Venezuela bezeichnet US-Sanktionen als „Ausdruck der Hoffnungslosigkeit“

Die Beziehungen zwischen Venezuela und den USA sind seit Beginn der Bolivarischen Revolution, einem sozialen und politische Reformprozess, gespannt. In den vergangenen Wochen waren beide Regierungen auch wegen der vorĂŒbergehenden Festnahme des venezolanischen Diplomaten Hugo Carvajal auf der niederlĂ€ndischen Kolonialinsel Aruba aneinandergeraten. Carvajal war auf Bestreben der USA inhaftiert worden. Am Sonntag kam er aber wieder frei. Washington wirft Venezuela vor, Aruba und die Niederlande „bedroht“ zu haben, um die Freilassung zu erzwingen, hat dafĂŒr bislang aber keine Belege vorgelegt.

Kuba weist Terrorvorwurf aus den USA zurĂŒck und kritisiert Washington

Zugleich erhebt das kubanische Außenministerium schwere VorwĂŒrfe gegen die USA selbst, die in der Vergangenheit Terrorgruppen unterstĂŒtzt hĂ€tten. Ein Beleg dafĂŒr sei die GewĂ€hrung von Zuflucht fĂŒr die Verantwortlichen eines Terroranschlags auf eine kubanische Linienmaschine im Jahr 1976. Der in Venezuela verurteilte Terrorist und ehemalige CIA-Mitarbeiter Luis Posada Carriles lebt von der Justiz unbehelligt in Miami, Florida.

Provokation gegen „Kissinger-Professur“ in Bonn

Die GrĂŒne Hochschulgruppe sorgte mit einem Protestplakat fĂŒr mediales Aufsehen: Mitglieder der Gruppe ließen sich nackt, von hinten und an eine Wand gelehnt fotografieren. „KISSinger MY ASS“, heißt es provokativ darunter, also etwa: „KĂŒss meinen Arsch, Kissinger“. Vorbild fĂŒr das Motiv ist ein Foto von Mitgliedern der sogenannten Kommune I, das 1967 in der Wohnung des Schriftstellers Hans Magnus Enzensberger entstand.

ARD strahlte umstrittene Argentinien-Doku aus

Trotz Kritik von Aktivisten und Journalisten hat die ARD am Montag dieser Woche eine dokumentarische Reportage zu den Verwicklungen von Mercedes Benz in die Verbrechen der MilitĂ€rdiktatur in Argentinien (1976-1983) ausgestrahlt. Im Vorfeld hatte die deutsche Dokumentarfilmerin und Fachbuchautorin Gaby Weber schwere VorwĂŒrfe gegen den WDR als Auftraggeber des Streifens erhoben. Die Kölner Redaktion habe ihre ursprĂŒnglichen Recherchen nachdrehen lassen.

„Kissinger-Professur“ stiftet Unruhe an Uni Bonn

An der UniversitĂ€t Bonn sorgt die geplante Einrichtung eines von der Bundesregierung finanzierten Lehrstuhls zu Ehren des ehemaligen US-Außenministers Henry Kissinger fĂŒr zunehmende Kritik. Die Leitung der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-UniversitĂ€t hatte Ende Mai bekanntgegeben, eine entsprechende Stiftungsprofessur „fĂŒr Internationale Beziehungen und Völkerrecht“ einzurichten.

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Deutschland finanziert Sektensiedlung in Chile

AuswĂ€rtiges Amt will keine Kenntnisse ĂŒber Terrorstrukturen in Colonia Dignidad haben. Finanzielle und personelle UnterstĂŒtzung besteht weiter Ungeachtet wachsender politischer Kritik und Ermittlungen der Justizbehörden in Chile und Deutschland hĂ€lt sich die deutsche Bundesregierung im Skandal um die Sektensiedlung Colonia Dignidad bedeckt. In einer Teilantwort auf eine umfassende Anfrage der Linksfraktion im Deutschen Bundestag gibt das AuswĂ€rtige Amt unter anderem an, ĂŒber die Flucht des Sektenarztes Hartmut Hopp keine genauen Erkenntnisse zu besitzen. Dabei beschĂ€ftigt das Thema seit Wochen regionale und ĂŒberregionale Medien sowie die internationale Presse.

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