Protest Zehntausender in Budapest gegen Abbau der Demokratie

Protestresolution wegen neuen Mediengesetz an das Tor des Parlamentes angeschlagen – Zusammenspiel: Österreicher und Ungarn solidarisieren sich – Ungarns Botschafter spricht von einer „verlogenen Kampagne und dreisten LĂŒge“ Am Abend des 14.Januar 2011 versammelten sich ca. zehn- bis fĂŒnfzehntausend BĂŒrger in Budapest auf dem Kossuth-Platz vor dem ungarischen ParlamentsgebĂ€ude. (Foto: Cliffscherer Wikipedia) Die Menschen protestierten friedlich gegen das vor drei Wochen verabschiedete Mediengesetz und gegen Demokratieabbau. Die Organisation der grossen Kundgebung wurde kurzfristig vor allem ĂŒber das Internet mit Hilfe von Facebook ermöglicht, wobei die Initiatoren sich definitiv eine parteipolitische Vereinnahmung der Veranstaltung von vornherein verbaten. Die Facebook-Seite der Organisatoren des Protestes EgymilliĂłan a magyar sajtĂłszabadsĂĄgĂ©rt (eine Million fĂŒr die ungarische Pressefreiheit) hat in nur drei Wochen bis zum aktuellen Zeitpunkt 72279 AnhĂ€nger gewonnen.

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Richard Stallman – Was ist freie Software?

Richard Stallman war der erste PrĂ€sident der Free Software Foundation zur Förderung freier Software und somit der unbeschrĂ€nkten Informationsfreiheit im Internet fĂŒr alle Menschen. Im Zuge der vergangenen Monate um die EinschrĂ€nkung und Zensur von Webseiten und Programmen durch staatliche Regierungen soll hier an dieser Stelle auf den Pionier der freien Software und Betriebssysteme und ihre dahinter stehende Philosophie verwiesen werden. Stallman entwickelte unter anderem die erste Version von GNU Emacs (ein komplexer, programmierbarer Texteditor), den GNU Debugger (GDB), den ersten freien plattformĂŒbergreifenden C-Compiler (heute gcc) sowie verschiedene fĂŒr eine Unix-Umgebung benötigte Hilfsprogramme. Sobald GNU geschrieben sein wird, wird jeder in der Lage sein, gute Systemsoftware so frei wie Luft zu bekommen.

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EnquĂȘtekommission Internet: „Machen sie nichts. Machen sie keine neuen Gesetze.“

Zur Zeit findet im Bundestag eine Debatte der EnquĂȘtekommission Internet und digitale Gesellschaft statt. Richter, Experten, Professoren von UniversitĂ€ten und Vertreter aus der Wirtschaft trugen ihre Beurteilungen zur weiteren geplanten Internetregulierung als eingeladene SachverstĂ€ndige vor. Golem zitierte einige Ansichten der Gutachter, die ĂŒberwiegend der Meinung sind, dass mit Internetsperren und UrheberrechtsverschĂ€rfungen schon genug angerichtet worden ist:

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