U.S.-Soldaten zur Lage in Venezuela

Veterans for Peace haben Stellung bezogen zur aktuellen Situation in Venezuela um die RegierungsfĂŒhrung des Landes. Die konsequent U.S.-pazifistische MilitĂ€r-Organisation ruft zu Widerstand gegen den Staatsstreich in Venezuela, zur AufklĂ€rung der einheimischen Bevölkerung durch ihre Mitglieder in den dortigen lokalen U.S.-Capters und zu politischen Aktionen in den Bundesstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika auf.

Jede eindeutige Positionierung zĂ€hlt, da in der kommerziellen Medienlandschaft Friedensaktivisten bis auf wenige Alibi-Ausnahmen um NeutralitĂ€t vorzutĂ€uschen nicht zu den willkommen geheißenen Stimmen gehören. Auch nicht in den Parteien der Staaten der EuropĂ€ischen Union mit ihrem absurden Ultimatum, neue Wahlen durchzufĂŒhren. Das EuropĂ€ische Parlament befĂŒrwortet den Putschversuch und beschloss am 31.1.2019, Juan GuaidĂł als InterimsprĂ€sidenten anzuerkennen.

AntĂłnio Guterres, GeneralsekretĂ€r der Organisation der Vereinten Nationen und ehemaliger MinisterprĂ€sident von Portugal, wurde als EmpfĂ€nger fĂŒr den Aachener Karlspreis 2019 ausgewĂ€hlt. Mit der Annahme der Auszeichnung befindet sich der „EuropĂ€er“ Guterres eindeutig in einem „kapitalen“ Interessenkonflikt, um sein Amt bei der U.N.O. als „Mediator“ in dieser Frage neutral auszuĂŒben.

Wir ĂŒbersetzen das Statement „Veterans Call to Resist U.S. Coup in Venezuela“

Veterans For Peace ist empört ĂŒber den Staatsstreich in Venezuela, der eindeutig von der U.S.-Regierung inszeniert wird. Zweihundert Jahre eklatante U.S.-Interventionen in Lateinamerika mĂŒssen ein Ende haben. Veterans For Peace wurde 1985 gegrĂŒndet, unter anderem wegen den von den U.S.A. unterstĂŒtzten „Kontra“-Krieg in Nicaragua und durch die UnterstĂŒtzung der U.S.A. fĂŒr die rechte Regierung im blutigen BĂŒrgerkrieg im benachbarten El Salvador. Wir wollten keinen weiteren Vietnamkrieg in Mittelamerika sehen.

Die Jahre, in denen die Sanktionen der U.S.A. zunehmend lĂ€hmend waren, haben die venezolanische Wirtschaft destabilisiert und zu Unruhen, Spaltungen und Migration gefĂŒhrt. Die U.S.-Regierung ermutigte venezolanische Oppositionsparteien, die Wahlen im vergangenen Jahr zu boykottieren. Jetzt nennen sie die Wahl betrĂŒgerisch und versuchen, einen wenig bekannten Politiker mehr nach ihrem Geschmack zu installieren. Dies ist Teil eines gefĂ€hrlichen Spiels, das die U.S.A. in ganz Lateinamerika spielen.

Der Sicherheitsberater von PrĂ€sident Trump, John Bolton, nannte Venezuela, Nicaragua und Kuba die „Troika der Tyrannei“ und rĂŒhmte sich, dass sie nun „ihr Match erhalten“ hĂ€tten. Die Orchestrierung dieses Putsches hat impliziert, dass eine militĂ€rische Intervention der U.S.A. möglicherweise dort die nĂ€chste ist. PrĂ€sident Trump antwortete auf Fragen zu möglichen militĂ€rischen Interventionen: „Alle Optionen stehen auf dem Tisch.“ Trump und VizeprĂ€sident Mike Pence haben das venezolanische MilitĂ€r offen ermutigt, einen Staatsstreich durchzufĂŒhren und U.S.-Vertreter haben sich sogar mit möglichen Putschisten getroffen. Rechte Regierungen in Kolumbien und Brasilien könnten möglicherweise auch in U.S.-koordinierte MilitĂ€raktionen gegen die demokratisch gewĂ€hlte Regierung Venezuelas involviert sein.

In unserer AbsichtserklĂ€rung verspricht Veterans For Peace, „unsere Regierung daran zu hindern, offen und verdeckt in die inneren Angelegenheiten anderer Nationen einzugreifen.“ Wir fordern unsere Mitglieder in ĂŒber 100 StĂ€dten in den USA und international dazu auf, ihren Stimmen Gehör finden zu lassen. Wir mĂŒssen alles in unserer Macht Stehende tun, um zu verhindern, dass ein blutiger BĂŒrgerkrieg das venezolanische Volk und die friedliebenden Menschen der HemisphĂ€re massiv belastet.

Rufen Sie Ihre politischen Vertreter an, schreiben Sie den Redakteuren, protestieren Sie auf der Straße, widersetzen Sie sich erneut einem Schlag gegen Demokratie und Menschenrechte in dieser HemisphĂ€re und in der Welt.

Dieser Appell der Veterans For Peace hat auch in unserem Land GĂŒltigkeit, da die Bundesregierung Partei fĂŒr Juan GuaidĂł und gegen Nicolas Maduro ergriffen hat.