŒnf Mal grĂ¶ĂŸer ist als die gesamten Staatsschulden Griechenlands – nun, diese GrĂŒnde habe ich in einem etwas lĂ€ngeren Kommentar zur neuesten Meldung in meiner „Chronik des (nicht nur) neoliberalen Irrsinns“ darzustellen versucht.

EingeflĂ¶ĂŸtes GedĂ€chtnis

SEIT MEHREREN Wochen befinden sich unsere Armee und Marine in einem hohen Alarmzustand, um tapfer eine tödliche Bedrohung unserer bloßen Existenz zu verhindern: zehn kleine Boote versuchen, Gaza zu erreichen. In den Booten sitzt eine gefĂ€hrliche Bande bösartiger Terroristen, in Person Ă€lterer Veteranen aus Friedenskampagnen bestehend.
Binyamin Netanyahu hat unsere unerschĂŒtterliche Entschlossenheit, unser Land zu verteidigen, bestĂ€tigt: Wir werden niemanden die Blockade brechen lassen, um Raketen zu den Terroristen in Gaza zu schmuggeln, die sie dann abfeuern, um unsere unschuldigen Kinder zu töten.

Dies ist sogar fĂŒr Netanyahu eine Art Rekordleistung: kein einziges Wort ist wahr.

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