„Gaddafi muss weg“ – Gaddafi wollte mit unumgĂ€nglicher UnterstĂŒtzung der Vereinigten Staaten von Amerika die afrikanischen LĂ€nder versöhnen, ein vereintes Afrika schaffen und öffnete fĂŒr US- und andere auslĂ€ndische Firmen das Land – die westlichen Regierungschefs gaben sich die Klinke in die Hand – 49 Prozent Investitionen der Privatwirtschaft, 51 Prozent staatlicher, gesetzlich festgelegter Anteil nach Aufhebung des Embargos reichten den auslĂ€ndischen Regierungen nicht? Die Dokumentation aus dem Jahre 2008 von Guy Seligmann, gesendet von ARTE France, beleuchtet die Politik der westlichen LĂ€nder gegenĂŒber Libyen der letzten Jahrzehnte – TerrorismusvorwĂŒrfe, Attentate und AnnĂ€herungen. Der libysche Regierungschef wird als vorausschauender Pragmatiker vorgestellt zum Gegensatz der Bezeichnungen als Dogmatiker oder Egozentriker anderer Berichte. Drei Jahre nach den Dreharbeiten des Filmbeitrages wurde Libyen wie durch den „Blitz aus heiterem Himmel“ in den fatalen Abgrund des gegenwĂ€rtigen sinnlos wĂŒtenden Krieg gestossen, der das Land zerstört und den Weg des Einflusses des Westens unter Vorwand der EinfĂŒhrung demokratischer Prozesse mit Waffengewalt ebnen soll.