Google Plus ist ein Privilegierten-Projekt und gehört hier nicht dazu

Google Plus, in dessen Zuge der Marktbegriff "Soziale Netzwerke" mittlerweile still und leise durch "Soziale Medien" ersetzt wird, hat angeblich fünf Millonen Mitglieder. Wir gehören nicht dazu. Ergo gehört Google Plus nicht dazu. Nicht hier.

Ich bin es seit langem leid, irgendwelchen Industrie-Schreibern, Höflingen von Konzernen, Banken und einflussreichen Sippschaften dabei zuzusehen, wie sie als Privilegierte für Privilegierte unter ihren Bedingungen ihre Kreise ziehen und darum einen Wassergraben, vor dem sich dann der Normalo-Pöbel für ihr Futter auf dem Acker verdingen darf. Ich kann es nicht mit ansehen - und das konnte ich nie - wenn vor den Türen der schwer bewachten Prominenten- und Upper-Class-Parties der Industrie sich die Schauspieler, Musiker, Autoren und anderen Künstler die Nasen an den Fenstern plattdrückten und um Einlass in die Welt der Privilegien bettelten. Und ich will auch nichts von Springer-Verlagsfuzzies oder der Starjournaille von Konglomerat Schnabbeldidu lesen, wie dufte Google Plus ist und daß der Facebook-Boss schon soundsoviele Tausende Kreise um sich gezogen hat.

Ich bin es leid Rennen mit anzusehen, bei denen die Einen an den Start gefesselt bleiben und die Anderen einen uneinholbaren Vorsprung bekommen. Ich bin es leid mit anzusehen, wie auf dem Spielfeld, vor einer grölenden Masse von Barbaren, die eine Mannschaft barfuß und die andere Mannschaft mit doppelter, dreifacher Mannschaftsstärke antreten darf. Und ich bin es leid, dann von einem korrupten und gekauften Schiedsrichter, der "Marktwirtschaft, Marktwirtschaft" hinterher ruft, vom Platz gestellt zu werden, wenn wir sie doch alle fertig gemacht haben.

Wir sind diejenigen, die die Fäden ziehen. Weil wir sie weben. Wir weben. Und wir lassen uns nicht verarschen.

Wer wieder einmal nur die Blöden und Gemeinen auf´s Spielfeld lässt, der wird auch nur die Blöden und Gemeinen bekommen. So einfach ist das. Für die Guten, die Talentierten und die Mutigen, für die Leute mit Glaubwürdigkeit, Intellekt und Einfluss - Einfluss - für die muss man sich eben anstrengen. Um die muss man werben, wenn man denn überhaupt etwas von ihnen will. Umsonst gibt´s hier gar nichts. Außer unsere Arbeit. Und zwar für alle, nicht nur für die neuen digitalen Gutsherren.

Also, wenn Ihr Google Plus wollt, dann geht dahin, wo es ist. Hier ist es nicht und hierher kommt es auch nicht.

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