Prozess gegen Friedensaktivist – Atomare Teilhabe: Ein fortgesetztes Unrecht
Zu seiner Verteidigung im Prozess erklärte IPPNW-Mitglied Ernst-Ludwig Iskenius: „Ziviler Ungehorsam bedeutet eine bewusste RegelĂĽbertretung, um in einer zugespitzten Situation, in der politische Entscheidungsträger nicht mehr die Warnungen und Mahnungen ernst nehmen und Entscheidungen treffen, die entweder einen Rechtsbruch bedeuten oder zu groĂźem Schaden fĂĽr die Gesellschaft fĂĽhren, Widerstand zu leisten. Dieser Widerstand ist gewaltfrei, ohne Schaden fĂĽr die beteiligten Menschen, aber angemessen, um den völkerrechtswidrigen Betrieb zu unterbrechen. DafĂĽr folgen sie ihrem Gewissen und ihrer Ăśberzeugung und stehen auch fĂĽr die Konsequenzen ein. Diejenigen, die Zivilen Ungehorsam leisten, wägen ab, was das größere Unrecht bedeutet: eine Unrechtssituation zuzulassen und hinzunehmen oder durch einen RegelverstoĂź den ungeheuerlichen Charakter dieser Unrechtssituation zugespitzt darzulegen.“
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