Auch Terror-Theresa lesen wir gerne vor
Vier Tage vor der Wahl des Unterhauses vom verfassungslosen Vereinigten Königreich am 8.Juni: Theresa May klammert sich, wie ihre vermeintliche Opposition von „Labour“ und Jeremy Corbyn, weiter an die Logik des Terrorkrieges und versucht nach dem Massaker in Manchester auch die neuen gestrigen Attentate in London fĂŒr lange gehegte PlĂ€ne zu nutzen.
Neben der Internationalen Kriegskoalition, der nach dem Manchester-Attentat auch die N.A.T.O. beitrat, propagiert die Regierung des Vereinigten Köngigreiches nun faktisch eine neue Kriegskoalition – und zwar gegen das vom britischen Wissenschaftler Tim Berners-Lee und der EuropĂ€ischen Organisation fĂŒr Kernforschung C.E.R.N. am 30. April 1993 der Welt geschenkte World Wide Web.
Bereits vor dem Attentat in Manchester hatte ein „Manifest“ ihrer Regierungspartei, der Tories, dieses Angriffsziel ausgegeben. Die PlĂ€ne (nicht nur) der derzeitigen britischen Regierung, den mittlerweile 3,7 Milliarden Nutzerinnen und Nutzern des Internets auch die digitale Selbstverteidigung – sprich: die VerschlĂŒsselung – zu verbieten und / oder zu infiltrieren und so zu neutralisieren, wurden bereits vor den Attentaten angekĂŒndigt, sowie deren Umsetzung nach den Wahlen.
May nun in ihrer heutigen im TV ĂŒbertragenen Rede wörtlich:
„Zweitens, wir können dieser Ideologie nicht den sicheren Raum erlauben den sie braucht um zu brĂŒten. Doch ist dies genau das, was das Internet und die groĂen Firmen die internet-basierte Dienst zur VerfĂŒgung stellen, zur VerfĂŒgung stellen. Wir mĂŒssen mit alliierten demokratischen Regierungen arbeiten um internationale Abkommen zu erreichen, die den Cyberspace regulieren, um der Ausbreitung extremistischer und terroristischer Planungen vorzubeugen. Und wir mĂŒssen alles tun was wir können, um das Risiko von Extremismus online zu reduzieren.“
Premierministerin May stellt hier Internet-Provider faktisch mit den Terroristen gleich, die sie selbst, mitsamt ihrer sauberen Alliiierten, auch in der Bundesregierung, bis heute fĂŒr die Invasion Syriens finanziert, aufbaut, unterstĂŒtzt und als irregulĂ€re Proxy-StreitkrĂ€fte einsetzt, seit August 2014 unter wildem Schattenboxen mit sich selber neben britischen Sondereinheiten bzw unter deren FĂŒhrung.
Im Original wird Mays Drohung noch deutlicher:
„Second, we cannot allow this ideology the safe space it needs to breed. Yet that is precisely what the internet, and the big companies that provide internet-based services provide.
We need to work with allied democratic governments to reach international agreements that regulate cyberspace to prevent the spread of extremist and terrorism planning. And we need to do everything we can at home to reduce the risks of extremism online.“
Das ist eine direkte Drohung gegen einen heute elementaren Teil der Weltwirtschaft, vorneweg alle Suchmaschinen, VerschlĂŒsselungssysteme, entsprechende Apps und digitalen Initiativen, etc, pp, aber eben auch gegen alle, die diese nutzen. Mag dies von der Premierministerin ihrer MajestĂ€t auch das „more of the same“ einer bereits gescheiterten Taktik sein, so muss jetzt von den Angegriffenen und Bedrohten – praktisch alle die im Internet arbeiten und dieses nutzen – mehr kommen als bisher.
Neben einer „Regulierung“ des Internets kĂŒndigte die britische Premierministerin May, entsprechend der Strategie des Terrorkrieges, die forcierte Transformation GroĂbritanniens zum Polizeistaat insgesamt an. Genau davor hatte Radio Utopie bereits vor zehn Jahren gewarnt. Mays nach dem Attentat vermeintlich plötzlich aus dem Hut gezogenen, aber lange vorliegenden PlĂ€ne, wurden von den entsprechenden Medien wie „Der Spiegel“, etc, umgehend in deutscher Sprache zusammengefasst.
Das öffentlich zugĂ€ngliche WWW, zu Anfang nur einer kleiner, unterschĂ€tzter Teil des Internets, wuchs nach der Erfindung des HTML4 in 1997 exponentiell und reprĂ€sentiert heute faktisch das Internet, wie es die Weltbevölkerung versteht. Es wird von staatlichen, kommerziellen bzw internationalen Institutionen vollstĂ€ndig ausspioniert und fĂŒr repressive und kommerzielle Profite und Zwecke ausgebeutet. Mindestens in offenen Diktaturen bzw Scheindemokratien mit den ensprechenden Oligarchien wird es bereits „beschrĂ€nkt“, kontrolliert und / oder entsprechend zensiert.
May und die Nomenklatura des Vereinigten Königreiches, die bereits zu Anfang des 21. Jahrhunderts vergeblich versucht hatte das WWW abzuwĂŒrgen, indem es ein Patent der British Telecom auf Links (Hyperlinks) behauptete, agieren dabei lediglich als Vorreiterin eines von uns mehrfach umschriebenen Imperialistischen Komplexes aller GroĂmĂ€chte bzw deren Apparate. Entsprechende PlĂ€ne hegen Behörden und Konsortien auch in Deutschland seit Langem.
Die schon im Jahre 2010 aus der Polizei heraus aufgestellte Forderung nach einem „Reset-Knopf“ des Internets unter Regierungskontrolle wurde u.a. vom Chaos Computer Club in gefĂ€hrlicher und imkompetenter Weise ignoriert und als „lĂ€cherliche Schnapsidee“ und „Science Fiction Roman“ kleingeredet. Diese Ignoranz, PassivitĂ€t, lĂ€hmende Verwirrung, Desorganisation, kombininert mit korrumpierendem Hedonismus und Zelebrierung wertloser gesellschaftlicher Ereignisse wie dem jĂ€hrlichen Chaos Computer Club Kongress (Chaos Communication Congress), setzt sich bis heute in praktisch allen BĂŒrgerrechtsgruppen fort, nicht nur in der Republik.
Wer dabei immer noch glaubt, es ginge bei diesen ganzen VorgÀngen um Religion, soll sich irgendeine Talkshow suchen. Oder einen Kongress.
(…)
Artikel zum Thema:
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Es sind SÀtze wie diese, die eher eine strategische Arbeit von Propaganda-Spezialisten vermuten lassen, als den Erguss eines vielbeschÀftigten Verfassungsministers:
âDass ein Polizist zum Beispiel eine Waffe missbrauchen kann, ist kein sinnvolles Argument gegen die Waffe als Einsatzmittel. Gleiches gilt fĂŒr die TelekommunikationsĂŒberwachung.â
Netter Vergleich. Sie sind jetzt sicher auch dafĂŒr, dass Waffen gegen alle, auch gegen Sie eingesetzt werden, genauso wie die TelekommunikationsĂŒberwachung?
Ein Wort eingefĂŒgt am 14.06.2017.