Iran Situation: Merkel in Saudi-Arabien, simulierter C-Waffen-Raketenangriff in Israel
Kurzmeldungen.
In der Atommacht Israel begann am gestrigen Pfingstsonntag das fĂŒnftĂ€gige MilitĂ€rmanöver „Turning Point 4“, welches den Angriff von 200 Raketen, u.a. aus Syrien mit chemischen Massenvernichtungswaffen, sowie den gleichzeitigen Krieg gegen den Gazastreifen (Hamas), den Libanon (Regierungspartei Hisb-Allah / Hisbollah), Syrien und den Iran beinhaltet (1,2).
Ebenfalls am Sonntag befanden sich der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle (FDP) zuerst in der jordanischen Hauptstadt Amman und der französische Aussenminister Bernhard Kouchner in der libanesischen Hauptstadt Beirut. Westerwelle hielt in Amman mit Jordaniens AuĂenminister Nasser Judeh eine gemeinsame Pressekonferenz ab und flog noch am gleichen Tag weiter in die syrische Hauptstadt Damaskus, um sich mit Syriens PrĂ€sidenten Bashir Assad zu treffen.
„Sein Nahostbesuch diene dazu, so Westerwelle, die Zuversicht Europas als auch der arabischen Welt in den Friedensprozess im Nahen Osten zu stĂ€rken.“
Westerwelle folgte damit Kouchner, der bereits am Samstag in Damaskus eingetroffen war. Vor seiner Weiterreise nach Libanon lieĂ der französische Aussenminister verlautbaren, er sei wegen der Lage im DreilĂ€nderdreick Libanon, Syrien und Israel „besorgt“ (3). Syriens PrĂ€sident Assad sprach bei einem Treffen mit Assad von einer unmittelbaren Kriegsgefahr durch die aggressive und expansive Atommacht Israel:
„Es ist undenkbar, dass der Westen angesichts der israelischen Aggression still bleibt“
Kouchner ĂŒbergab Assad einen persönlichen Brief von Frankreichs PrĂ€sident Nicolas Sarkozy (4). Ăber den Inhalt der Botschaft Sarkozys an Assad wurde nichts bekannt. Allerdings versuchen die US-Regierung und europĂ€ische Staaten seit Jahren Syrien aus einem BĂŒndnis mit dem Iran heraus zu brechen.
Kouchner begleiten auf seiner Reise der Chefdiplomat und wahrscheinliche zukĂŒnftige Chef des französischen nationalen Sicherheitsrates, Jean-David Levitte (frĂŒher Botschafter in den USA), sowie der GeneralsekretĂ€r des ĂlysĂ©e-Palastes, Claude GuĂ©ant, seit Jahren Stabschef Sarkozys und sein enger Vertrauter. (5)
WĂ€hrenddessen lieĂ Israel durch die „New York Times“ (6) erklĂ€ren, es handele sich bei dem MilitĂ€rmanöver einfach um ein MilitĂ€rmanöver. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu:
„Dies ist ein Routinemanöver, dass bereits seit einiger Zeit geplant ist. Ich wĂŒrde gern klarstellen, dass dies nicht das Ergebnis irgendeiner aussergewöhnlichen Entwicklung bezĂŒglich der Sicherheitsfrage ist. Im Gegenteil, Israel strebt nach Ruhe, StabilitĂ€t und Frieden.“
Das dachte sich die seit fĂŒnf Jahren Deutschland regierende Merkel (welcher der „Global News Service of the Jewish People“ (7) als „vielleicht besten und einfluĂreichsten Freund“ Israels in Europa bezeichnete) offensichtlich auch und nahm das MilitĂ€rmanöver der Atommacht fĂŒr Ruhe, StabilitĂ€t und Frieden als gelungenen AnlaĂ, am heutigen Pfingstmontag „in die Golf-Region“ zu reisen. Der Spiegel“ erklĂ€rte (8):
„Dabei soll es ebenfalls um den Friedensprozess im Nahen Osten gehen.“
Merkel trifft sich heute in der Monarchie Saudi Arabien mit König Abdullah (9). Merkels Aussenminister Westerwelle hatte zuvor erklÀrt warum:
„Die EuropĂ€ische Union und Deutschland sind immer noch besorgt ĂŒber die iranische Nuklearangelegenheit und die Möglichkeit einer nicht-friedlichen Nutzung von Nuklearenergie“.
Ob Merkel sich bereits in der „Region“ befindet, wurde nicht berichtet. Ăberhaupt schade, dass dies alles in der deutschsprachigen Presse irgendwie nicht so recht geschrieben stand.
(…)
Artikel zum Thema:
19.05.2010 Iran Situation: Russland warnt vor völkerrechtswidrigen MaĂnahmen âexterritorialen Charaktersâ durch USA und EU-Staaten
Das Moskauer Aussenministerium hat heute der Weltöffentlichkeit in einem ungewöhnlichen Schritt den Inhalt eines TelefongesprĂ€chs von Minister Sergej Lawrow mit US-Aussenministerin Hillary Clinton zur Kenntnis gebracht. Offensichtlich verfĂŒgt Russlands Regierung ĂŒber Informationen, die auf âeinseitige Sanktionenâ durch die Vereinigten Staaten und MitgliedslĂ€nder der âEuropĂ€ischen Unionâ gegen die Islamische Republik Iran hindeuten.
22.02.2010 Syrien plötzlich von WestmÀchten umworben
Ein hoher Staatsbesuch nach dem anderen zur gleichen Zeit in Damaskus
Quellen:
(1) http://www.jpost.com/Israel/Article.aspx?id=176240
(2) http://www.naharnet.com/domino/tn/newsdesk.nsf/0/37F4E9ECB110D081C225772C002618A2?OpenDocument
(3) http://german.cri.cn/1565/2010/05/24/1s137906.htm
(4) http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3892950,00.html
(5) http://www.naharnet.com/domino/tn/NewsDesk.nsf/0/9F679641D8950D5DC2257728001C1EA6?OpenDocument
(6) http://www.nytimes.com/2010/05/24/world/middleeast/24mideast.html
(7) http://www.jta.org/news/article/2010/05/17/2394841/is-netanyahu-alienating-israels-friends-in-europe
(8) http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,696409,00.html
(9) http://www.saudigazette.com.sa/index.cfm?method=home.regcon&contentID=2010052473233
